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Lifestyle | 20.10.2020

Helfen hat Tradition

Im Zeichen von Pink Ribbon – Walburga Seidl, Vorstandsmitglied der Steiermärkischen Sparkasse, im Gespräch über Solidarität, Vorsorge und die Notwendigkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen.

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© Thomas Luef

Menschen in der Region zu unterstützen, zählte schon zum Gründungsgedanken der Steiermärkischen Sparkasse vor fast 200 Jahren. Im Jahr 2020 wird unter anderem durch die Unterstützung der Pink-Ribbon-Aktion ein sichtbares Zeichen gesetzt.

STEIRERIN: Frau Seidl, die Steiermärkische Sparkasse unterstützt seit Jahren die Krebshilfe, heuer erstmalig Pink Ribbon. Warum war es Ihnen so wichtig, auch hier ein Zeichen zu setzen?
Das Jahr 2020 ist für uns alle ein Jahr voller Herausforderungen. Aufgrund von Covid-19 gehen aktuell weniger Frauen zu den Vorsorgeuntersuchungen. Dabei ist Brustkrebs – früh erkannt – eine überwiegend sogar heilbare Erkrankung. Der Faktor Zeit ist essenziell. Daher wollen wir helfen, das Bewusstsein für das Thema in der Öffentlichkeit zu verstärken.

Warum ist es im Allgemeinen so wichtig, das Thema Brustkrebs an die Öffentlichkeit zu bringen?
Uns ist es aus drei Gründen so wichtig, die Aktion Pink Ribbon zu unterstützen: Erstens ist es von großer Bedeutung, dass Frauen frühzeitig zu den Vorsorgeuntersuchungen gehen. Zweitens können Geschichten von Betroffenen auch immer Mut machen. Und drittens wollen wir mit der Unterstützung der Aktion einfach ein Zeichen der Solidarität setzen.

Ist Brustkrebs noch immer ein Tabu-Thema?
Es ist natürlich kein so angenehmes Thema und in manchen Bereichen immer noch ein Tabu-Thema. Deshalb kann gar nicht genug darüber geredet werden, um dieses Bewusstsein dafür aufrechtzuerhalten und weiter zu verstärken.

 

Wir wollen helfen,
das Bewusstsein für das Thema
Brustkrebs in der Öffentlichkeit
zu verstärken.

– Walburga Seidl

Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist bereits seit dem Gründungsgedanken der Steiermärkischen Sparkasse im Jahr 1825 mit dem Unternehmen untrennbar verbunden. Inwiefern ist das im Jahr 2020 spürbar?
Gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, ist für uns unmittelbar Teil unserer DNA als Steiermärkische Sparkasse – und das seit fast 200 Jahren. Was sich ändert, sind die konkreten Aktionen und Maßnahmen, die wir setzen, um das Ganze in die Gegenwart zu bringen. Aber die Grundmission ist immer die gleiche. Wir wollen einen Beitrag leisten, dass die Menschen bei uns in der Region möglichst eigenständig und finanziell unabhängig leben können.

Stichwort „finanziell unabhängig“ – wo setzen Sie als Bank dabei Schwerpunkte?
Ein Schwerpunkte, der uns besonders am Herzen liegt, ist dabei die Finanzbildung von Kindern und Jugendlichen. Eine ordentliche Finanzbildung, auch „financial literacy“ genannt, ist die Voraussetzung, dass Kinder und Jugendliche später erfolgreiche Teilnehmer im Wirtschaftsleben werden können.

Neben der finanziellen Vorsorge für die Kundinnen und Kunden – welche Bereiche zählen noch zu den Schwerpunkten in der heutigen Zeit?
Weitere Schwerpunkte sind ganz klar die Kunst und Kultur auf der einen Seite und die Unterstützung im Sozialbereich auf der anderen Seite. Auch die Wissenschaft und die Forschung haben bei uns einen hohen Stellenwert. Dafür arbeiten wir auch sehr eng mit den Universitäten zusammen.

Neben Kultur, Gesundheit und dem Sozialbereich bekommt auch das Thema Nachhaltigkeit immer größere Bedeutung. Welche Schritte werden in diesem Bereich verstärkt gesetzt?
Nachhaltigkeit bedeutet für uns einerseits, der Umwelt etwas Gutes zu tun, aber auch nachhaltige Kontakte zu pflegen und zukunftsfähige Maßnahmen zu setzen. Unser Gründungsgedanke an sich hat sich ja schon der Nachhaltigkeit verschrieben. Die Hauptbasis dafür sind langjährige Kundenbeziehungen hier in der Region. In puncto Umwelt achten wir unter anderem ganz besonders darauf, bei der Ausstattung unserer Filialen und bei den Neubauten biologisch saubere Materialien zu verwenden. Wir reduzieren seit Jahren den Papierverbrauch und bieten unseren Mitarbeitern die Möglichkeit an, E-Mobilität zu nutzen. Besonders stolz sind wir darauf, dass wir als Steiermärkische Sparkasse eine der ersten Banken in Österreich waren, die ein eigenes zertifiziertes Umweltmanagementsystem eingeführt hat – und das bereits im Jahr 2015.

Abschließen noch eine Frage zu Pink Ribbon: Wird Brustkrebs früh entdeckt, stehen die Heilungschancen sehr gut. Welchen Appell haben Sie an Frauen, damit der Krebs keine Chance hat?
Schaut auf euch und passt gut auf euch auf!