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People | 31.01.2022

Chancengeberinnen

Sindbad Graz unterstützt Jugendliche im 1:1-Mentoring bei der Berufsfindung. Im Gespräch mit dem neuen Vorstand über den Wert persönlicher Beziehungen.

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© Thomas Luef

Der Startschuss der 5. Staffel des Mentoring-Programms von Sindbad Graz ist im November gefallen – zum ersten Mal offline seit Beginn der Pandemie. Das macht einen Unterschied, ist sich der neue Vorstand einig.

 

Sindbad Graz
Bei Sindbad werden Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten miteinander in Verbindung gebracht, um gemeinsam Chancen zu ergreifen. Jugendlichen im letzten Pflichtschuljahr werden persönliche MentorInnen zur Seite gestellt, die sie dabei unterstützen, ihre Zukunft zu planen. Im Kern steht der Glaube, dass zwischenmenschliche Beziehungen die Kraft haben, einen gesellschaftlichen Unterschied zu machen. So lernen Mentees im 2er-Team, auf ihre Intuition zu vertrauen, und MentorInnen, andere Lebenswelten zu verstehen. Unabhängig des sozioökonomischen Hintergrundes sollen junge Menschen die Möglichkeit haben, ihre Talente zu entdecken.

 

Powerfrauen
Barbara Krainer, Gabriela Javornik und Julia Unterberger (v. l.) bilden den neuen Vorstand von Sindbad Graz. In der 5. Staffel sind 60 Teams in die 1:1-Mentoring-Beziehung gestartet. Neben Unterstützung in der Berufswahl suchen die Jugendlichen nun vor allem nach Bezugspersonen. „Es ist schön zu hören, dass so etwas Einfaches so viel geben kann“, sagt Javornik. Viele der 13- bis 19-Jährigen rund um den Pflichtschulabschluss seien durch die Pandemie stark auf Zuhause fokussiert – es ist eine Herausforderung, wieder aus sich rauszukommen. „Die letzten Staffeln haben gezeigt, dass es online funktioniert. Aber Präsenz ist unserer Erfahrung nach für den Beziehungsaufbau sehr wichtig“, so Unterberger.

 

Große Ziele
Neben der Hoffnung auf eine Mentoring-Staffel in Präsenz möchte sich das Team zunehmend stärker etablieren. Sindbad Graz kann bereits auf ein starkes Netzwerk an Fördergebern wie die Steiermärkische Sparkasse, das Land Steiermark, die Stadt Graz und die Manile Privatstiftung zählen. Zur langfristigen Sicherstellung des Programms werden laufend neue Kooperationen gesucht. Besonders stolz ist der Verein auch auf die gute Zusammenarbeit mit dem Jugendcoaching. Trotz des Fokus von Sindbad auf sozioökonomisch benachteiligte Jugendliche steht das Mentoring allen offen, so Krainer: „Es hilft, mit einer Person zu reden, die nicht aus dem engsten Netzwerk stammt.“

 

MentorIn werden
 Am 1. April startet die nächste Mentoring-Staffel. Freiwillige und Jugendliche können sich bereits online bewerben. Von der Mentoring-Beziehung zu zweit profitieren auch Sindbad-MentorInnen: Der Einblick in eine andere Lebenswelt, die Möglichkeit, die eigene Komfortzone zu verlassen und sich ins Unbekannte zu stürzen, entwickelt Führungskompetenzen und Persönlichkeit. Die einzige Anforderung: MentorInnen sollen zwischen 20 und 35 Jahre alt sein, um möglichst nah an der Generation der Mentees zu sein. Und natürlich viel Engagement und Zeit mitbringen, um sich in die andere Lebenswelt einzufühlen.

www.sindbad.co.at/standorte/graz