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People | 21.01.2020

Große Hilfe für kleine Fellnasen

Die STEIRERIN-AWARD-Gewinnerin Renate Riedel gibt einen Einblick in ihr Schutzengeldorf der behinderten Katzen.

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STEIRERIN-AWARD-Gewinnerin Renate Riedel. © Thomas Luef

Gequält, verletzt und ungeliebt. Die Katzen, die im „Schutzengeldorf der behinderten Katzen“ Unterschlupf finden, haben meist schlimme Erfahrungen hinter sich. In Renate Riedels Tierheim und Gnadenhof in Kalsdorf bei Graz haben sie aber zum Glück einen Platz fürs Leben gefunden, wo es ihnen an nichts fehlt. Vor allem nicht an Zuneigung ihrer Katzenmama.

Mit viele Liebe zum Detail und Herzblut hat die couragierte Tierschützerin, die für dieses Engagement mit dem STEIRERIN AWARD 2019 in der Kategorie „Die Helferin“ ausgezeichnet wurde, ein Dorf für ihre Schützlinge geschaffen, wo es ihnen an nichts fehlt. „Seit über 30 Jahren mache ich ich mich schon für den Tierschutz stark. Die Idee mit dem Schutzengeldorf hat sich eher zufällig ergeben.“ 2011 eröffnete sie gemeinsam mit ihrem Partner, Diplomtierarzt Bernhard Kaiser, eine Praxis in Kalsdorf, in der die Steirerin als Tierarztassistentin bis heute hauptberuflich arbeitet. „Es wurden uns immer wieder verunfallte Katzen, trächtige Katzen oder Babykatzen ohne Mama gebracht – die keine Besitzer hatten. Katzen, die zu vermitteln waren, wurden an gute Stellen übergeben. Aber es waren viele Katzen dabei, die einfach nicht vermittelbar waren. Zweibeinige, Blinde, Katzen mit Gen-Defekt. Wo sollten sie Unterschlupf finden?“
Als dann die an die Praxis angrenzende Lagerhalle frei wurde, musste Riedel nicht lange überlegen und pachtete diese an. Das war 2015. Heute erinnert nichts mehr an eine leere Halle. Kuschelige Katzenhöhlen, ausreichend Futter, Freilaufgehege und alles, was Katzen für ein artgerechtes Leben brauchen, bekommen sie im Schutzengeldorf. Jede freie Minute und jeden möglichen Cent investiert Riedel gezielt. Da wird sogar vor Ort übernachtet, wenn einer der Fellnasen akut Rund-um-die-Uhr-Betreuung benötigt.

Woher diese Kraft für diese Einsatzbereitschaft kommt, kann Riedel leicht erklären: „Ich bin davon überzeugt, dass wir auf die Welt gekommen sind, um zu lernen und zu helfen. Und ich bin froh, helfen zu können – und dafür bin ich auch bereit, bis an meine Grenzen zu gehen. Mir ist schon klar, dass nicht jeder eine Auffangstation für Katzen aufbauen kann oder will, aber wenn jeder nur im Kleinsten hilft, wird die Welt schon ein Stück besser. Viele Tropfen ergeben doch ein Meer.“

Und viele Tropfen sind auch nötig, um den Betrieb des Schutzengeldorfes aufrechtzuerhalten. Aktuell werden 55 Katzen versorgt, die rund 15 Kilo Futter und bis zu 60 Kilo Streu brauchen – und das täglich. So kommt zu der Versorgung ihrer Schützlinge auch der unermüdliche Einsatz dazu, finanzielle Mittel aufzustellen. Trotz des bewundernswerten Engagements bleibt Riedel bescheiden. „Es ist eine schöne Aufgabe, die ich liebend gerne mache. Ich finde, es ist nichts Besonderes, sondern selbstverständlich.“ Ob das so selbstverständlich ist? Wenn ihre Schützlinge reden könnten, würden sie wohl etwas anderes sagen.

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© Thomas Luef

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© Thomas Luef

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© Thomas Luef

Spendenkonto: Schutzengeldorf der behinderten Katzen
BAWAG PSK
IBAN: AT39 6000 0803 1017 9837
BIC: OPSKATWW

Geholfen werden kann auch durch die Übernahme einer Patenschaft oder Sachspenden wie Nassfutter, Handtücher, Leintücher, Kratzbäume aus Vollholz, waschbare Kuschelhöhlen, Leckerlis …

www.schutzengeldorf.at

 

 


Bewerbung für die STEIRERIN AWARDS 2020

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