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People | 03.02.2023

#frausorgtvor: „Gesunder Egoismus bei Frauen gefragt“

Frauen haben in der privaten Alters- und Gesundheitsvorsorge oft einen großen Nachholbedarf. Anlässlich des internationalen Frauentages am 8. März spricht Sonja Steßl, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen, über die Gefahren fehlender Absicherungen und entsprechende Vorsorgelösungen.

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Im Talk: Sonja Steßl, Vorstandsdirektorin der Wiener Städtischen. © Lux und Lumen/Marlene Föhlich

STEIRERIN: Österreich zählt zu den wohlhabendsten Ländern der Welt. Dennoch sind laut Statistik Austria mehr als 1,5 Millionen Menschen armuts- oder ausgrenzungsgefährdet – der Großteil davon Frauen. Wie kann das sein?
Sonja Steßl:  Weil Frauen aus unterschiedlichen Gründen nach wie vor im Durchschnitt deutlich geringere Erwerbseinkommen erzielen. Damit liegen auch die Alterspensionen von Frauen mit 1.110 Euro brutto im Monat deutlich unter jenen der Männer mit rund 1.800 Euro. Und: Viele Frauen sind sich der drohenden Gefahr von Altersarmut gar nicht bewusst und setzen sich zu wenig mit dem Thema der finanziellen Vorsorge auseinander. Mit unserer Frauen-­Kampagne wollen wir einen weiteren Schritt zur Stärkung der Selbstbestimmung von Frauen setzen.

Was könnte hier noch eine Rolle spielen?
Gerade Frauen neigen oft dazu, sich mehr um andere zu sorgen als um sich selbst. Beim Vorsorgethema ist jedoch gesunder Egoismus gefragt, denn der/die Partner:in ist keine Altersvorsorge, das liegt alleine in meiner Verantwortung. In einer Umfrage haben wir im Vorjahr die Österreicherinnen gefragt, welche Aspekte in Bezug auf ihre Finanzen im Alter eine Rolle spielen. Praktisch alle Befragten (94 Prozent) sehen ihre finanzielle Unabhängigkeit als enorm wichtig an. Andererseits hat aber erst knapp die Hälfte der Frauen eine private Altersvorsorge abgeschlossen. Hier besteht klarer Handlungsbedarf!

Bei Ihrem Frauenschwerpunkt spielt auch die Gesundheitsvorsorge eine zen­trale Rolle. Welche Erfahrungen machen Sie hier?
Wir wissen, dass Frauen ein anderes Gesundheitsverhalten zeigen als Männer: Sie sind gesundheitsbewusster, gehen an das Thema Gesundheitsvorsorge anders heran. Die Wünsche und Bedürfnisse der Österreicherinnen gehen dabei immer öfter über das Angebot des staatlichen Gesundheitssystems hinaus. Somit setzen immer mehr Frauen auf private Vorsorge, sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich. Als Wiener Städtische haben wir hier ein umfangreiches Serviceportfolio – speziell auch im Onlinebereich – und bieten zahlreiche individuelle Kundenlösung an.

 

Women’s Selection

Vorsorge. Ziel des Wiener Städtischen Frauenschwerpunkts ist es, neben einer verstärkten Bewusstseinsbildung auch konkrete Lösungsansätze – ganz nach Frauen-Bedürfnissen – anzubieten. Dafür steht die Dachmarke „Women’s Selection“, die mit vielen attraktiven, individuellen Angeboten für jede Lebenslage aufwartet – von der Basisabsicherung mit einer prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge für jüngere Frauen über flexible Vorsorgelösungen mit erfolgreichen Fonds bis hin zu umfassenden Zusatzpaketen, etwa der Prämienübernahme durch die Wiener Städtische bei Geburt, Krankheit oder Arbeitsunfähigkeit. Bei der Gesundheitsvorsorge stehen Wahlarzt- und Sonderklasse-Lösungen im Mittelpunkt.