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People | 04.01.2022

„Klimaschonendes Wohnen wird immer wichtiger“

Julia Babler, Elke Boever und Andrea Laschober verhelfen Wohnungssuchenden „zum Glück“ – und wissen bestens über die aktuellen Trends am Wohnungsmarkt Bescheid.

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© BauConsult Group

Wissen über Wohntrends Bescheid: Das Team von „ZumGlück“, einer exklusiven Vertriebsmarke der BauConsult Group: Julia Babler, Andrea Laschober und Elke Boever (v. l.), www.zumglueck.co.at


STEIRERIN: In der Pandemie hat Wohnen einen völlig neuen Stellenwert erfahren – plötzlich waren wir stärker von unseren vier Wänden abhängig, als es uns lieb war. Wie haben sich diese Lockdown-Erfahrungen auf unsere Ansprüche an das Wohnen ausgewirkt?

Julia Babler: Es gab eine Trendumkehr. Vor der Pandemie war kompaktes, kleines Wohnen auf wenigen Quadratmetern sehr gefragt, inzwischen hat sich das stark gewandelt. Jetzt steht der Wunsch nach mehr Freiraum im Mittelpunkt. Wenn man 24 Stunden am Tag zu Hause verbringt, kommt man eben drauf, dass man schön wohnen möchte. Und unter dem Eindruck des Homeoffice braucht es jetzt auch Räume, in die man sich in Ruhe zur Arbeit zurückziehen kann. Das führt dazu, dass in neuen Gebäudekomplexen auch Shared Offices entstehen, Arbeitsräume, die man mit anderen Bewohnern teilen kann.

Elke Boever: Bei den jüngeren Interessenten fällt zudem auf, dass sie gezielt nach dem ökologischen Fußabdruck fragen. Klimaschonendes Wohnen ist dieser Generation sehr wichtig, sie will wissen, woher die Energie kommt, die im Haus verbraucht wird. Da kann man punkten, wenn man Wohnungen mit Photovoltaik am Dach und Wärmepumpen für die Heizung anbietet.

 

Auch Mobilität ist ein wichtiges Thema beim Klimaschutz, wie geht man damit in der Entwicklung von Wohnraum um?

Andrea Laschober: Indem man Elektroautos und Elektroräder zum Ausborgen anbietet, Ladestationen einplant und eine Fahrradwerkstatt einrichtet – das alles gibt es zum Beispiel in der Smart City Graz, für die ein umfassendes Mobilitätskonzept erdacht wurde. Dabei geht es auch um die Stellplätze für Autos, die mehrfach genutzt werden können: über die Nacht von den Bewohnern, tagsüber von der Allgemeinheit. Erstkäufer in der Smart City erhalten sogar eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel.

 

Wie unterscheidet sich das Wohnen in einer „Smart City“ vom bisher gewohnten?

Laschober: Die Smart City ist eine energieeffiziente, ressourcenschonende und emissionsarme Stadt, die moderne Energietechnologien nutzt. Sie ist von Anfang an durchdacht und bietet dementsprechende Nahversorgung und Infrastruktur. Das geht bis zur Auswahl von Unternehmen und Dienstleistern, die sich im Umfeld ansiedeln, um die Smart City so lebenswert wie möglich zu machen.

Babler: Das „Smarte“ an dem Konzept liegt auch in der Digitalisierung: Zum einen wird Wert darauf gelegt, in allen Wohnungen eine alltags- und arbeitstaugliche Internetverbindung zu haben. Außerdem lassen sich Schäden an die Hausverwaltung via App melden oder die Waschmaschine im Wasch-raum online buchen – es sind viele kleine Vereinfachungen, die digitale Technologien im Wohnbereich ermöglichen.

 

Sie bieten in der Grazer Smart City das einzige Objekt an, in dem Wohnungen zum Verkauf stehen und nicht zur Miete. Wann werden die ersten Bewohner einziehen können?

Boever: Die Wohnungen befinden sich gerade im Bau, das Ergeschoß steht schon. Wir rechnen damit, dass die Arbeiten im Sommer 2023 abgeschlossen sind und die Wohnungen bezugsfertig sind. Zusätzlich zu diesen 69 Eigentumswohnungen bieten wir weitere 300 Wohneinheiten in Miete an. Wir erwarten eine gute Nachfrage.


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© BauConsult Group

Smart City

Das Konzept der „Smart City“ beschreibt eine energieeffiziente, ressourcenschonende und emissionsarme Stadt höchster Lebensqualität. Die Lebenswelten Wohnen, Arbeiten und Freizeit werden nicht mehr als getrennt betrachtet, sondern bilden eine Einheit. Öffentliche Parks und Plätze ergänzen das Konzept, das Wohnen mit höchster Qualität in den Fokus stellt.