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People | 20.10.2022

Der Öko-Traum

Frischekosmetik steht für den Einklang mit der Natur. Und für gesunden Lifestyle. Visionen, die Ringana-Gründerin Ulla Wannemacher einst zur Pionierarbeit bewegt haben. Die Geschichte einer „Macherin“.

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Als Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger 1996 Ringana gründeten, entwickelten sie natürliche Kosmetik in einem Dachboden-Labor. Mittlerweile ist das steirische Unternehmen der größte Frischekosmetikhersteller weltweit. © Ringana/Felix Werinos

Sie wollte schon vegane Kosmetik, als es das Wort „vegan“ noch gar nicht gab. Beautyprodukte neu denken und die Welt damit zumindest ein Stück weit besser machen – diese Vision kam bei Ulla Wannemacher schon in ihrer Jugend auf und dann, nach der Ausbildung zur Kinderpädagogin, begann die Steirerin sogar mit der Herstellung von Frischekosmetik.

„Im Grunde meines Herzens bin ich die gleiche Frau geblieben wie damals: bodenständig, fleißig, voller Ideen“, vergleicht sich die Ringana-Gründerin und diesjährige STEIRERIN-­AWARD-Gewinnerin in der Kategorie „Die Macherin“ mit ihrem jüngeren Selbst. „Ich brenne wie damals für einen nachhaltigen Lebensstil und dafür, mit anderen gemeinsam etwas zu bewegen.“

 

Es gibt keine Alternative zu Nachhaltigkeit.
Wir müssen unseren ökologischen Fußabdruck
gering halten, um diese Welt für die Generationen
nach uns zu bewahren.

Ulla Wannemacher,
Ringana-Gründerin

 

Lieber Bewegung als Stillstand, diese und die Vorliebe für innovative Projekte haben Ulla Wannemacher und Ringana-Mitgründer Andreas Wilfinger schon zu Schulzeiten zusammengebracht. Kennen- und vielleicht auch schon lieben gelernt haben sich die beiden nämlich bei einem Schulprojekt zum Thema „Verkehrssicherheit“. Was dann folgte, war auf alle Fälle Bewegung. Gemeinsame. Eine Beziehung, zwei Söhne und eine Unternehmensgründung mit Verantwortung, deren enormer Erfolg zunächst nicht absehbar war. Immerhin galt es 1996 mit Frischekosmetik einen Pionierweg zu beschreiten. „Andreas war und ist mein Sparringspartner, und wir sind zusammen eine sehr gute Symbiose aus Kopf- und Bauchmensch. Seine Zielstrebigkeit hat mich immer sehr angespornt.“ Das Resultat, wenn Respekt, Vertrauen, Ehrlichkeit und Humor zusammenkommen und als ideale Ingredienzien für ein neues Business wirken. Fahrt hat die Gründungsidee aufgenommen, als vor über 25 Jahren auch noch der gemeinsame Sohn mit einer Zahnpastatube aus dem Kindergarten nach Hause kam, deren darin enthaltene Inhaltsstoffe den Eltern nicht gefielen. So entwickelten Ulla Wannemacher und Andreas Wilfinger zusammen mit einem Team aus Ganzheitsmediziner:innen und Biochemiker:innen die Ringana-Frischekosmetik. Was einfach klingen mag, war jedoch zu damaligen Zeiten ein noch sehr innovativer Weg, gespickt mit Hürden und eine Zerreißprobe zwischen Kinderbetreuung und Unternehmensgründung. „Kinder großzuziehen und sich parallel beruflich zu engagieren, ist eine große Herausforderung. Ich hatte das Glück, Unterstützung von unserer Familie zu haben“, erinnert sich Wannemacher. „Was ich in dieser Phase gelernt habe, ist, auf die eigenen Ressourcen zu achten und zu lernen, um Unterstützung zu fragen, und sie auch annehmen zu können.“

Damals und heute

Ringana-Frische­kosmetik ist aus dem Wunsch heraus entstanden, Produkte ohne den Zusatz von bedenklichen oder unnötigen Inhaltsstoffen herzustellen, die eine maximale Wirksamkeit haben. Jahr für Jahr wurde das Sortiment erweitert. „Heute stehen wir bei 60 Produkten und zählen auf 600 Mitarbeiter:innen. Wir wollen nun die Expansion von Ringana in Europa und irgendwann auch außerhalb Europas vorantreiben“, hat Ulla Wannemacher noch immer nicht aufgehört, ihren Traum, die Welt nachhaltiger zu gestalten, zu leben.

Inspirationen passieren immer – weil sie mit offenen Augen und einem wachen Geist durch die Welt gehe, wie sie selbst meint. Produktneuheiten wiederum entstehen oftmals aus persönlichen Gründen. So oder so, Ringana-Frischekosmetik setzt auf Wirkstoffe und nicht auf Inhaltsstoffe. Wo herkömmliche Kosmetik mit künstlichen Konservierungsstoffen, Mikroplastik, Mineralölen und mehr arbeiten, greift Ringana auf natürliche Wirkstoffe zurück. Also hochkomplexe Rezepturen mit Pflanzenstoffen, die sich in ihrer Wirkung gegenseitig stärken. „Dabei kommt es immer auch auf die nachhaltige Verpackung, den Versandweg und eine umweltverträgliche Entsorgung an.“ Weil es zu Nachhaltigkeit einfach keine Alternative gibt!