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Lifestyle | 19.04.2022

Tier gut, alles gut

In unsere Haustiere können wir leider nicht hineinschauen – aber mit der Aniveri-Analyse herausfinden, was sie brauchen.

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Das Aniveri-Team: Manuel Schneeweiss, Markus Nachbagauer, Michaela Hösele, Ulrike Walther und Remo Taferner. Anja Wilawitzer kam erst später ins Team.

Ulrike Walther beschäftigt sich schon seit Jahren in ihrer Apotheke in Kalsdorf bei Graz mit der Gesundheit von Haustieren und hat dort die erste Tierapotheke gegründet. Im Sommer 2020 ist nach langjähriger Reifephase einer innovativen Idee das Pet-Tech-Start-up Aniveri enstanden. Im Gespräch mit Mitgründerin und COO Michaela Hösele und Head of Marketing & PR Anja Wilawitzer über individuelle Gesundheitsvorsorge bei unseren liebsten Vierbeinern.

Das Aniveri-Analysekit
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Das Aniveri-Analysekit ist österreichweit bei TierärztInnen erhältlich.

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Die Nahrungsergänzungsmittel sind individuell abgestimmt.

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In drei Phasen wird der Körper erst gereinigt, dann aufgebaut.

STEIRERIN: Worum geht es bei Aniveri?
Michaela Hösele: Wir haben ein Diagnostikverfahren für Hunde und Katzen entwickelt, das mittels Haar-mineralanalyse eine mögliche Schwer-metall-belastung, Toxine und Mineralstoffe im Tier bestimmen kann. Mit der Haarmineralanalyse kann man den Tiergesundheitsstatus über 6 bis 9 Monate lesen.
Anja Wilawitzer: Zusätzlich zur Laboranalyse erfragen wir vom Besitzer Daten über Futterhaltung, Fressverhalten, Vorerkrankungen, Größe, Gewicht und Impfungen, um ein allumfassendes Bild vom Haustier zu bekommen.
Hösele: Anschließend bieten wir ein Portfolio mit Nahrungsergänzungsmitteln an. Hier gehen wir individuell auf das Tier ein und empfehlen passende Produkte.

Für welche Tiere bietet ihr die Analyse an?
Hösele: Derzeit nur für Hunde und Katzen, aber wir haben vor, das Angebot auszuweiten. Die Nachfrage besteht vor allem im Nutztierbereich bei Schweinen, Kühen, Pferden und Alpakas. Wir wollen auch andere Tierdiagnostikverfahren entwickeln und diese mit Partnerlaboren ausbauen.

Wann sollte ich mit meinem Haustier eine Analyse machen?
Hösele: Aniveri soll auch Vorsorge sein, deshalb schadet es nicht, zu testen, ob bei der Nährstoffversorgung alles richtig gemacht wird.
Wilawitzer: Wenn ein konstanter Mangel oder eine Belastung besteht, kann das langfristig zu Krankheiten führen, ohne dass man es bemerkt.

Passen eure Nahrungsergänzungsmittel für jedes Tier?
Hösele: Wir haben versucht, Produkte für viele Sparten zur Verfügung zu stellen. Unser Ansatz ist es, nach der Analyse zuerst eine Entgiftung und Grundreinigung einzuleiten, damit das Tier die wertvollen Nährstoffe auch wieder gut aufnehmen und verwerten kann. Dann kommt die Grundversorgung, wo wir auf das jeweilige Tier eingehen. Was ausgeschieden wurde, wird hier wieder aufgefüllt. In der Aufbauphase gehen wir auf die spezifischen Probleme wie Herz- oder Nierenleiden ein.

Was ist eure Vision mit Aniveri?
Wilawitzer: Unser großes Ziel ist die präventive Diagnostik. Dass wir irgendwann so viele Daten gesammelt haben, dass wir Zusammenhänge herstellen können. Ein Paradebeispiel war ein Hund, der einen extrem hohen Bleiwert aufwies. Wir haben durch die Angaben des Besitzers rückschließen können, dass der Hund sehr viel Hirschfleisch frisst und dass Rückstände von Schrotkugeln im Fleisch zu dem Wert geführt haben. TierärztInnen schätzen, dass sie mit Aniveri ein weiteres Tool zur Hand haben.

Wie ist das Feedback von HaustierbesitzerInnen?
Wilawitzer: Wir haben etwa einen Hund, der über ein Jahr Windeln getragen hat, wieder windelfrei bekommen. Eine Hündin mit vielen Unverträglichkeiten hat nach der Grundreinigung wieder alles vertragen. Oft sind die Tiere hinterher viel aufgeweckter und vitaler – das ist sehr schön zu hören.

Wie nehmen Hunde und Katzen Toxine auf?
Hösele: Toxine nehmen sie durch Futter, Schnuppern am Boden, oxidativen Stress auf. Ob ich mit meinem Hund ständig am Acker vorbeigehe, wo gespritzt wird, im Industriegebiet oder nur im Wald, macht einen Unterschied. Das wird auch beim Fragebogen an die Besitzer berücksichtigt.
Wilawitzer: Bei Nassfutter unbedingt schauen, ob die Dose auch unbeschädigt ist – sonst kann Aluminium austreten.

Sind Tiere denn empfindlicher als wir?
Wilawitzer: Wenn wir uns unwohl fühlen, überlegen wir, ob wir vielleicht etwas nicht so gut vertragen, und tun was dagegen. Tiere können sich uns nur bis zu einem gewissen Grad mitteilen.
Hösele: Hunde haben eine sehr hohe Reizschwelle. Bis sie wirklich mal einen Schmerz zeigen, dauert das.

Wie kann ich Aniveri in Anspruch nehmen?
Hösele: Unsere Haarmineralanalyse ist nur bei TierärztInnen erhältlich. Es ist uns ganz wichtig, dass die kompetente Beratung nicht fehlt. Wir empfehlen dir TierärztInnen in deiner Nähe oder du fragst bei deinem eigenen nach. Den Tierhalter kostet die Analyse 149,90 €. Der Report mit den Ergebnissen und Empfehlungen geht schließlich wieder an die TierärztInnen. Wir wollen sie auf keinen Fall ersetzen, sondern Hand in Hand mit ihnen zusammenarbeiten. Momentan arbeiten wir österreichweit, bald gibt es uns auch in der Schweiz.

 

 

Fotos: © Aniveri, Johannes Sommer