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People | 08.02.2018

Zwei Frauen, fünf Ringe, ein Ziel!

Am 9. Februar starten die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang. Im Interview mit der STEIRERIN sprachen die zwei heimischen Olympionikinnen, Conny Hütter und Katrin Ofner, über die Bedeutung der Spiele, was im Koffer nach Südkorea nicht fehlen darf und über ihre Hoffnungen für die Bewerbe.

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Gelungenes Comeback. Conny Hütter ist nach ihrem Sieg in Lake Louise im Ski-Alpin-Zirkus wieder mittendrin statt nur dabei. © GEPA pictures/ Christian Walgram

Conny Hütter

Mit welchen Zielen fliegst du nach Südkorea?
Wenn man sich für Olympische Spiele qualifiziert, dann gibt es nur ein Ziel: die Schnellste zu sein.

Olympische Spiele sind ja auch ein Milliardengeschäft geworden. Was ist deine Meinung dazu?
Grundsätzlich finde ich es gut, wenn der Sport einen hohen Stellenwert bekommt und große Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit erfährt. Ich würde mir nur wünschen, dass irgendwann ein Umdenken stattfindet und nicht nur das Geld die Hauptrolle spielt und solche weltweiten Großereignisse auch wieder einmal dort ausgetragen werden, wo der Wintersport tatsächlich zu Hause ist. Wenn Skipisten lediglich für ein paar Rennen gebaut werden und danach nie mehr genützt werden, ist es meiner Meinung nach einfach der falsche Weg.

Welche Bedeutung haben Olympische Spiele für dich?
Olympische Spiele haben allein schon aufgrund der langen Geschichte und der großen Tradition eine besondere Bedeutung für jeden Sportler. Auch wenn man sich als Athlet immer wieder einredet, dass es eigentlich im Prinzip „nur“ Skirennen wie andere sind, haben diese Bewerbe einfach einen anderen Stellenwert.

Was darf im Koffer nach Pyeongchang nicht fehlen?
Ich habe immer einen Glücksbringer im Gepäck mit dabei.

Spielt der Nordkoreakonflikt im Hinterkopf eine Rolle?
Natürlich liest und hört man immer wieder Dinge darüber und man macht sich so seine Gedanken. Aber letztendlich bleibt uns Athleten eh nichts anderes übrig, als dem ÖOC und den verantwortlichen Funktionären zu vertrauen. Sie würden uns nie dorthin entsenden, wenn die Gefahr tatsächlich so groß wäre. Auch in Sotschi hat es davor Diskussionen gegeben, im Endeffekt hat man sich vor Ort sicher gefühlt.

 

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Will aus Südkorea eine Olympia-Medaille im Skicross mitheimbringen: Katrin Ofner. © GEPA pictures/ Mathias Mandl

Katrin Ofner

Welche Bedeutung haben Olympische Spiele für dich?
Olympische Spiele sind für mich etwas Besonderes. Es war schon als Kind ein Traum von mir, dass ich einmal bei den Olympischen Spielen am Start stehen werde. Das ist mir jetzt schon zweimal gelungen und dadurch hat sich mein Ziel verschoben zu „bei der Siegerehrung eine Medaille umgehängt zu bekommen“. Ich konnte in Vancouver und Sotschi viele Erfahrungen sammeln und bin jetzt sicher um einiges reifer. Ich weiß, dass die Atmosphäre rundherum anders ist als bei einem Weltcuprennen, jedoch reduziert sich alles auf ein „normales“ Rennen, wenn ich am Start stehe. Dann geht es einfach darum, dass neben mir drei Gegnerinnen im Startgate stehen und jede als Schnellste im Ziel sein will. 

Mit welchen Zielen fliegst du nach Südkorea?
Mir eine Medaille zu erfahren.

Was darf im Koffer nach Pyeongchang nicht fehlen?
Mein eigenes Frühstück – Müsli von Verival. Das brauche ich, um gut in den Tag zu starten, und ein gutes Frühstück ist für mich extrem wichtig.Und meine eigene Bettwäsche. In Sotschi haben sie im Olympischen Dorf die Bettwäsche vermutlich aus der Verpackung genommen und das Bett überzogen, da konnte ich nicht gut schlafen. Zum Glück war Marion Kreiner noch zu Hause und hat mir dann nach Sotschi eine Bettwäsche mitgenommen, dann stand meinem Erholungsschlaf nichts mehr im Weg. (lacht) 

Die Bewerbe werden zum Teil nur ein paar Kilometer von der nordkoreanischen Grenze entfernt ausgetragen – spielt der Nordkoreakonflikt im Hinterkopf eine Rolle?
Nein, bei mir nicht.

Welche Schlagzeile würdest du nach deinem Bewerb gern in der Zeitung lesen?
Mit Geduld zum Erfolg.