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Lifestyle | 17.04.2020

Mit Kindern kochen: So wird die Küche zum Spielplatz

Der anhaltende Krisenmodus österreichischer Kindergärten und Schulen zwingt Eltern weiterhin dazu, die Kleinen tagsüber beschäftigt zu halten. Wie wäre es mit gemeinsamem Kochen?

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Bildnachweis: dolgachov/clipdealer.de

Kochstunden für mehr Zusammenhalt

Erste Lockerungen der Corona-Regeln sind beschlossen. Schulen und Kindergärten bleiben vorerst trotzdem zu. Noch immer ist die Kinderbeschäftigung Sache der Eltern. Von Bastelstunden bis hin zu Yoga-Stunden mit den Kleinen lassen sich Mütter und Väter viele Beschäftigungsmöglichkeiten einfallen. Auch in den Haushalt lassen sich die Kinder ab dem Vorschulalter einbinden, zum Beispiel durch gemeinsame Kochstunden. Solche können genau wie das anschließende Speisen den Familienzusammenhalt stärken. Genau das ist in einer Krise wie der gegenwärtigen wichtig. Damit die gemeinsamen Stunden in der Küche nicht zur Nervenzerreißprobe werden, sollten sie gut geplant sein.

 

Der erste Schritt für gelungene Kochstunden mit den Kleinen ist die Auswahl passender Speisen. Am besten gemeinsam schnelle und einfache Gerichte auf der Basis frischer Zutaten aus umfangreichen Rezeptsammlungen auswählen.

 

Wie haben Kinder am Kochen Spaß?

Kinder sind Entdecker. So wie das im Alltag gilt, trifft es auch in der Küche zu. Entdecken lässt sich beim Kochen so einiges. Von der Konsistenz bestimmter Zutaten bis hin zu Geschmäckern und optischen Eigenschaften. Eltern motivieren den Nachwuchs idealerweise dazu, beim Kochen der eigenen Intuition zu folgen und ihre Kreativität zu entfalten. Ob nun beim Probieren oder Anrichten der Speisen. Wenn sich Kinder in der Küche wie Forscher fühlen dürfen, macht ihnen das Kochen umso größeren Spaß. Auch konkrete „Forschungsaufgaben“ regen den Entdeckergeist der Kleinen an und steigern das Kochvergnügen. Auch Erfolgserlebnisse sind wichtige Motivatoren. Deshalb sollten Eltern ihren Nachwuchs in der Küche am besten nicht überfordern.

 

Die Motivation lässt auf sich warten? Eltern werden in diesem Fall kreativ, um die Neugier ihrer Kinder zu wecken. Wie wäre es beispielsweise mit besonderen Essensplänen? Speisen mit Zahnstochern sind hierfür ein Beispiel. Auch Experimente mit Zutaten können neugierig machen.

 

In der Küche kindgerechte Aufgaben finden

Wichtig ist, dass die Kleinen beim Kochen weder über-, noch unterfordert werden. Eltern weisen ihnen in der Küche am besten ausschließlich Aufgaben zu, die zu ihrem Alter passen. Kleinkinder können beispielsweise selten Zutaten abmessen und auch mit Messern oder Küchenmaschinen lässt man sie lieber nicht hantieren. Altersgerecht wäre in diesem Fall beispielsweise die Reinigung bestimmter Lebensmittel, das Sortieren einzelner Zutaten oder die Mithilfe beim Anrichten. Als empfohlen gelten altersabhängig beispielsweise die folgenden Aufgaben:

  • für Kinder ab zwei Jahren die Lebensmittelsortierung und Kräuterernte
  • für Kinder ab drei Jahren Rühr- und Reinigungsaufgaben
  • für Kinder ab vier Jahren das Schälen bestimmter Lebensmittel
  • für Kinder ab fünf Jahren das Abwiegen einzelner Zutaten

Sicherheit geht in der Küche immer vor. Erwachsene beziehen am besten den genauen Entwicklungsstand ihrer Kinder mit in die Aufgabenverteilung ein. Sechs- bis Achtjährige besitzen in der Regel genügend Motorik und Verständnis, um beliebige Küchenaufgaben zu erledigen. Allerdings kann es von dieser Regel durchaus auch Ausnahmen geben.