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Lifestyle | 01.08.2022 Entgeltliche Einschaltung

Zwischen Deko und Rauschmittel – Cannabis für die Fensterbank

Obwohl der Konsum von THC-haltigem Cannabis verboten ist, darf man Hanfpflanzen zu Hause anbauen – wieso das so ist und was man dabei beachten musst, erklärt dieser Artikel.

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© pexels / Alesia Kozik

Marihuana gilt als beliebteste Einstiegsdroge – meist wird das Kraut in einem Joint oder in einer sogenannten Bong konsumiert. Auch wenn das Kiffen vor allem unter Jugendlichen als hip gilt, ist der Konsum von THC in Österreich verboten. Man kann Cannabis mit THC-Gehalt also nicht legal erwerben oder konsumieren. Dennoch bauen immer mehr Menschen Cannabis zu Hause an – wieso das so ist und warum man damit nicht einmal gegen geltendes Recht verstößt, erklärt dieser Artikel.

Anbau von Cannabis kann legal sein

Die österreichische Gesetzgebung verfolgt in Sachen Cannabis einen anderen Ansatz als etwa die deutsche Regierung. Hierzulande betrachtet man Cannabis zunächst als Pflanze, erst im zweiten Schritt als Rauschmittel. Dadurch ergibt sich ein Gesetz, das auf den ersten Blick ziemlich paradox wirkt. Beschäftigt man sich genauer mit diesem Gesetz und mit dem Cannabis-Anbau, wird aber eines schnell klar: Wer Cannabis auf der Fensterbank oder im Garten stehen hat, verstößt nicht unbedingt gegen geltendes Recht – wenn man sich an die Spielregeln hält.

 

Unter diesen Voraussetzungen darf man Cannabis selbst anbauen

Die Cannabispflanze ist eine besondere Pflanze. Neben dem bekannten Wirkstoff THC produziert sie den Wirkstoff CBD, den man auch Cannabidiol nennt. Bei diesen beiden Wirkstoffen handelt es sich um Cannabinoide der Hanfpflanze, die bisher am intensivsten erforscht wurden. Doch die Hanfpflanze bringt über hundert Cannabinoide hervor. Aufgrund ihrer vielseitigen Anwendungsbereiche ist sie weltweit bekannt. In Europa hat sie sich ihren Namen überwiegend als THC-Produzentin gemacht.

Aber nicht jede Cannabispflanze bringt berauschendes THC hervor. Anbieter wie Zamnesia verkaufen ebenfalls Hanfsorten mit geringem THC-Anteil, die sich ideal für den Anbau zu Hause eignen. Hier mehr Informationen dazu.

Dass die Pflanzen kein THC hervorbringen, ist die Hauptvoraussetzung für den legalen Anbau. Weil die THC-Konzentration in Cannabisblüten am höchsten ist, müssen Hobbygärtner außerdem die Blüte verhindern. Wer THC-arme Sorten anpflanzt und den Blütenstand verhindert, darf Haus und Garten also nach Belieben mit der schönen Hanfpflanze aufwerten.

 

Cannabisblüten verhindern – so geht’s

Möchte man Cannabis selbst anbauen, sollte man sichergehen, nicht gegen die Bestimmungen zu verstoßen. Dies setzt voraus, dass man sich ausgiebig mit der Hanfpflanze, ihrem Lebenszyklus und ihrem Biorhythmus auseinandersetzt: Die Cannabispflanze orientiert sich in ihrem Biorhythmus nach Sonnenstunden. Abhängig von der Dauer der Sonneneinstrahlung erkennt sie, wann es an der Zeit ist, Blüten auszubilden.

Es gilt also, das Pflänzchen zu verwirren, indem man für eine fast durchgehende Bestrahlung sorgt. Dazu eignen sich spezielle Pflanzenlampen, mit welchen man den Hanf mindestens 18 Stunden pro Tag bestrahlt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollte man überdies Cannabissorten auswählen, die ohnehin nur sehr eingeschränkt blühen. Wer dennoch Blütenansätze feststellt, sollte die entsprechenden Triebe umgehend zuschneiden und entsorgen.

 

Hanfpflanze ernten – erlaubt oder nicht?

In Österreich liegt der Schwellenwert für die THC-Konzentration bei 0,3 %. Bei den frei verkäuflichen Sorten würde dieser nur in den Blüten überschritten werden. Das bedeutet, solange die Blüte verhindert wird, dürfen alle anderen Pflanzenbestandteile geerntet und weiterverarbeitet werden.

Aus den Blättern der Hanfpflanze kann man z. B. einen leckeren Tee zubereiten. Auch die Weiterverarbeitung zu Gesichtsmasken oder DIY-Pflegecremes ist denkbar. Die Hanfpflanze besitzt mögliche positive Eigenschaften. Außerdem verströmt sie einen einzigartigen, würzigen Duft.

 

Auch CBD-Produkte sind legal

Vielen Verbrauchern ist es zu heikel, Cannabis selbst anzubauen – in der Regel aus Angst, etwas falsch zu machen und gegen das Suchtmittelgesetz zu verstoßen. Doch auch ohne eigene Pflanzen ist es möglich, Cannabisprodukte zu konsumieren. CBD-Öle und -Salben sowie weitere mit CBD angereicherte Produkte sind hierzulande ebenfalls legal, sofern ihr THC-Gehalt unter 0,3 % liegt.

 

Weitere legale Cannabisprodukte

Cannabissamen haben es in sich. Sie gelten als Superfood, weil sie zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe enthalten. So sollen sie den Stoffwechsel ankurbeln, die Konzentrationsfähigkeit verbessern und das Immunsystem boosten. Wer selbst anbaut, muss aber den Blütenstand verhindern und wird deshalb keine eigenen Samen ernten können.

Das ist aber kein Problem, denn Hanfsamen sind im Handel erhältlich und runden so die Ernährung auf legale und natürliche Weise ab. Auch Salben mit Hanfanteil sowie leckere Tees darf man in Österreich kaufen.