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Lifestyle | 03.12.2020

Mit Sicherheit für die Gesundheit

Michael Hessinger, Ärztlicher Direktor der Privatklinik Graz Ragnitz, im Gespräch über Schutz der Patienten in Zeiten von Covid-19 und warum man notwendige Behandlungen auf keinen Fall aufschieben sollte.

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Michael Hessinger, Ärztlicher Direktor der Privatklinik Graz Ragnitz. © Mia’s Photoart

Die Fakten sprechen für sich: mehr Todesfälle nach Herzinfarkten in der Steiermark, weniger Mammografie-Vorsorgeuntersuchungen, weniger Patienten in den Spitälern. Aus Angst vor einer Infektion mit SARS-CoV-2 meiden viele Menschen Ärzte und Krankenhäuser. Das kann aber fatale Folgen haben. Michael Hessinger, Facharzt für Chirurgie & Gefäßchirurgie und seit 2009 Ärztlicher Direktor der Privatklinik Graz Ragnitz, legt daher großen Wert darauf, aufzuklären, „dass Patienten bei uns sicher sind und notwendige Behandlungen nicht weiter aufgeschoben werden sollen“. Welche Maßnahmen die Privatklinik Graz Ragnitz – mit 144 Betten die größte Privatklinik in der Steiermark – setzt, um Patienten, Ärzte und Mitarbeiter vor einer Coronavirus-Infektion zu schützen, erklärt der Mediziner im Gespräch. 

STEIRERIN: Was sagen Sie Patienten, die Angst davor haben, sich behandeln zu lassen?
Michael Hessinger: Ihre Gesundheit ist bei uns in Sicherheit. Viele Menschen haben geplante Arztbesuche und auch Klinikaufenthalte in den letzten Monaten aufgrund der Corona-Krise verschoben. Unsere Spezialisten waren immer  –auch während der Zeit des Lockdowns – für ihre Patienten da, selbstverständlich unter Einhaltung aller nötigen Sicherheits- und Hygienevorkehrungen.

Warum ist es so wichtig, notwendige Behandlungen bzw. Vorsorgeuntersuchungen nicht länger auszusetzen?
Manche Krankheitsverläufe wie Herzkreislauferkrankungen sollte man nicht allzu lange unbehandelt lassen. Wir wollen unseren Patienten signalisieren, dass wir als verlässlicher und sicherer Partner zur Verfügung stehen und dass sie und ihre Gesundheit bei uns in den besten Händen sind.

Wie schützen Sie Ihre Patienten?
Wir haben bereits sehr früh mit lückenlosen Zutrittskontrollen, Testungen und verstärkten Hygienemaßnahmen begonnen und passen die notwendigen Maßnahmen bei Bedarf an die aktuelle Situation an. Die ergriffenen Maßnahmen beinhalten u. a. PCR-Tests vor jedem stationären Aufenthalt, den Zutritt zur Klinik ausnahmslos über gekennzeichnete Eingänge, Fiebermessung beim Betreten des Gebäudes und Maskenpflicht für alle im gesamten Klinik­bereich.

Wie werden die Sicherheitsmaßnahmen seitens der Patienten aufgenommen?
Transparente Kommunikation ist besonders wichtig. Wenn die Patienten den Sinn der Maßnahmen verstehen, akzeptieren sie diese auch. Alle gesetzten Schritte dienen dazu, die kompetente medizinische Betreuung unserer ambulanten, stationären und tagesklinischen Patienten in gewohnt hoher Qualität weiterzuführen.

Was tun Sie sonst noch, um Ihre Mitarbeiter zu schützen?
Die gesamte PremiQaMed-Gruppe bietet allen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich auch in diesem Jahr wieder gratis am Arbeitsplatz gegen Grippe impfen zu lassen. Aufgrund der besonderen Situation ist es heuer umso wichtiger, sich gegen vermeidbare Infektionen und schwere Doppelinfektionen (Influenza und Covid-19) zu schützen. Wir bieten unseren Mitarbeitern heuer zusätzlich auch noch erstmalig kostenlos Vitamin C und Zink an, um die eigenen Abwehrkräfte zu stärken.

Können Sie einen Covid-19 Fall bei Ihnen im Haus ausschließen?
Das ist unmöglich, das wäre nicht seriös, so etwas zu behaupten. Aber unser Haus ist bis heute Covid-19-frei und wir setzen alle notwendigen Maßnahmen, um das auch zu bleiben.

Gibt es auch positive Aspekte?
Überraschenderweise ja. Zwei Beispiele: Erstens bringt die aktuelle Besuchsregelung mehr Ruhe und Erholung für Mütter und ihre Babys. Durch diese Ruhe funktioniert auch das Stillen besser und die Babys haben weniger Gelbsucht. Zweitens haben das stärkere Bewusstsein und einfache Maßnahmen wie Händehygiene und Abstand halten auch positive Auswirkungen auf die Eindämmung anderer Infekte beziehungsweise anderer für den Herbst/Winter typischer Erkrankungen wie der Grippe.

Wie gehen Sie persönlich mit der Covid-19-Krise um?
Ich bin seit 35 Jahren Chirurg. Daher sind mir Maßnahmen wie Maske tragen und erhöhte Handhygiene nicht fremd. Persönlich versuche ich, mich vernünftig zu ernähren, betreibe so oft wie möglich Sport, fahre das ganze Jahr über mit dem Rad und versuche, mit Zink und Vitamin C die Abwehrkräfte zu unterstützen.

Haben Sie einen Appell an unsere LeserInnen?
Zwei sogar. Gemeinsam ist diese Krise zu bewältigen und wenn Sie ein gesundheitliches Problem haben, wenden Sie sich unbedingt an einen Arzt oder ein Spital.

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In Zeiten der Corona-Krise setzt man in der Privatklinik Graz Ragnitz auf strenge Sicherheits- und Hygienevorkehrungen sowie auf lückenlose Zutrittskontrollen. © Mia’s Photoart

Privatklinik Graz Ragnitz

Die größte Privatklinik in der Steiermark bietet nicht nur das breite medizinische Leistungsspektrum eines Belegspitals, sondern ist auch eine äußerst beliebte Geburtsklinik, wo jährlich rund 1.200 Babys zur Welt kommen.

Medizinische Schwerpunkte:

  • Gynäkologie und Geburtshilfe
  • Bewegungs- und Stützapparat
  • Magen und Darm
  • Herz und Gefäße
  • Urologie
  • Chirurgie
  • Lungenheilkunde
  • HNO

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www.geburtshilfe-graz.at