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Lifestyle | 14.06.2022

Hand. WERKS. Kunst.

Es schwingt eine gewisse Magie mit, wenn Produkte mit der Hand hergestellt werden. Und auch heute noch setzen Steirische Manufakturen auf ursprüngliches Handwerk mit Designfaktor.

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© Shutterstock

Handwerkskunst ist überlieferte Formensprache und Fertigkeit, die eine Vielzahl an ursprünglichen Naturmaterialien in zeitgemäße Fasson bringt. Regional produziert, ist sie zudem nachhaltiges Gut, dessen Techniken von Generation zu Generation weitergegeben oder autodidakt erlernt wurden. Und die modernen Designelemente von heute zeigen dabei, dass Tradition und Design wahrlich gut miteinander können.

Das Besondere am steirischen Handwerk liegt wohl in der Geschicklichkeit, im Talent und in der Liebe zum Detail. Die besten Voraussetzungen also, um Tradition, Naturmaterialien und Designsprache modern miteinander zu verbinden und so wahre Must-haves in unser Zuhause zu bringen. Vier steirische Labels, die ihre Produkte liebevoll per Hand herstellen, bringen sogar den Frühlingsbeginn in Fahrt – mit Designs, die Lust auf Ostern machen und sich noch dazu wunderbar verschenken lassen …

 


Werkstoff Horn.

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Thomas Petz führt in seiner Horn-Manufaktur Design mit Naturmaterial zusammen.

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Thomas Petz führt in seiner Horn-Manufaktur Design mit Naturmaterial zusammen.

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Thomas Petz führt in seiner Horn-Manufaktur Design mit Naturmaterial zusammen.

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Tobias Petz legte den Grundstein der Familientradition, als er 1833 bei einem Hornkamm-macher in Ödenburg in die Lehre ging. Das war der Beginn einer langen Handwerkstradition und eines steirischen Familienbetriebs. Erfahrung, Wissen und Handwerkskunst wurden von Generation zu Generation weitergegeben. Heute führt Thomas Petz die Hornmanufaktur und setzt dabei auf ein Zusammenspiel aus modernen Designs und traditionellen Handwerksmethoden. Horn ist ein faszinierendes Naturmaterial und Werkstoff; die daraus kreierten Werkstücke sind nicht nur die berühmten Hornkämme, sondern genauso edle Schmuckstücke, zeitlose Interieur-Accessoires und Gebrauchsgegenstände wie Schuhlöffel, die in der Manufaktur in Handarbeit erzeugt werden. Und die vielfältige Farbgebung sowie Maserung macht jedes Stück zu einem Unikat. Das steirische Unternehmen bleibt weiterhin innovativ: Die Hornmanufaktur Petz setzt auf spannende Kooperationen mit internationalen Designern, denn das Naturmaterial Horn fasziniert aufgrund seiner Einzigartigkeit und die kreative Vernetzung sorgt für interessante Inputs wie bemerkenswerte Outputs.

www.petz-hornmanufaktur.at


Preziosen mit Emotionen.

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Goldschmiedemeister Philipp Stoimaier stellt in liebevoller Handarbeit neu interpretierte Schmuckstücke her.

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Goldschmiedemeister Philipp Stoimaier stellt in liebevoller Handarbeit neu interpretierte Schmuckstücke her.

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Goldschmiedemeister Philipp Stoimaier stellt in liebevoller Handarbeit neu interpretierte Schmuckstücke her.

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Muscheln aus dem Urlaub, die an den unvergesslichen Moment am Meer erinnern. Ein geerbter Edelstein, der den Herzensmenschen für immer bei sich halten soll. Oder neu durchdachte Schmuckwünsche mit dem gewissen Etwas, die erst entstehen müssen. Geht es um Schmuck, so geht es um Gefühle. Nach diesen Wünschen und eigenen Designkreationen stellt Goldschmiedemeister Philipp Stoimaier in der hauseigenen Goldschmiede-Werkstatt im Familienbetrieb Johann Juwelier in Gratkorn in liebevoller Handarbeit neu interpretierte Schmuckstücke her, um so Emotionen einen glänzenden Rahmen zu geben.

