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Fashion | 04.09.2018

Slow Fashion

Kleider tauschen, Secondhand- oder faire Kleidung kaufen. Kein Modetrend, eine Gegenbewegung. Und Jasmin Teichtmeister macht es vor.

Fotos: Elisa Teichtmeister, Hersteller

Slow Fashion bedeutet Entschleunigung. Von schnelllebigen Modekollektionen und von einem aufflackernden Fashiontrend, der den nächsten jagt. Bei zwölf Kollektionen im Jahr, billigen Preisen und katastrophalen Produktionsbedingungen kein Wunder, dass immer mehr Fashionistas modetechnisch gesehen außer Atem kommen, übersättigt von der Kollektionsflut sind. Und spätestens seit dem Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza im Jahr 2013, bei dem mehr als 1.000 Näherinnen ums Lebens kamen, war klar, dass etwas falsch läuft.

Der Trend geht nun zu nachhaltiger, fair produzierter Mode. Styling mit gutem Gewissen sieht immerhin gleich viel schicker aus – findet auch die Grazer Onlineshop-Gründerin von Fairefy (www.fairefy.com) für fair produzierte und trendige Mode, Jasmin Teichtmeister: „Nachhaltige Mode bedeutet vor allem fair zu sein – zu Mitmenschen und zur Umwelt.“ Das sei für die Personal Shopperin, die ihre fairen Modeinspirationen aus London und Barcelona holt, aber längst kein Grund, danach auszusehen. Dank internationalen Modelabels wie Stella McCartney, Filippa K, Sanikai aus der Schweiz und Catarina Mina aus Brasilien wissen wir, wie sich Stylefaktor mit Eco-Gedanken kombinieren lässt: regionale Herkunft, kurze Produktionsstätte, faire Bezahlung an Mitarbeiter und eine große Portion Style! Geht doch. Und außerdem: Individualität geht bei Trendsettern sowieso vor kommerziellen Modetrends. Das sei auch bei Jasmin so. In der überfüllten Oxford Street in London nach den neuesten Trends zu suchen, käme ihr nicht in den Sinn. Viel lieber stöbere sie in angesagten Secondhandläden oder bei heimischen Designern. Ein Grundsatz, den sie zusammen mit einer Freundin ausbaute und daraus die Idee des Kleiderzirkus Graz, ein Kleidertausch-Event mit schönen, bereits getragenen Stücken, ins Leben rief. Erfolgreich: „Gleich bei unserer ersten Veranstaltung beteiligten sich mehr als 200 GrazerInnen“, freut sich Jasmin. „Heute veranstalten wir den Kleiderzirkus sogar im Rahmen des ,steirischen herbst‘ und in Kooperation mit dem Kunsthaus Graz.“ Doch der bewusste Umgang mit Mode lässt die Steirerin nicht los. Sie möchte Menschen sensibilisieren und gleichzeitig auf umweltbewusste Art noch schöner machen. Ein Onlineshop mit trendigen, fair produzierten Designer-Teilen aus Allerwelt musste für die Murmetropole her – fairefy.com –, um topmodische und faire Statements zu setzen. „Fairefy ist ein Onlineshop für fair hergestellte Mode und Accessoires, bei denen Rücksicht auf die Umwelt genommen wird, die Hersteller fair bezahlt werden und sich die Designer sozial engagieren. Zur Zeit finden sich sechs Marken (inklusive der Fairefy-T-Shirt-Kollektion) im Shop.“ Die Voraussetzungen, die ein Label mitbringen muss, um es auf Jasmins Plattform zu schaffen: Style, faire Produktion in Europa, faire Preise sowie Materialien mit Fairtrade-Zertifikat.

Faire Mode

Faire Mode von fairefy.com
stilsicher nach Typ kombiniert:

Der Sanduhrtyp kann auf taillenbetonte Teile, wie die hight-waist „Staple Shorts“ in Kombi mit „The Classic“-Top, setzen oder lässige Vintage-Levi’s-Jeans mit einem kurzen Oberteil kombinieren.

Der Birnentyp setzt auf sanft fließende Stoffe, wie beim „Faithfull Dress“ oder dem „Pinny Ava“, um kräftige Beine zu umhüllen und die femininen Kurven in Szene zu setzen. Auch die Blusen mit weiten Ärmeln wie „The Alpha“ sind super für diesen Typ – alles, was die Aufmerksamkeit in den oberen Bereich lenkt, ist toll!

Für alle, die etwas mehr Bauch haben (der Apfel), aber tolle Beine, ist die „cropped Leinenhose Nina“ mit einem weiten Oberteil oder „T-Shirt in Oversize“ genau richtig. Im Sommer darf ruhig Bein gezeigt werden – eine tolle Statement-Tasche passt diesem Typ auch gut – etwa die Korbtasche „Uru“.

Und für die sportlichen H-Typen (wenig Taille und keine weiblichen Kurven) sind der „Ada Pinny“, die „Becky Leinenjacke“ in Kombi mit Rock oder Hose sowie der „Amalia Jumpsuit“ genau richtig, da diese Teile Figur zaubern und einfach hinreißend aussehen.

T-Shirt-Kollektion von Fairefy

 

 

 

 

Jasmin Teichtmeister zeigt mit ihrem Onlineshop fairefy.com, wie stylisch fair produzierte Mode sein kann.