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People | 29.04.2018

Sachen zum Lachen

Next-Liberty-Intendant Michael Schilhan über eine erfolgreiche Spielzeit, das neue Stück „Die Tanten“, Humor und was ihn herzhaft zum Lachen bringt.

Mit „Die Tanten“ feiert am 17. Mai das letzte Stück dieser Spielzeit Premiere. Welche Bilanz ziehen Sie zur aktuellen Saison?

Michael Schilhan: Es ist auf allen Ebenen eine sehr erfolgreiche Saison, nicht nur in Bezug auf die abwechslungsreichen Produktionen – mit vielen Ur- und Erstaufführungen –, die sehr positiv aufgenommen wurden, sondern auch auf den enormen Zuspruch des Publikums: Wir werden heuer an die 70.000 Zuschauer erreichen. Besonders freuen wir uns über zahlreiche bedeutende Festival- und Gastspieleinladungen in Österreich, Südtirol, der Schweiz und Deutschland. Wir konnten heuer gar nicht mehr alle Gastspielanfragen bewältigen. Aber nicht nur unsere Stücke, sondern auch unsere Werbe-linie macht von sich reden: Das Spielzeitheft der Saison 2016/17 gewann den „Green Panther“ in Gold und den bundesweiten „Austriacus“ für herausragendes und innovatives Design.

Was erwartet die Zuschauer bei „Die Tanten“?

Diese Komödie erzählt von einem skurrilen, unwahrscheinlich komischen Familientreffen in einem ehemaligen Fischrestaurant, bei dem der 12-jährige Joris, der seine Eltern verloren glaubt, plötzlich mit drei nie zuvor gesehenen Tanten konfrontiert wird, die es auf sein Erbe abgesehen haben. Es ist eine Komödie für Zuschauer ab zehn Jahren. Das heißt auch für Erwachsene. Also, wenn Sie Stücke wie „Charleys Tante“ oder „Manche mögen’s heiß“ mögen, sind Sie bei uns richtig.


Im Allgemeinen, was braucht es für eine gute Komödie?

Frei nach Billy Wilder: 1. Das Buch, 2. Das Buch, 3. Das Buch. Dazu würde ich noch ergänzen: gute Schauspieler!

Warum ist es oft schwierig, gute Komödien zu machen?

Für das Publikum wird es schwierig, wenn ein/e -RegisseurIn in einer Komödie die reine Tragödie sieht, das Ergebnis aber als Komödie verkauft – wenn man keine Lust hat zu begeistern, dann kommt nichts Wesentliches dabei heraus. Es ist sicherlich auch eine Sache des eigenen Humors, den man zur Probe mitbringt. Es ist wie beim Erzählen eines Witzes: Ein Witz funktioniert nur, wenn er in einem gewissen Tempo erzählt wird.

Gibt es einen Unterschied zwischen Komödien für Kinder und für Erwachsene?

In der Machart nicht zwingend. Komödien spiegeln – wie jedes Theaterstück – unser Dasein und die Tücken des Lebens wider. Darum funktionieren in Komödien auch die Themen, die uns Erwachsene betreffen, bei Kindern sehr gut: weil Kinder Erwachsene sehr genau beobachten.


Worüber können Sie herzhaft lachen?

Herzhaft lachen kann ich über aufgeklärte Missverständnisse – und auch über mich selbst.

Und wann vergeht Ihnen das Lachen?

Das Lachen vergeht mir, wenn jemand sich über andere Personen auf herabwürdigende Weise lustig macht.

 

Welche Highlights sind für die nahe Zukunft geplant?

Ich freue mich riesig, in der kommenden Saison das neue Familienmusical „Wie William Shakespeare wurde“ in der Grazer Oper zu inszenieren, das vom Leben des 13-jährigen Shakespeare erzählt, von seiner ersten große Liebe, der Leidenschaft zum Theater und seinem Traum, ein weltberühmter Dichter zu werden. Liebhaber von Shakespeares Poesie und Irish Folk Music, Verliebte und Nicht-Verliebte können die Uraufführung ab 18. November in der Grazer Oper erleben.

 

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