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Lifestyle | 06.07.2022

Die Wirkung von CBD im Überblick

Der ganzheitliche Gesundheitseffekt durch CBD erklärt sich durch die Interaktion mit dem ECS. Das ECS ist das größte Bionetzwerk des Körpers.

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© Unsplash

CBD und sein Nutzen für die Gesundheit

Lange Zeit wurde die Hanfpflanze aus dem gesellschaftlichen Diskurs verdrängt. Medizinern war es sogar verboten, sie zu erforschen. Zum Glück beginnt die Politik damit, diesen einseitigen Verdammungsansatz zu verlassen. Dieser Paradigmenwechsel war notwendig, da zum einen Cannabis nicht nur aus dem psychoaktiven THC besteht, und zum anderen in den letzten Jahren in einer Vielzahl von Gesundheitsstudien das gesundheitliche Potenzial der Hanfpflanze belegt werden konnte. Verantwortlich für den vermuteten Heileffekt von Cannabis sind vor allem ihre Cannabinoide, von denen inzwischen weit über 100 Varianten bekannt sind. Das Cannabidiol CBD hat neben THC vermutlich die gesundheitlich stärkste Wirkung. Im Gegensatz zu THC ist es aber nicht möglich, sich an CBD zu berauschen. In Österreich sind CBD-Produkte für den Verkauf wie CBD E-Liquids zugelassen, sofern das Handelsgut keine Restspuren an THC enthält, die über einen Anteil von 0,3 % hinausgehen.


Interaktion mit dem ECS

Erst seit den 1980er Jahren ist das Endocannabinoid-System (ECS) des Menschen bekannt. Verantwortlich dafür zeichnete besonders der nimmermüde Pionier der modernen Cannabisforschung, Raphael Mechoulam, aus Israel. Der Arzt und Forscher der Hebräischen Universität Jerusalem war es auch, der dem Forscherteam vom National Institute of Mental Health (NIMH) aus Bethesda (USA) assistierte, das 1992 den endgültigen Nachweis des ECS erbrachte.
Dabei handelt es sich beim ECS um nichts weniger als um das größte Bionetzwerk des Menschen. Benannt wurde es nach den Cannabinoiden der Hanfpflanze, weil es auf vielfältige Weise mit ihnen interagiert.


Das ECS und seine Funktionen

Das ECS durchläuft das menschliche Nervensystem, das Bindegewebe, die Haut, das Gehirn und seine Organe. Entsprechend ganzheitlich sind die Aufgaben dieses omnipräsenten Regulationssystems.

Immer wieder genannt werden die folgenden Leistungen des ECS für den menschlichen Körper:

  • Regulation der Körpertemperatur

  • Funktionsweise des Schlaf-wach-Rhythmus

  • Steuerung von Appetit und Stoffwechsel

  • Nervensystem und Motorik

  • Modulation des Herz-Kreislauf-Systems

  • Vitalität des Immunsystems

  • Lernen und Erinnerung

  • Wohlbefinden und Motivation

  • Bewältigung von Angst und Stress

  • Schmerzbekämpfung

  • Bildung von Hormonen und Neurotransmittern


Die Folgen einer Mangelsituation im ECS

Um seine Funktionen für den menschlichen Körper aufrechterhalten zu können, ist das ECS auf eine genügende Anzahl an Cannabinoiden angewiesen. Der menschliche Organismus ist zwar zur eigenständigen Synthese von körpereigenen Cannabinoiden (Endocannabinoiden) fähig. Doch kann seine Fähigkeit, Endocannabinoide zu bilden, gestört sein, oder die Belastungen sind zu groß, als dass die zur Verfügung stehenden Endocannabinoide den Mehraufwand bewältigen können.
Je größer der Mangel an Cannabinoiden ist, desto mehr Schaltkreise kommen allmählich zum Erliegen. Die Folgen können Krankheiten verschiedener Art wie Entzündungen im Körper und Hautbild, Krämpfe, chronische Schmerzen, Störungen im Nervensystem, Depressionen, Ängste, Stress und Schlafstörungen sein. Aufgrund der Vielseitigkeit des ECS ist die Anzahl an möglichen Krankheiten bei einer Mangelsituation im ECS extrem hoch.


Verstärkung durch Phytocannabinoide

Endocannabinoide sind allerdings nicht die einzige Quelle, mit denen sich der Organismus versorgen kann. Eine andere Quelle sind pflanzliche Cannabinoide (Phytocannabinoide) wie eben CBD, die als exogene Cannabinoide von außen zugeführt werden. Diese helfen dabei, den Speicher an Cannabinoiden aufzufüllen, damit der Körper die mannigfaltigen mit dem ECS verbundenen Aufgaben wieder leisten kann. Die Anbindung an das ECS findet über die Rezeptoren CB1 und CB2 nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip statt, wobei die Rezeptoren der Schlüssel und die Liganden das Schloss sind.


Wie wird CBD aufgenommen?

Die Omnipräsenz des ECS im menschlichen Körper wirkt sich auch auf die Aufnahme von CBD aus. So lässt sich die Verbindung der Phytocannabinoide mit dem ECS auf vielfältige Weise herstellen. CBD-Produkte können gegessen, getrunken und über die Rezeptoren der Mundschleimhaut unter der Zunge (sublingual) aufgenommen werden. Andere Arten der Resorption sind die Inhalation von CBD-Zigaretten (die nur in der Schweiz legal sind), CBD-Liquids und Diffuser Pens sowie die Aufnahme über den Blutkreislauf. Diese kann radikal mit einer Spritze erfolgen oder schonender mit einem transdermalen CBD-Pflaster. Die Aufnahme über den Blutkreislauf bietet den stärksten Wirkeffekt und schnellsten Wirkeintritt, ist aber bei CBD nicht notwendig.