Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 10.05.2019

Alles unter einem Hut

Kinder und Job, ein Spagat, der für viele Working Mums herausfordernd ist. Noch immer ist dieses Thema Frauensache. Vier Frauen, vier Meinungen.

Anna-Katharina Mayer


Quality Time

Die zweijährige Tochter der Moth­wurf-Designerin ist zwei Mal die Woche bei der Tagesmutter und wird vom Mann und der Schwiegermutter betreut. Ab Mai geht’s in die Kinderkrippe. Kein Problem, denn Leonie sei ein unkompliziertes und soziales Kind. Anna-Katharina Mayer würde sich in der Gesellschaft mehr Verständnis für die unteschiedlichen Lebenssituationen wünschen. Letztlich ist für die Zeit mit Kindern nicht Quantität wichtig, sondern Qualität.

Alexandra Pichler-Jessenko

 

Halbe-Halbe

Als ihre Tochter klein war, konnte sich die Selbstständige – als solche bekam sie kein Kinderbetreuungsgeld – die Zeit gut einteilen, im Gegensatz zu Alleinerzieherinnen oder 9-to-5-Workerinnen, die vom Staat mehr Unterstützung bräuchten. Teilzeit sieht Pichler-Jessenko für die Vereinbarkeit als gute Möglichkeit, trotz Damoklesschwert Altersarmut. Sie ist darum für ein verpflichtendes Pensionssplitting bis zum 7. Lebensjahr des Kindes und für halbe-halbe im Haushalt.

Alexandra Poetz


Grossfamilien

Die Designerin und Mutter von Zwillingen war zunächst bei den Kids daheim, machte eine Ausbildung zur Tagesmutter, wollte letztlich dann doch Abstand zu den eigenen vier Wänden. Später, als freischaffende Designerin, war ihr der Partner eine wertvolle Stütze. Poetz bedauert, dass es keine Großfamilien mehr gibt, dass Kinder aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden. Das sei aber mehr ein Problem der Gesellschaft als der Working Mum.

Nicole Präpasser

Mehr Respekt

Nicole Präpasser war schon vor der Geburt ihres Sohnes klar, dass sie auch während der Karenzzeit arbeiten wird. In ihrem Radiosender Grün-Weiß ist sie nur halbtags, die restliche Arbeit erledigt sie frühmorgens oder sobald der Sohn schläft. Die Nachmittage mit ihm genießt sie sehr. Präpasser findet, dass jede Mutter, die beides, Job und Kind, unter einen Hut bringt, vollsten Respekt und Anerkennung von der Gesellschaft bekommen sollte statt einer üblen Nachrede.

© Mothwurf, Rupert Pessl, Thomas Luef