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Beauty | 01.12.2020

Frau-sein

Die Brust ist das Symbol für Weiblichkeit. Brustrekonstruktionen und begleitende Maßnahmen sind daher für Krebspatientinnen oft ein wichtiges Thema. Simone May und Thomas Rappl von Ma-Ra im Gespräch über Innovationen und den Einfluss von Covid-19.

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© Shutterstock

Vor drei Jahren veranstalteten Thomas Rappl, Chirurg für Plastische, Ästhetische und Rekonstruktive Chirurgie, und Allgemeinmedizinerin Simone May, die Ma-Ra – Zentrum für Ästhetische Medizin und Plastische Chirurgie in Graz leiten, mit dem „Charity-Steirern in Pink ’n’ Blue“ eine der erfolgreichsten Charity-Veranstaltungen für Brust- und Prostatakrebs gemeinsam mit Lars Kamolz, Leiter der Abteilung für Plastische Chirurgie an der Med Uni Graz), Birgit Kamolz (Con:concept) und Tattookünstler Mario Barth.

Was hat sich seither getan?
Simone May: Aufgrund der Covid--19-Situation haben sich leider die Vorsorgeuntersuchungen reduziert, was zu einem höheren Risiko des Nicht-erkennens von Karzinomen führte. Sicherheitsmaßnahmen und lange Wartezeiten verstärkten dieses Problem insbesondere im Hinblick auf das Brustkarzinom.
Thomas Rappl: Auf der Abteilung für Plastische Chirurgie haben wir dennoch besonderes Augenmerk darauf gelegt, die notwendigen Operationen zeitgerecht durchführen zu können.

2020 hat sich durch Covid-19 schlagartig alles geändert …
Simone May: Um unseren Patienten Sicherheit geben zu können, bieten wir regelmäßig Skype-Beratungen an. Wir möchten unseren Patienten das Gefühl geben, dass sie in dieser schwierigen und herausfordernden Zeit nicht alleine sind und über ihre gesundheitlichen Probleme abseits der Ästhetik offen sprechen können. Unser Vorteil liegt auch darin, dass wir beide in öffentlichen Krankenhäusern beschäftigt sind und bei Handlungsbedarf auch stationär abklären können.

Auf welche Innovationen setzen Sie in Ihrer Privatordination Ma-Ra?
Thomas Rappl: Im chirurgischen Bereich setzen wir in verstärkten Maßen auf minimal-invasive, rekonstruktive Maßnahmen wie die Brustrekonstruktion mit Eigenfett, soweit die Gegebenheiten es zulassen und die Indikation passt.
Simone May: Wir haben uns verstärkt auch um die unterstützenden Maßnahmen gekümmert. Neue, moderne Lasermethoden können den Aufbau der durch Chemo- und Hormontherapie geschädigten Genital--Schleimhäute unterstützen sowie die Inkontinenz behandeln – ein Thema, das sehr oft aus Schamgefühl nicht angesprochen wird, dennoch aber einen enormen Leidensdruck darstellt.

Was, denken Sie, wird die Zukunft bringen?
Simone May: Es hat sich bereits einiges verändert und wir werden unser ehemaliges Leben nicht so rasch zurückbekommen. Mit einer baldigen Verfügbarkeit eines Impfstoffes besteht die Hoffnung, die Pandemie in den Griff zu bekommen.
Thomas Rappl: Man kann die Covid-19--Situation jedoch auch als Chance sehen, Strategien zu entwickeln, um effizienter und gezielter im Sinne der Qualität handeln zu können.

www.ma-ra.at

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Thomas Rappl und Simone May © Jean van Lülik