Doch das steirische Schmucklabel „Oscar & Filu“ kann noch mehr. Etwa individuellen Schmuck, der speziell auf den Teint sowie die Haarfarbe der Trägerin abgestimmt wird, kreieren. Dabei entstehen Slow-Fashion-Accessoires in klarer, reduzierter Formensprache, die oftmals sogar an den gewachsenen Strukturen der Natur Anleihe nehmen und letztendlich zum Schmuck für Generationen avancieren. „Meine Designs sind Handarbeiten, die auf innovative Konzepte und hochwertige, konfliktfreie Materialien treffen“, so der Goldschmiedemeister Philipp Stoimaier. Dabei geht der Schmuckdesigner gerne ganz neue Wege oder bedient sich historischer Stilrichtungen. Die eigene Persönlichkeit zu unterstreichen war wohl niemals schöner …

www.oscarfilu.com


Modernes Stoffstempeln.

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Traditionelles Stoffstempeln im Herzen von Graz: Marion Wippel stellt handbedruckte Stoffe, Schals und Taschen her.

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Traditionelles Stoffstempeln im Herzen von Graz: Marion Wippel stellt handbedruckte Stoffe, Schals und Taschen her.

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Traditionelles Stoffstempeln im Herzen von Graz: Marion Wippel stellt handbedruckte Stoffe, Schals und Taschen her.

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Traditioneller Stoffdruck im Herzen von Graz. Hier in der Murmetropole werden Gräser, Blumen, traditionelle Muster und Wildtiere zur Inspiration für handgemachte Stoffstempel. Einmal sind es junge Hirsche, Steinböcke, kleine Hasen oder Wildschweine, dann wieder keltische Motive und moderne, grafische Muster, die Seidenstolas, Schals, Tischwäsche oder Filztaschen verschönern.

Für den Stoffdruck arbeitet die Stoffstemplerin Marion Wippel mit natürlichen Werkzeugen aus Holz und schnitzt ihre Stoffstempel selbst nach ihren Vorstellungen und Ideen. Die Bandbreite ihrer veredelten Textilien reicht von steirisch-elegant, jagdlich bis hin zum neu interpretierten Retro-Stil. Langlebigkeit und Nachhaltigkeit spielen dabei ebenso eine große Rolle wie Qualität und die Liebe zum Detail. „Und wenn es einmal etwas ganz Besonderes sein soll, dann stelle ich auch gerne ganz persönliche Lieblingsstücke, für die Materialien, Muster und Stofffarben individuell zusammengestellt werden, auf Wunsch meiner Kunden her“, erklärt Stoffstemplerin Marion Wippel. Aktuell arbeitet sie übrigens intensiv an Osterdrucken, wie etwa einem handbedruckten Osterdeckerl aus Leinen für den Ostertisch und den Osterkorb.

www.stoffstemplerei.at


Regionale Papeterie-Fantasie.

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Upcycelte Materialien ergeben hier zusammen liebevoll per Hand gestaltete Grußkarten.

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Upcycelte Materialien ergeben hier zusammen liebevoll per Hand gestaltete Grußkarten.

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Upcycelte Materialien ergeben hier zusammen liebevoll per Hand gestaltete Grußkarten.

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Es sind Grußkarten, die beim Betrachten eine märchenhafte Geschichte erzählen und dabei stets eine Botschaft transportieren – über die Liebe, die Freundschaft oder über Mut und was man schon immer zu einem Herzensmenschen sagen wollte.

Die Papeterie-Designerin Mia Sophie von „Mia Sophie cards“ stellt jede Grußkarte in Graz mit Herz, Spirit und Gefühl per Hand her – näht, klebt, schreibt und fügt unterschiedliche Materialien zu einem Gesamtkunstwerk zusammen. „Ich lege großen Wert darauf, die Mehrheit der verwendeten Materialien, welche zusammengesetzt und kombiniert werden, zu upcyceln, statt neu zu kaufen“, erklärt die Künstlerin Mia Sophie, die dazu Verpackungen, alte Zeitschriften, Bücher und Stoffreste verwendet. In etwa einer Stunde Handarbeit wird der Basiskarton zugeschnitten, Materialien kombiniert, geklebt, vernäht und am Ende gepresst. Heraus kommen dabei Einzelstücke, die nach dem Trocknen mit Stempeln, Bändern oder Anhängern den finalen Schliff erhalten. „Mein Wunsch ist es, mit meinem Produkt mehr Achtsamkeit, Wertschätzung und Persönliches in die Schnelllebigkeit der heutigen Zeit zu bringen.“

@mia.sophie.cards

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