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Lifestyle | 08.02.2022

Decluttering für Müllvermeider:

Wie ausmisten ohne viel Abfall funktioniert

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Bildnachweis: ViewApart / clipdealer.de

Ordnung macht angeblich glücklich. Deshalb nehmen wir uns regelmäßig vor, künftig auf Minimalismus statt Materialismus zu setzen und unser Zuhause nicht mehr mit Unnötigem vollzustopfen. Im Alltag pflanzt sich die Unordnung in unseren vier Wänden trotzdem oft heimlich fort. Mit einer einzelnen Chaos-Schublade beginnt es. Im Laufe der Zeit gesellen sich Wirrwarr-Schränke dazu. Wenn wir es dann endlich bemerken, würden wir ja gerne ausmisten, ehrlich! Aber wegwerfen wollen wir auch wieder nichts. Wie könnten wir das auch mit den Klimaaktivisten in uns vereinbaren? Frühjahr ist es noch nicht ganz und trotzdem allmählich wieder Zeit, unsere Schränke zu leeren. Deshalb: Schluss mit Ausreden! Wenn wir es richtig angehen, macht Decluttering nicht gleich Klimasünder aus uns.

Zum Wegwerfen zu gut: Echter Mist ist Ausgemistetes meist nicht

Du kennst das sicher: Im Laufe der Zeit sammelt sich allerhand Krimskrams zu Hause an, den man nicht mehr braucht oder nie wirklich benötigt hat. Soll nicht heißen, dass andere Leute keinen Verwendungszweck dafür hätten. Wie viel effektiver könnten die Sachen genutzt werden, wenn du sie im Freundeskreis verschenkst oder spendest? Noch gut Erhaltenes kannst du auch gegen einen Festpreis an Second-Hand-Portale wie momox verkaufen (sehr bequem dafür sind die Apps für Android und iOS), damit es weitergenutzt wird. Schon gewusst, dass man von den durchschnittlich 10.000 Dingen, die jeder von uns besitzt, laut Experten nicht einmal 30 Prozent braucht? Schon gut: Mönche und Nonnen sind wir nicht. Deshalb müssen wir uns nicht gleich von allem Verzichtbaren verabschieden. Aber theoretisch kann zumindest weg, was wir

  • doppelt besitzen.
  • seit mehr als einem Jahr nicht benutzen.
  • eigentlich schon vergessen hatten.
  • im nächsten Jahr nicht brauchen werden.
  • nicht als Bereicherung empfinden.
  • nie vom Preisetikett befreit haben.
  • nicht richtig verwenden können (beispielsweise zu klein gekaufte Schuhe).

Geh einfach mal durch deine Wohnung und fange zu planen an. Sämtliche Gegenstände ordnest du mithilfe der obigen Ausmistkriterien einer von drei Kategorien zu: Behalten, Aussortieren und zeitweises Aufbewahren. Bei Dingen der letztgenannten Kategorie legst du einen Zeitrahmen fest und führst eine Strichliste. Jedes Mal, wenn du den Gegenstand benutzt, setzt du einen Strich. Je weniger, desto sinnvoller ist nach Ablauf der Zeit das Fortgeben.

Konsumbewusstes Feintuning: Auch Kaputtes muss nicht zwingend in die Tonne

Jetzt geht es an die Feinsortierung. Sieh dir alle Dinge nochmal an und frage dich, was defekt ist. Diesen Defekt-Stapel unterteilst du in Dinge ohne Aussicht auf Reparatur und noch zu reparierende Habseligkeiten. Wenn du selbst Hand anlegen willst, aber dir die Fähigkeiten fehlen, kannst du dich an Repair-Cafes wenden. So erhöhst du die Nutzungsdauer deines Krams, schützt das Klima und erzielst im Falle eines Verkaufs außerdem höheren Gewinn. Übrigens ist nicht mal der aussichtslos defekte Stapel gleich ein Fall für die Tonne. Schau dir die einzelnen Gegenstände darauf gut an und überlege, was sich daraus trotz der Defekte noch machen lässt. Nach dem Prinzip des Upcyclings lassen sich viele kaputte Objekte einem gänzlich neuen Daseinszweck zuführen. So kannst du auch jene in Teilen eventuell noch verkaufen, verschenken oder spenden.

Krimskrams abzugeben: Möglichkeiten gibt es viele

Wie und wo du Aussortiertes am besten loswirst, hängt von der Art und dem Zustand der Gegenstände ab. Hast du das Decluttering wirklich ernst genommen, wirst du wahrscheinlich einen halben Hausstand abzugeben haben. Von Büchern, CDs und Kleidung bis hin zu Möbelstücken, Deko, Spielzeug und Elektronik. Zuallererst bringst du Sperriges mit irreparablen Defekten auf den Wertstoffhof. Das kann etwas kosten, bleibt aber unausweichlich, um wirklich Ordnung zu schaffen und einen besseren Überblick über die restlichen Gegenstände zu haben. Bei nurmehr mittelmäßig erhaltenen Dingen fragst du am besten im Freundeskreis nach, ob noch jemand Verwendung dafür hat. Alternativ dazu kannst du digitale Möglichkeiten wie eBay-Kleinanzeigen oder Flohmarkt-Apps nutzen, um die Objekte gratis oder gegen minimales Geld zu inserieren. Haushaltsutensilien und Möbel in annehmbaren Zustand werden hingegen gerne von sozialen Einrichtungen genommen, insbesondere in Form von Sachspenden.

Abschluss-Tipp für Declutterer

Nimm dir felsenfest vor, nach dem Decluttering möglichst schnell mit dem Auslagern anzufangen. Lass die aussortierten Dinge bloß nicht länger als ein paar Tage auf dem Dachboden oder im Keller stehen. Sie schreien sonst nach Gesellschaft und bleiben nicht lange allein. In kürzester Zeit sammeln sich in der zur Lagerung verwendeten Ecke deines Hauses weitere Dinge an, die du eigentlich nicht brauchst. So bildet sich schnell ein neuer Chaos-Hotspot und das ganze Aussortieren war umsonst.