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People | 11.05.2022

#momtoo

Arbeitende Mütter zeigen via Social Media auf, wie sie Familie und Karriere unter einen Hut bringen – und inspirieren so andere Mamas. Wie Momfluencerin und Unternehmerin Verena Robier.

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© pure-photography by Cornelia Eberl

Mit der Bewegung #momtoo zeigen arbeitende Mütter auf Social Media vermehrt auf, mit welchen Nachteilen sie noch immer zu kämpfen haben. Es ist der Spagat zwischen Karriere und Familie, der nach wie vor viel abverlangt und nur mit perfekter Alltagsplanung gelingt  – bestenfalls zusammen mit dem Partner. Wie das mit zwei Kindern klappt, zeigt auch die Steirerin Verena Robier. Auf Instagram gibt sie Einblicke in das Leben als Zweifachmama, Fitness-Trainerin, Beauty-Expertin sowie Coach für andere Powerfrauen und inspiriert damit viele Jungmamas.

 

STEIRERIN: Deine Instagram-Welt dreht sich um das Thema Familie, Beauty und Fitness?
Verena Robier: Neben vielen Mama--Tipps versuche ich außerdem durch Tipps und Tricks rund um die Themen Hautpflege und Fitness-Mehrwert zu bieten, sodass sich der eine oder andere auch inspirieren lässt. Instagram ist aus meiner Sicht für jede Unternehmerin ein Muss, denn wir verlieren nie gegen die Konkurrenz, sondern nur gegen die eigene Unsichtbarkeit.

Du konntest mit deinem Instagram-Account @verenaidarobier bereits 15,9 Tsd. Follower generieren. Wie schafft man das als berufstätige Mama?
Dahinter steckt viel Einsatz – seit 2018 ist kaum ein Tag vergangen, an dem ich online nicht mit vielen Einblicken in den ganz normalen Working-Mom-Alltag präsent gewesen bin. Das bedeutet tägliche Postings, Storys, Lives und vor allem Interaktion. Instagram ist nämlich keine Bühne, sondern eine Community. Mit Reels hat man aktuell die größten Wachstumschancen und sie bieten eine Möglichkeit, sich selbst nicht zu ernst zu nehmen und manche Situationen mit Humor auf den Punkt zu bringen.

Wie sieht dein Alltag als berufstätige Mama aus?
Einerseits bin ich als Master-Trainerin im Group-Fitness-Bereich aktiv, andererseits gemeinsam mit meinem Mann im Kosmetik-Vertrieb und Network--Marketing tätig. Wir haben zwei Kinder mit 3,5 Jahren und 4,5 Monaten. Ich würde lügen, wenn ich sage, dass alles einfach ist. Es war für mich wirklich schwer, den Spagat zu schaffen, und ich hatte oft Schuldgefühle. Es hat gedauert, bis ich meinen Weg als Mama und Unternehmerin gefunden habe und aufgehört habe, allen anderen gerecht werden zu wollen. Inzwischen hilft mir, dass meine Prioritäten ganz klar gesteckt sind. Das bedeutet, dass alles gut organisiert sein muss, und eine gute Kommunikation und wöchentliche Planung mit meinem Mann Hannes.

Und was gibt dir für diesen täglichen Spagat Kraft?
Tatsächlich tanke ich ganz viel Kraft durch meine Arbeit, weil ich beruflich das tun darf, was ich liebe und was mich erfüllt. Aber auch kleine Rituale, die mich erden: die Zeit im Badezimmer, wenn ich mich fertig mache und nebenbei Hörbücher anhöre. Oder meine Morgenroutine: Dabei schreibe ich drei Dinge auf, für die ich dankbar bin, und mache die Wim-Hoff-Atemmeditation.

 

Auf Instagram gibt Verena Robier Einblicke in das Leben als Zweifachmama,
Fitness-Trainerin, Beauty-Expertin sowie Coach für andere Powerfrauen.

 

Die Bewegung #momtoo zeigt auf, mit welchen Nachteilen arbeitende Mütter zu kämpfen haben. Welche typischen Herausforderungen bewältigst du?
Ich denke, wir Mamas sind immer in einem Spagat und ich kenn es von mir: Am liebsten möchte ich überall 110 Prozent geben. Selbst wenn man dem allen gerecht werden würde, wäre man am Ende des Tages einfach erledigt und leer. Die größte Herausforderung als arbeitende Mama ist für mich noch immer die Flexibilität.

Wie perfekt ist die Welt von Insta-Moms wirklich?
Bei mir ist gar nichts perfekt! Wenn ich mich darauf konzentrieren würde, was alles schiefläuft, hätte ich wohl nicht mehr viel zu lachen. Ich versuch, mich selbst nicht zu ernst zu nehmen und Höhen wie Tiefen des ganz normalen Wahnsinns einer berufstätigen Mama zu zeigen.

Wie viel „Fake“ ist bei einem Family-Business-Feed okay?
Ich folge Menschen, die mich inspirieren, aber die sich echt anfühlen und authentisch sind. Von diesen Menschen hole ich mir auch gerne Tipps oder Empfehlungen. Und das Gleiche versuche ich auch auf meinem Kanal wiederzugeben. Wir wissen doch alle, dass es bei niemandem immer glattläuft, oder?

Wie definierst du die moderne Mama?
Sie macht, was sich für sie richtig anfühlt, und entschuldigt sich nicht dafür, wenn das nicht jedem gefällt. Denn wir werden nie allen gefallen! Egal ob daheim als Vollzeitmama, Vollzeitberufstätige oder irgendwo dazwischen: Ich denke, die moderne Mutter geht ihren eigenen Weg. Für mich persönlich bedeutet es auch, meinen Kindern ein Vorbild zu sein und ihnen vorzuleben, dass es mit Einsatz, den richtigen Werten und einer positiven Einstellung so gut wie keine Limits für sie geben wird im Hinblick auf ihre Entfaltungsmöglichkeiten.

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... Social Media – Momfluencerin Verena Robier zeigt
anderen Müttern, wie das geht.

Fotos © Markus Mansi, pure-photography by Cornelia Eberl, privat