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People | 15.04.2021

Perspektiven-Wechsel

Radio-Gesicht? Von wegen! Philipp Hansa macht auch im TV eine gute Figur. Der sympathische Grazer über seine neue Rolle bei Starmania, Geheimplatzerl, Vorbilder und was ,Nackate‘ damit zu tun haben.

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© Thomas Kamenar

STEIRERIN: Hand aufs Herz, wie sieht es eigentlich mit deinen Gesangskünsten aus? Bist du ein Star-Tenor oder doch eher der Unter-der-Dusche-Sänger?
Philipp Hansa: Meine Gesangskünste sind das grobe Pendant zum Ibiza--U‑Ausschuss. Dort will niemand singen, ich kann einfach nicht singen.

Damals warst du ja noch Teenager – aber hast du schon die „alten“ Star-mania-Staffeln mitverfolgt?
Ich habe ja immer schon gesagt: Diese Christina Stürmer, aus der wird was. Nein, ernsthaft, diese Show war damals etwas völlig Neues. Hast du nicht Starmania geschaut, konntest du nicht mitreden. Ähnlich wie Taxi Orange.

Was hast du dir gedacht, als man dich gefragt hat, für Starmania 2021 als Kommentator tätig zu sein?
Diese Rolle war deswegen so interessant, weil sie völlig neu ist. Den Kommentator hat es bei Starmania noch nie gegeben. Unter uns, ich hatte bis zur ersten Liveshow ja auch keine Ahnung, was das jetzt wird. Aber ohne Ziel geht’s sich manchmal unbeschwerter. Nicht zu viel nachdenken. Am Ende des Tages ist es eine Unterhaltungsshow.

Arbeiten für Radio und TV – besteht da arbeitstechnisch ein großer Unterschied?
Radio ist schneller und unmittelbarer. Anders ausgedrückt: Wer auch immer diese Zeilen gerade liest: Wir zwei könnten heute noch eine Radioshow gestalten. Wir bräuchten ein Studio – ich habe diesbezüglich ganz gute Kontakte zu Ö3 –, eine Geschichte und los geht’s. Fernsehen ist mit deutlich mehr Aufwand verbunden. Ton, Kamera, Regisseur, Licht und Co. Hat natürlich auch was, im Radio muss ich ja in den seltensten Fällen mein Gesicht kon-trollieren. Aber dass man beim Radio Menschen nur über einen Sinn erreicht, ist schon brutal aufregend und meine Leidenschaft.

Hast du Vorbilder?
Ivica Vastic war lange mein sportliches Vorbild, als ich noch beim Grazer Sportklub gespielt habe. Ich habe mir als Jugendlicher sogar mal wegen eines Ivo-Vastic-Interviews den „Rennbahn Express“ gekauft. Blöd nur, dass mittendrin auch ein paar „Nackate“ waren. Meine Mutter hat mir die Zeitschrift dann verboten. Ivo durfte ich aber behalten.

 

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© Marko Mestrovic

Was war dein peinlichster Versprecher bisher?
„Jetzt bei mir: Heinz aus HeiligenBRUNZ“ – statt Heiligenbrunn. Oder auch eine interessante Variante zu Ostern: „Im Supermarkt gibt es schon die ersten ‚Schoko--Höschen‘“ – statt Häschen. Ich wollte natürlich nicht meine erotischen Vorlieben ausplaudern.

Wärst du nicht Radio-Moderator, wärst du heute …
… ein Kicker bei einem Abstiegskandidaten in der Landesliga mit zwei gerissenen Kreuzbändern. Oder Ahnenforscher und Schriftsteller.

In einem Interview sagtest du einmal, du seist selbst dein schärfster Kritiker. Worin wärst du gerne noch besser?
Monopoly in der Österreich-Edition: Wien bringt nix, Salzburg ist super, die Bahnhöfe musst kaufen, Graz brauchst und auf Klagenfurt kommst nie. Und wenn doch, wird’s richtig teuer.

Wie oft bist du aktuell noch in der Steiermark?
Leider aktuell nur einmal im Monat. Das muss sich ändern. Ich will mal wieder zwei Wochen in Stainz oder irgendwo in der Weststeiermark verbringen. Wenn ich in der Steiermark bin, am ehesten bei meinem Vater in Graz.

Hast du ein Lieblingsplatzerl in der Steiermark?
Es gibt einen See in der Nähe von Murau, wo man keinen Handyempfang oder Internet hat. Fliegenfischen und that’s it. Nicht mal gegen die richtigen 6 Zahlen im Lotto würde ich jedoch den Namen preisgeben. Das Internet hat diesen Ort noch nicht gefunden, und das ist auch gut so.

Gemeinsam mit Gabi Hiller und Paul Pizzera hast du den Podcast „Hawi D’Ehre“. Was erwartet eure Hörer?
Da habe ich eine Kurzbeschreibung für meine Homepage geschrieben, die treffender nicht sein könnte: „Hawi D’Ehre ist Gehirnlüften für Fortgeschrittene. Das tut manchmal. Einfach. Richtig. Gut. Warum? Nach einer langen Woche sich mit zwei so guten Freunden übers Leben zu unterhalten, kann Sorgen wegradieren, Horizonte erweitern und Lachmuskeln verkatern. Also gerne bei nächster Gelegenheit ein Bier aufmachen und dazusetzen.“

Du bist ein großer Reise-Fan. Wohin geht der erste Trip, wenn Reisen wieder uneingeschränkt möglich sind?
Nach England, zu einem Spiel von Arsenal London. Und wenn’s weiter weg auch wieder möglich ist: Neuseeland. Oder einfach nur zu diesem geheimen See in der Steiermark.