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Lifestyle | 01.06.2022

Künstlerinnen, Superheldinnen & Ikonen

Die Ausstellung „Amazons of Pop!“ zeigt im Kunsthaus Graz rebellische Kunst von Pop-Art-Künstlerinnen. Eine feministische Herausforderung dessen, was allgemein als Pop-Art firmiert!

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Marjorie Strider, „Girl with open mouth“, 1963 © Michael Chutko, Grafische Gestaltung: Ariane Spanier

Ohne Zweifel, „Amazons of Pop!“ ist ein umfangreicher wie vielschichtiger und weiblicher Beitrag zur Geschichte der Pop-Art. Grellbunte Farben, Plastik und PVC, reduzierte Formen, triviale und gleichermaßen fetischisierte Motive aus Konsum und Werbung, Massenmedien und Comics, sexuell freizügige Zurschaustellung von Weiblichkeit – das alles ist Pop-Art, wie wir sie kennen. Aber Pop-Art kann auch anders: zornig, verwegen, rebellisch, offen erotisch, subversiv ironisch wie konfrontativ, einladend und aktivistisch sein.

 


Ángela García, „Breathing Out“, 1973
© Ángela García



Ja, selbstbewusst und ausdrucksstark formen diese Pop-Art-Künstlerinnen aus Europa und Nordamerika eine lange von Männern dominierte Kunstrichtung und hinterfragen mit viel „Vroom“, „Bang“ und „Ka-Pow“ die traditionelle Rolle der Frau. Dabei arbeiten sie autobiografisch, oft gattungsübergreifend sowie in verschiedenen Medien. Verbinden plakative Ästhetik einer schönen Warenwelt mit selbstbewusstem Aneignen neuer, künstlicher Materialien und Techniken. Sämtliche Werke werden von den Künstlerinnen mit Performance und textiler oder papierener Handarbeit gleichermaßen vereint. Das Kunsthaus Graz lädt bis 28. August 2022 mit rund 120 Werken von etwa 40 Künstlerinnen, Superheldinnen und Ikonen aus unterschiedlichen Medien wie Malerei, Installation, Performance, Skulptur und Film dazu ein, in die weibliche Welt des Pop und in eine Zeitspanne sozialer, technischer und politischer Umbrüche einzutauchen.

 


Evelyne Axell, „Érotomobile“, 1966
© Bildrecht, Wien 2021, Foto: Paul Louis

 

Ikonen 1961–1973.

Die Ausstellung, initiiert vom MAMAC in Nizza und zuvor in der Kunsthalle zu Kiel zu sehen, verankert Pop-Art in Europa, betrachtet die Verbindungen zur nordamerikanischen Strömung (insbesondere in New York) und nimmt im Kunsthaus Graz zusätzlich österreichische Pop-Art-Tendenzen auf. „Amazons of Pop!“ entführt in die Welt des Pop und lässt uns in eine Zeit des Aufbruchs der 1960er- und beginnenden 1970er-Jahre eintauchen. Parallel zur Gruppenausstellung wurde im Obergeschoß die Ausstellung „Monica Bonvicini. I Don’t Like You Very Much“ eröffnet: Im Mittelpunkt der dreiteiligen Schau, die gemeinsam mit dem Kunst Museum Winterthur konzipiert wird, stehen das Haus, die damit verbundenen Raumordnungen und Machtstrukturen.

 


Valie Export, „Valie Export – Smart Export Selbstporträt“, 1970
© VALIE EXPORT/Bildrecht, Wien 2021, Foto: Gertraud Wolfschwenger Courtesy

AMAZONS OF POP!
– Die Künstlerinnen

 

Mit Werken von Evelyne Axell, Barbarella, Brigitte Bardot, Marion Baruch, Pauline Boty, Martine Canneel, Lourdes Castro, Judy Chicago, Chryssa, France Cristini, Christa Dichgans, Valie Export, Jane Fonda, Ruth Francken, Ángela García, Angela Hareiter, Jann Haworth, Dorothy Iannone, Jodelle & Pravda La Survireuse, Corita Kent, Kiki Kogelnik, Auguste Kronheim, Kay Kurt, Nicola L., Ketty La Rocca, Natalia LL, Milvia Maglione, Lucia Marcucci, Marie Menken, Marilyn Monroe, Isabel Oliver, Yoko Ono, Ulrike Ottinger, Emma Peel, Ingeborg G. Pluhar, Martha Rosler, Niki de Saint Phalle, Carolee Schneemann, Marjorie Strider, Sturtevant, Valentina Tereshkova, May Wilson.

TERMINE 
im Kunsthaus Graz

 

Do, 02.06., 16:30 – 17:15              
Superheldin: Martha Rosler mit Monika Holzer-Kernbichler

 

Sa, 04.06., 14:00 – 16:00
SpaceKids: Bunt, bunter, Pop-Art

 

Sa, 11.06., 14:00 – 15:00
Familienrundgang zum Mitmachen: Ab in die Welt der Pop-Art

 

Do, 23.06., 16:00 – 20:00
KoOgle: Kuchen mit Sti(e)l. Cake-Pop-Workshop

 

Do, 30.06., 16:30 – 17:15             
Superheldin: Ingeborg G. Pluhar mit Katrin Bucher Trantow

 

Sa, 09.07., 14:00 – 15:00
Familienrundgang zum Mitmachen: Ab in die Welt der Pop-Art!