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Fashion | 21.10.2020

Fashion Tipps

Fast Fashion vs. Slow Fashion am Beispiel des Lederschuhs

Fast Fashion

Fast Fashion ist mittlerweile fast jedem ein Begriff. Die kurze Haltbarkeit der Artikel, um schnellen Profit zu schlagen, wird in Kauf genommen und die Folgen werden wenig hinterfragt. Kunden lassen sich durch kurzweilige Angebote locken und denken noch gespart zu haben. Dabei sollte man meinen der Name an sich wäre schon allein ein Hinweis auf die schnelle Verfügbarkeit der Waren und die dementsprechend auch mangelnde Qualität des Produkts. Schnell geht das Kleidungsstück kaputt, sieht nicht mehr schön aus und wird daraufhin dann kurzerhand entsorgt. Aber leider halten wir uns viel zu selten vor Augen, was eine Wegwerfgesellschaft alles anrichten kann. Da die meisten günstigen Textilien aus Polyester bestehen und dieses Material zu einem Großteil aus Erdöl gefertigt wird, kann es nicht abgebaut werden und trägt stark zur Umweltverschmutzung bei. Laut Greenpeace ist ein drittel des Mikroplastiks in den Weltmeeren darauf zurückzuführen. 

Slow-Fashion

Doch nicht jeder Konsument geht dem Fast- Fashion Trend nach, langsam entstehen immer mehr Gegenbewegungen und man wird sich der Verantwortung für Mensch und Umwelt bewusst. Der Kunde schätzt wieder mehr gute Qualität, wie z.B den altbewährten Lederschuh anstatt des Billig-Sneaker und spart dabei auf lange Sicht und bei richtiger Pflege des Produkts auch noch Kosten, wie Ladenzeile.at durch eine Analyse herausgefunden hat. Bleiben wir beim Lederschuh, hat dieser nicht umsonst schon eine sehr lange Geschichte und einzigartige Eigenschaft, die dem Träger und der Umwelt bessere Dienste leistet, als ein kurzweiliges IT-Piece. Jedoch muss sich ein Kunde darüber im klaren sein, dass man beim Kauf von qualitativ hochwertigen Schuhen, Anfangs trotzdem erstmal einem höheren Preis gegenübersteht. Deswegen kann man aber sagen, je höher der Anteil Leder am Schuh, desto hochwertiger und langlebiger ist der Schuh. Denn die Hälfte des Preises fällt am Ende auf das Material zurück. 

Welche zusätzlichen Vorteile bietet der Lederschuh?

Wer sich am Ende für den Lederschuh entschieden hat, ist sich früher oder später über die angenehmen Eigenschaften und dem Tragekomfort bewusst. Nicht nur das das Material und die gute Verarbeitung dem Schuh ein elegantes Erscheinungsbild verleihen, nein der Fuß sitzt ohne zu reiben bequem im Schuh, schwitzt durch die atmungsaktive Eigenschaft nicht und schützt zusätzlich durch seine Robustheit auch noch vor unterschiedlichen Wettereinflüssen. Doch bis ein Lederschuh diese Eigenschaften besitzt, bedarf es einige handwerkliche Schritte, sowie den Vorgang eines chemischen Prozesses - der Gerbung. 

Bild footwear-1838767_1920.jpg
Foto: beigestellt

Welche Lederarten werden für die Textilbranche benutzt?

Die meisten verarbeiteten Häute der Lederindustrie sind Abfallprodukte der Lebensmittelindustrie. Vorwiegende Tierarten sind daher Rinds- Schwein- und Lammleder. Weiterhin unterscheidet man zwischen Glattleder und Rauleder. Glattleder wurden mit der Narbenseite nach außen hin verarbeitet. Hier wird nochmals zwischen gedeckte, pigmentierte oder offenporige Eigenschaften unterschieden. Rauleder wird im Gegensatz mit der Rückseite des Glattleders verarbeitet, welches oft Nubuk oder Veloursleder genannt wird und aus Kalb- oder Rindleder gefertigt ist. Ausgefallene und immer seltener verwendetes Leder ist z.B Reptilien,-Frosch,-Fisch, -Rentier und Pferdeleder. 

Nach dem Schuhkauf richtig Pflegen

Hat man ein bisschen tiefer ins Portemonnaie gegriffen und sich für einen Lederschuh entschieden, hält dieser nicht von allein einige Jahre. Hier kommt es auf die richtige Pflege an, womit allerdings nicht nur der Griff zur Schuhcreme gemeint ist. Wer lange etwas von seinem Lederschuh haben und am Ende auch sparen möchte, sollte seine Schuhe regelmäßig putzen, so dass Staub und andere Schmutzpartikel gar nicht erst tiefer in das Leder eindringen und dadurch beschädigen können. Auch richtiges An- und Ausziehen soll gelernt sein. Dabei sollte man niemals Gewalt anwenden, sondern die Schnürsenkel soweit es geht bis zur Mitte lockern, das man mit dem Fuß leicht aus dem Schuh heraustreten kann. Dadurch schont man den inneren Fersenbereich des Schuhs, bereitet den Schuh gleich für das nächste Anziehen vor und garantiert weiterhin auch eine gute Belüftung. Denn der Schuh sollte nicht täglich ohne Pause getragen werden, Tragepausen, in der man einen Schuhspanner benutzt, sollten regelmäßig eingehalten werden. 

Befolgt man einige dieser Tipps, hat man sicherlich sehr lange Spaß an seinem Schuh und auf lange Sicht auch noch gespart.