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People | 22.06.2021

Video als Sehnsuchtsort

Mit ihrer gefühlvollen Handschrift fängt Pix besondere Momente audiovisuell für die Ewigkeit ein.

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Helena „Pix“ Frankl. © Thomas Luef

Als Multimedia-Content-Creator mit einer Affinität zu Video und Film ist die Grazerin Helena Frankl zum Spitznamen „Pix“ gekommen. Wo das soziale Leben im letzten Jahr komplett über den Haufen geworfen wurde, hat sich unsere Kommunikation untereinander stark gewandelt. Für Pix ist hier besonders das Medium Bewegtbild zum „Sprungbrett in die Sehnsucht“ geworden, denn es widerspiegelt unser Hinträumen in eine hoffnungsvolle Zukunft. Im Gespräch erzählt uns Pix, wie Videos unsere Emotionen wecken.

STEIRERIN: Wie hat sich dein Weg zum Film ergeben?
Helena „Pix“ Frankl: Ich habe relativ früh viele kreative Eindrücke bekommen: Papa ist Hobbyfotograf, Omi im Künstlerbund, Mama als Kindergärtnerin immer am Basteln. Ich selbst habe früh zum Zeichnen angefangen und versucht, Bewegung im Bild festzuhalten. Was ich vermitteln wollte, hat aber in 2D nicht so richtig funktioniert. Das Medium Film hat mich dann sehr begeistert: Hier kann ich visuelle Gefühle harmonisch umsetzen und verspielt und detailgetreu anderen mein Innerstes offenbaren.

Welche Gefühle möchtest du zeigen?
Als Kinder haben mein Bruder und ich mal ein Labyrinth in einem Maisfeld gebaut. Der Bauer hat uns gehasst, Mama hat geschimpft. Ich aber erinnere mich an das Rauschen des Mais im Wind, das Gefühl der Erde unter meinen Fußsohlen, das Lachen meines Bruders. Ich möchte ein Kino der Empfindungen schaffen, das Kindheitserinnerungen wieder aufleben und neu fühlen lässt. Wenn man es als ZuschauerIn praktisch spürt, wie die Maisblätter das Gesicht streifen – das sind die Eindrücke, die ich geben, und die Gefühle, die ich wecken möchte.

Du willst Menschen Dinge aus deinen Augen zeigen.
Ich sehe die Welt in ganz vielen Farben, mit Rhythmus und Ästhetik. Alles, was ich als schön empfinde, möchte ich genau so weitergeben – das Leben, so wie ich es sehe. Ich kann mich über unglaublich viele Dinge freuen – auch die Freude an der Freude. Das versuche ich in ganz vielen Bildern und Farben audiovisuell zu zeichnen.

Wie erkennt man deinen besonderen Stil?
Das ist ganz individuell und schwer zu beschreiben. Ich mache keine reinen Dokumentationen, sondern gebe Projekten eine Seele. Man soll nicht nur wegen der schönen Bilder und der passenden Musik hängen bleiben, sondern auch, weil das Projekt einen berührt und abholt und man hinterher mehr dieser Perspektive versteht.

Wer sollte mit dir arbeiten?
Alle, die ein Herzensprojekt haben, verstanden werden wollen und ihren Kunden zeigen möchten, was sie ausmacht. Ich bin selbst ein gefühlsbetonter und liebevoller Mensch und möchte mit meinen Kunden auch Projekte umsetzen, die man spürt.

Auf Social Media werden wir überschwemmt mit Videos. Wie sticht man noch hervor?
Da geht es um die Einzigartigkeit des Storytellings. Wenn eine Firma mit den Trends gehen möchte – etwa die, die wir auf Tiktok sehen –, muss sie trotzdem aufpassen, dass sie ihre Identität und Werte bewahrt und durch ihre Einzigartigkeit heraussticht. Kreativität ist das wichtigste Gut, das hat sich in meinen bisherigen Erfahrungen herauskristallisiert. Wie Einstein sagte: „Kreativität ist Intelligenz, die Spaß hat.“

Hast du Vorbilder?
In der Branche eher weniger. Meine persönliche Lebensphilosophie: Nur weil ich zu jemandem aufsehe, heißt das nicht, dass ich wie diese Person sein will. Ich will meinen eigenen Weg finden. Das ist ja das Fantastische, dass man sich aus allen Ecken und Winkeln Inspiration holen kann. Aber im Endeffekt liegt es an einem selbst, was man daraus macht. 

 

Zur Person:

Helena „Pix“ Frankl, geboren im November 1996, hat in Graz-Andritz die Matura in Multimedia und Film absolviert. Seit knapp vier Jahren arbeitet sie bei MMMMR, wo sie auch die Ausbildung zur Mediatechnikerin abgeschlossen hat. Mit ihrer privaten Marke Kamehra filmt und veröffentlicht sie Projekte aus der Sprayscene. Als Content-Creator versucht sie, Menschen ihre Sicht auf die Welt videografisch weiterzugeben.