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People | 02.02.2022

Vom Sinnfluencen

In ihrem Buch „Alleine“ gibt Nina Jokesch Einblicke in ihr emotionales Coronajahr und fordert dazu auf, sich selbst an erste Stelle zu stellen.

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© Thomas Luef

Die Krise hat unser aller Leben auf den Kopf gestellt. Neben gesundheitlichen und finanziellen Sorgen spüren wir auch die Auswirkungen der Isolation auf unser seelisches Wohlbefinden. Nina Jokesch sind diese Sorgen nicht fremd. In ihrem Buch „Alleine“ beschreibt sie ihren ganz persönlichen Weg durch 2020. In intimen Tagebucheinträgen bekommen LeserInnen einen Einblick in die Gefühlswelt der 30-Jährigen und dadurch vermittelt, was uns in dieser Zeit so oft gefehlt hat: dass wir nicht alleine sind.

 

STEIRERIN: Wie war die erste Corona-Welle für dich?

Nina Jokesch: Eine Woche vor dem ersten Lockdown habe ich meinen sicheren Job gekündigt, um mich in die Selbstständigkeit zu wagen. Da kommt Verzweiflung – was, wenn man Pech hat und jetzt keine Kunden findet? Einen Tag bevor Österreich die Grenzen schloss, bin ich zu meinem Freund nach Deutschland geflogen. Um die ganzen Fragen in mir nicht zu Überdenken, habe ich aufgeschrieben, wie es mir geht.

 

Worum geht es in „Alleine“?

Ich bin immer als lebensfrohe, optimistische Person wahrgenommen worden. Am Anfang der Krise fand ich mich in einem Loch. Aber ich habe sehr viel aus dieser Zeit mitgenommen. Mit meinem Buch will ich zeigen, dass alle mal schwierige Tage haben. Im Buch geht es um die ersten 2,5 Monate der Krise, wie ich sie erlebt habe, sich meine Situation zugespitzt hat – und am Ende um Lichtblicke.

 

Was ist dein großes Learning aus der Zeit?

Ich habe erst versucht, Antworten bei anderen zu finden. Am Ende habe ich verstanden, dass ich sie bei mir selbst suchen muss. Ich glaube wirklich, dass das Universum Gutes für uns bereithält, man muss nur offen dafür sein. Ich habe auch immer die richtige Person mit den richtigen Worten im richtigen Moment getroffen, die mich aufrüttelten. Das Leben gibt einem die Stütze – dann, wenn man sie braucht.

 

Du nennst dich „Sinnfluencerin“.

Ich nutze Instagram, um Botschaften zu teilen, die auffordern, Dinge mit positivem Blick zu betrachten. Es ist schön, Erfolge mit anderen zu teilen, aber ich möchte auch zeigen, dass hinter all diesen Profilen noch ein Mensch steckt. Mir ist es wichtig, Mehrwert zu geben – daher finde ich das Wort „sinnfluencen“ so schön. Ich möchte berühren, bewegen, motivieren, verändern. Weil ich der Meinung bin, wenn wir uns mehr auf uns selbst konzentrieren, uns selbst lieben, kann die Welt positiver werden und das Leben wieder Spaß machen.

 

Etwas, das du unseren LeserInnen mitgeben möchtest?

Alles beginnt beim Ich. Du hast die Hand über dein Leben. Fang an, dich zu lieben, dann kannst du auch andere besser lieben. Nimm dir 30 Minuten am Tag, an denen du nur für dich bist – in Stille, mit entspannender Musik, nur mit deinen Gedanken und dir.


"Alleine"
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Die gebürtige Grazerin verkauft ihr Buch und das „Happy Monday Motivationsglas“ selbstständig über www.alleine-von-ninajokesch.com

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Die gebürtige Grazerin verkauft ihr Buch und das „Happy Monday Motivationsglas“ selbstständig über www.alleine-von-ninajokesch.com