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Fashion | 21.12.2021

Schmucke Emotionen

Schmuck ist mehr. Eine Gemütsregung, Freude oder eine glänzende Untermalung der Weiblichkeit. Nach diesem Credo designt die STEIRERIN AWARD-Gewinnerin Petra Roth ihre Ohrringe.

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© Thomas Luef

Zur Person

Die Grazerin Petra Roth ist seit 15 Jahren selbstständige Architektin. Mit 2019 gründete sie ihr Schmucklabel smart pieces by Petra Roth. Die Tochter des Schriftstellers Gerhard Roth ist mit der Liebe zur Kunst und Kultur aufgewachsen, was sie gestalterisch geprägt hat.


Wenn frau ihre Ohrringe auswählt und anlegt, dann sind diese nicht einfach nur Modeaccessoires, die den Look komplett machen. Ohrschmuck ist in jenem Moment ein Ausdruck der aktuellen Gefühlslage, ein Stimmungsparameter, der die natürliche Schönheit seiner Trägerin untermalt und vor allen Dingen das Gesicht rahmt. Daher ist guter Rat teuer, geht es um passende Ohrringe zum Typ.

Ein für Frauen gar kein unwichtiges Thema, das die Grazer Architektin und Schmuckdesignerin Petra Roth schon in ihrer Studienzeit beschäftigte. Damals waren es selbst gemachte Silberohrringe mit Perlen und Federn. Heute ist es ganzheitlich gelaserter Ohrschmuck aus teilweise recycelten Acrylglasplatten. Regional hergestellt und per Hand zu kleinen Kunstwerken zusammengefügt. Federleicht und individuell in seiner endgültigen Erscheinung. Daraus ist das Schmucklabel „smart pieces by Petra Roth“ entstanden, das seit 2019 als positiven Nebeneffekt Grazerinnen und Frauen über den steirischen Grenzen hinaus einfach ein gutes Gefühl mitgibt. Dafür hat Petra Roth kürzlich sogar den STEIRERIN Award 2021 in der Kategorie „die Trendsetterin“ erhalten.

Es ist ein unglaubliches Gefühl für etwas, das man nicht als Arbeit, sondern als Leidenschaft sieht, eine Auszeichnung zu erhalten“, freut sich die Architektin und Schmuckdesignerin Petra Roth über die Bestätigung, dass ihre Statement-Ohrringe mehr als nur Schmuck für ihre Kundinnen sind. Der Impuls zum Ohrschmuck aus gelaserten Acrylplatten ist ihr zusammen mit ihrer Tochter gekommen, die für das Fest „Aufsteirern“ ein Paar Ohrringe in Edelweißform suchte. „Da kam mir die Idee, diese florale Vorlage einfach via Laserplotter lasern zu lassen. Ein Vorgang, den ich als Architektin für den Modellbau immer wieder nutze“, so die Schmuckdesignerin. Nachdem das passende Material, farbige Acrylplatten, gefunden war, ging es an die Umsetzung. Und den Edelweiß-Ohrringen folgten bis heute 40 Kollektionen, darunter eine Exklusiv-Kollektion mit 80 unterschiedlichen Ohrring-Paaren für das Leopold Museum in Wien.

Designs, die Laune machen
„Mit floralen Designs habe ich begonnen und eine Zeit lang weitergemacht. Dann sind geometrische Figuren und lustige Designs wie Mäuse und Maschen hinzugekommen.“ Allesamt in unterschiedlichen Farben, glänzend, matt oder in Spiegelacryl-Optik und aus austauschbaren Elementen bestehend. Die anfängliche Herausforderung war die Feinheit im Laserprozess: „Wir mussten lange Zeit testen, wie dünn das Material überhaupt sein darf und wie fein gelasert werden kann, ohne einen Bruch zu riskieren“, erinnert sich Petra Roth, die jedes ihrer Ornamente vorab mit einem speziellen Computerprogramm zeichnet. Der Rest ist Handarbeit. „Die Mühe hat sich jedoch gelohnt, denn jetzt tanzen meine Designs federleicht am Ohr.“ In diesem Herbst/Winter übrigens am besten in den Trendfarben Spiegelbraun, Champagner oder Glitzersilber. Je nach Laune. Und ihre eigene zeigt Petra Roth übrigens mit ihren „smart mouse“-Ohrringen. „Ich habe Ohrringe, die nenne ich ,ugly mouse‘, weil sie aus schwarzem, zerkratztem Lack bestehen. Wenn ich einen Termin habe, wo ich vorab weiß, dass ich mich werde ärgern müssen, trage ich diese Ohrringe.“
Gespannt dürfen wir auf die kommende Kollektion von Petra Roth sein: „Ich werde kleine Aliens designen. Ganz filigran, kleinteilig und mit jeder Bewegung lustig tanzend.“ Für welche Emotion diese dann genau stehen, darf jede Trägerin für sich selbst entscheiden.

Bild 2111_ST_ST_PetraRoth-1.jpg
© Thomas Luef