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Lifestyle | 25.11.2019

AndersARTig

Wohndesign und Kunst gehören zusammen. Wie, das zeigt der Künstler und Interieur-Designer Michael E. Schranzer. Mit einem gemeinsamen Nenner: Andersartigkeit mittels Design Thinking!

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Wie geht Raumgestaltung? Indem man individuelle Persönlichkeit mit der Reminiszenz von damals und der Moderne von heute zusammenbringt. Dann passiert genau das, was der Künstler und Interieur-Designer Michael E. Schranzer aus Graz erschafft: unikate Wohnwelten, in denen sich satte Wandfarben mit jenen der daran hängenden Kunstwerke verbinden und ein kunstvolles Ganzes ergeben. Das große Ganze in vier Wänden gestalterisch zu erfassen, ist die Profession des Grazers, die passende Kunst dazu seine Passion. Zusammen ergeben sie tiefgründige Wohlfühloasen, in denen Bewohner eintauchen, um in manchmal düsterem, manchmal mystischem und oftmals sogar herrschaftlichem Ambiente schöne Momente zu genießen.

 

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© Thomas Luef

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© Thomas Luef

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© Thomas Luef

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„Die Wand ist zentrales Element in einem Wohnraum.“ – Michael E. Schranzer © Thomas Luef

Aber es gibt viele Möglichkeiten, seine Wohnräume auf bestmögliche Weise in neue Fasson zu bringen. Michael E. Schranzer hat sich für den außergewöhnlichen Weg mittels kreativer Lösungen und hochwertiger Materialien für den Innenraum entschieden. Dabei scheint „Anderssein“ willkommenes Konzept zu sein. „Die Wand ist zentrales Element in einem Wohnraum. Ihr sollte man größte Aufmerksamkeit widmen und mit Farben, Tapeten sowie Bildern für das Tüpfelchen auf dem i sorgen“, erklärt der Künstler, der nach der Matura in den Familienbetrieb „Wohnstudio Schranzer“ einstieg und seither ganze Wohnkonzepte kreiert. Dass da aber noch eine künstlerische Ader in ihm steckte, merkte der ausgebildete Interieur-Designer bereits in frühester Jugend, als er mit gerade einmal 17 Jahren sein erstes Bild verkaufte. „Eigentlich war es mein Vater, der es verkaufte. Ich kam in unser Geschäft, wo ich es zurückgelassen hatte, und mein Vater erklärte mir, dass ein Kunde es unbedingt haben wollte.“ Das ist jetzt rund 20 Jahre her. Seither war er international auf unterschiedlichsten Möbelmessen unterwegs, wo er vielfältige Stile gesehen und erlebt hat. Vielleicht ist deshalb dieser einzigartige Mix aus Alt und Neu, Klassik und Moderne, den er in seinen digitalisierten Kunstwerken zur Schau stellt, nun seine Stilrichtung? Kontrovers, anders und gerade deshalb so magisch. „Meine Kunstwerke sind digitalisierte Collagen, teils mit Farben, Blattgold und Giesharzen veredelt“, so Schranzer. „Dabei liebe ich das Spiel aus historischen Bildnissen und meinen Fotografien von Strukturen, die ich darüberlege. Unterschiedliche Materialien werden kombiniert und Zeichnungen via Photoshop erstellt.“ Anfänglich sei es laut Schranzer ein Experiment, alles fließe und entwickle sich von selbst. Am Ende sei es aber Kunst, die entweder speziell für einen durchdesignten Wohnraum eines Kunden angefertigt wurde oder eben freies Schaffen, ganz ohne Vorgaben. Jedes ein Unikat, für sich alleinstehend. Und im besten Fall wohnraumverschönernd.

 

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Inspiration sei laut dem Künstler natürlich wichtig. Das passiere bei ihm auf Reisen, Möbelmessen oder via Pinterest. „Früher war ich ständig auf der Suche nach neuen Inspirationen, heute versuche ich mich allerdings nicht zu sehr davon beeinflussen zu lassen.“ Nur so könne nach und nach der eigene Stil, das Alleinstellungsmerkmal, entstehen. Geht es um Auftragsarbeiten für die Wohnraumgestaltung, so passt er sein Kunstwerk von der Farbgestaltung bis hin zur Größenwahl ganz dem Umfeld an. Dieses soll sich letztendlich homogen in das Interieur-Konzept einfügen und gestalterische Vollendung schaffen. Und manchmal passiert es sogar, dass Michael E. Schranzer das eine oder andere Möbelstück passend zum Kunstwerk kreiert. Für den stimmigen Wohn(t)raum, versteht sich. Und weil Kunst nicht bei einem Bild endet.