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People | 09.11.2019

Von Anfang an

Nicht nur das Casino Graz feiert 35-Jahr-Jubiläum, auch Direktor Andreas Sauseng. Wie seine Karriere begann, wie sich das Konzept über die Jahre verändert hat und warum er bei der Arbeit immer ein Rad griffbereit hat, verrät er im Gespräch mit der STEIRERIN.

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© Marija Kanizaj

Mit Tag eins des Casino Graz im Jahr 1984 startete auch die Karriere von Andreas Sauseng – damals noch als Croupier. 35 Jahre später blickt der gebürtige Grazer auf eine erfolgreiche Laufbahn zurück und freut sich darauf, im kommenden Jahr den bereits achtmillionsten Besucher im Casino Graz begrüßen zu dürfen. „Das Thema Spielen hat mich schon immer fasziniert. Zum einen von den mathematischen Grundlagen, zum anderen von der psychologischen Seite her.“ So musste er auch nicht lange überlegen, als ihn in den 1980ern einige Freunde dazu motivierten, doch gemeinsam einen Croupier-Kurs zu besuchen. Ein idealer Verdienst neben dem Germanistik-Studium. Gesagt, getan. Und so war Sauseng am 20. Oktober 1984 bei der großen Casino-Eröffnungsfeier in den Grazer Stefaniensälen, wo unter anderem auch der damalige Bürgermeister Alfred Stingl, Landeshauptmann Josef Krainer und der spätere Bundeskanzler Franz Vranitzky ihr Glück am Spieltisch versuchten, mittendrin statt nur dabei.

Perspektivenwechsel. Schnell wurde klar, dass der Nebenjob zur beruflichen Hauptsache avanciert. 1999 wechselte Sauseng ins Management, 2003 als stellvertretender Direktor ins Casino Kitzbühel – damals war es noch üblich, dass man für Karrieresprünge eine Zeit lang in einen anderen Betrieb wechselt –, bevor er 2006 die Leitung des Casino Graz übernahm. „Lustig ist, dass ich damals der jüngste Direktor war. Mittlerweile bin ich in Österreich der älteste und auch längstdienendste im Amt.“ Und egal ob damals oder heute, das Schöne am Beruf ist die Arbeit mit Menschen. „Auf beiden Seiten – Kollegen sowie Gäste. Das birgt in sich, dass immer etwas Neues passiert. In meiner Verantwortung liegt ja nicht nur die perfekte Spielabwicklung, sondern auch unser einzigartiges Ambient  im Haus.

 

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© Marija Kanizaj

Runde Sache. Bei den vielen Aufgaben muss es manchmal auch schnell gehen. Daher nutzt Andreas Sauseng für Termine in der Innenstadt besonders gerne das Rad. „Vor allem, wenn es sich um einen lockeren Termin handelt und ich keinen Anzug tragen muss, ist das Rad gerade mit unserem Standort mitten in der Stadt eine praktische Alternative.“ Nur das Wetter muss dazu passen. „Um ehrlich zu sein, bin ich ein Schönwetter-Radler. Aber wenn das Wetter passt, fahre ich auch mit dem Rad zur Arbeit.“
Radfahren ist aber auch privat, neben Golf und Fußball, ein Hobby des Direktors. „Gemeinsam mit meiner Frau und meinen beiden Kindern verbringe ich jedes Jahr eine Woche in Kitzbühel. Da borgen wir uns immer Räder aus und erkunden die Gegend“ – die ideale Entspannung zum oft fordernden Berufsalltag. Denn eines gibt es im Casino-Betrieb nicht: Stillstand.

Nicht alles auf eine Karte setzen. „In einer Zeit der Veränderung, in der wir uns befinden, gibt es jeden Tag neue Dinge. Da bleibt es nicht aus, dass man sich mitverändert.“ So hat sich der Betrieb eines klassischen Spiel-Casinos zum Ort mit Rundum-Unterhaltungsangebot gewandelt. „Diese Veränderung war auch notwendig, da wir uns vom Mitbewerb, der rein Glücksspiel betreibt, definitiv abheben wollen. Aber auch, weil wir aufgrund unserer gesellschaftspolitischen Verantwortung mehr bieten wollen als nur unser Kernprodukt.“ Und die neue Positionierung ist mit dem Zwei-Haubenlokal „Cuisino“ und über 100 Veranstaltungen pro Jahr alleine im Casineum gelungen, was aber trotzdem kein Grund zum Ausrasten ist. „Mit 1. Jänner 2020 wird es eine Gesetzesänderung geben, die bewirkt, dass man Poker wieder nur in den Casinos spielen darf. Bis jetzt durfte man das auch in sogenannten Poker-Spielclubs. Aus diesem Grund werden wir uns mit Special--Events  verstärkt ums Pokerangebot kümmern.“

 

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Casino-Direktor Andreas Sauseng im Gespräch mit STEIRERIN- Redakteurin Lissi Stoimaier. © Marija Kanizaj

Immer ein Grund zum Feiern. Und wer nicht bis zum neuen Jahr warten will, hat bis zum Jahresende noch ausreichend Grund, im Casino zu Feiern. Anlässlich des 35-Jahr-Jubiläums heißt es am 16. November ab 17 Uhr für alle Besucher „Back to the 80s“. Am 30. Dezember tauscht man beim beliebten Bauernsilvester das Abendkleid und das Sakko gegen Lederhose und Dirndl ein und mit vielen kulinarischen Highlights und Live-Musik rutscht man dann tags darauf gebührend ins neue Jahr.