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Lifestyle | 17.09.2020

Digitalisierung von Unternehmen

Die Wirtschaftskammer Österreich steht Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite.

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Digitalisierung im Betrieb heißt Prozesse zu überprüfen, zu straffen und im besten Fall durch den Einsatz von IT-Systemen effektiver zu gestalten. © pixabay.com/geralt (CC0 Public Domain)

Die Wirtschaftskammer Österreich steht all jenen Unternehmern mit Rat und Tat zur Seite, die sich auf den Weg der Digitalisierung machen möchten. Wie vielfältig Digitalisierung aussehen kann, ist dabei den wenigsten auf den ersten Blick bewusst. Digitalisierung kann betriebsinterne Prozesse im Fokus haben, kann auf Entwicklungen im Bereich künstlicher Intelligenz setzen, kann den Unternehmeralltag durch E-Rechnung und IT-Systeme erleichtern und Handel sowie Konsum komplett auf den Kopf stellen (Stichwort: E-Commerce). Was die Digitalisierung in der Praxis eines Unternehmens bedeuten kann, wie groß die Herausforderung ist, wer bei der Umsetzung unterstützt und wie es um die Digitalisierung im Land bestellt ist, verrät dieser Beitrag.

Die Digitalisierung von Abläufen in Betrieben

Um ein Unternehmen von der analogen Arbeitsweise in die digitale Arbeitsweise zu bringen, ist häufig Unterstützung eines externen Beraters nötig. Gut geeignet, um diesen Weg zu begleiten, sind IT-Consultants, die ein profundes Wissen der gängigen IT-Möglichkeiten haben und dabei auch unternehmerisch denken können. Wer als Unternehmen eine Digitalisierung der Abläufe im Betrieb plant, wird diese Schritte mit dem IT-Berater gehen:

  • Alle Abläufe, Prozesse, Verantwortlichkeiten, Rechte, Rollen und Wege im Betrieb werden dokumentiert. Dabei geht es darum, sowohl aufzuzeigen, welchen Weg ein Produkt oder eine Dienstleistung nimmt, als auch niederzuschreiben, welche Verantwortlichkeiten wo bestehen.
  • Nun besteht das Ziel darin, die im Schritt 1 entstandene Prozessskizze zu vereinfachen – indem Umwege vermieden werden und IT überall dort zum Einsatz kommt, wo sie effektiver, sicherer oder qualitativ hochwertiger ist.
  • Um aus dem ursprünglichen Unternehmensgefüge ein digitalisiertes Unternehmen zu machen, kann nicht direkt jeder Ablauf auf den Kopf gestellt werden. Stattdessen macht es Sinn, analoge Abläufe mit wenigen Schnittpunkten zu digitalisieren, um direkt im ersten Schritt für mehr Effizienz zu sorgen. Anschließend wird nach Priorität der Unternehmensführung weiter digitalisiert.

Die Digitalisierung von Geschäftsabläufen wird in den meisten Fällen auch zur Restrukturierung der Betriebsabläufe führen. Die im Schritt 1 erstellte Dokumentation wird zeigen, welche oft sehr umständlichen Wege beschritten werden, damit Produkte oder Dienstleistungen beim Kunden ankommen. Im Zuge der Digitalisierung werden hier nicht nur IT-Systeme zum Einsatz kommen, sondern auch Abläufe sich ändern.

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Eine Digitalstrategie aufzusetzen, bedeutet, das Unternehmen in der digitalen Welt zu verorten – mithilfe von gekonnten Marketingansätzen. © pixabay.com/geralt (CC0 Public Domain)

Die Digitalstrategie eines Unternehmens

Neben den digitalen Strukturen, die einem Betrieb zu mehr Effizienz verhelfen, kann auch die Digitalisierung der Strategie ein Baustein sein, um auf nachhaltigen Unternehmenserfolg zu setzen. Dahinter verbirgt sich jedoch eine Mammut-Aufgabe, für die in der Praxis die Unterstützung einer Agentur für Werbung und Digitalisierung nötig ist. Die Profis für Digitalstrategien setzen für Betriebe ein Komplettpaket auf, welches unter anderem diese wichtigen Einzelbereiche im Betrieb abdeckt:

  • Um eine Corporate Identity zu entwickeln, die der grafische und optische rote Faden eines Unternehmens ist es, braucht es mehr als nur einen findigen Grafiker, denn mit Logo und Corporate Design geht auch die Markenbildung einher.
  • Web-Design. Das Online-Design ist für alle Unternehmen ein Aushängeschild. Für Betriebe, die im E-Commerce tätig sind, bekommt dieser Bereich der Digitalstrategie noch einmal eine noch größere Bedeutung.
  • Online-Marketing. Hierbei geht es um jegliche Form der Online-Kommunikation – mit Partnern, Kunden, Wettbewerbern und auch mit künftigen Mitarbeitern. Für jede Zielgruppe und für jeden Kanal ist eine andere Stimmlage die richtige.
  • Customer Journey. Wer den Weg des Kunden vom Angebot bis hin zur Kaufentscheidung kennt, kann diesen so attraktiv gestalten, dass es kaum möglich ist, „abzuspringen“. Dieses Ziel – den Weg des Kunden zu kennen und zu begleiten – kann auf Basis hochkarätiger Marketingstudien optimiert werden.

Eine Digitalstrategie für das Unternehmen aufzusetzen, hat nur wenig mit dem Einsatz verschiedener IT-Systeme zu tun. Stattdessen geht es darum, den Betrieb mit einer Marke auszustatten, die analog und digital haltbar ist. Das ist wichtig für Bestandsunternehmen und für Startups gleichermaßen.

Wie ist es um die Digitalisierung in österreichischen Unternehmen bestellt?

Dieser Frage ist das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung nachgegangen, um anschließend diese Informationen zu publizieren: Beim Vergleich wichtiger Kennwerte liege Österreich noch zurück, wie zum Beispiel beim Digitalisierungsindex der EU (DESI), bei dem Österreich auf Platz 11 liege. Im Lande fehle es an ultraschnellen Breitband-Verbindungen; Cloud-Dienste werden eher stiefmütterlich behandelt und genutzt. In der Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse heißt es, dass die Infrastruktur für die Breitbandkommunikation der erste wichtige Schritt sei, um in puncto Digitalisierung aufzuholen.

Auf der To-do-Liste des Landes stehen infolgedessen diese Aufgaben:

  • Aufholen beim ultraschnellen Breitband mit Übertragungsraten von 100 Mbit/s und höher. Seitens der Netzbetreiber gibt es aufgrund topografischer und geologischer Verhältnisse nur wenig günstige Angebote, auch die Nachfrage ist im Festnetzbereich vergleichsweise gering – bei Unternehmen und Nutzer mobiler Breitbandkommunikation lässt sich eine gute Durchdringung feststellen.
  • Den Anschluss finden im Bereich digitaler Fertigkeiten. Noch ist das Know-how des Fachpersonals im Land gut, allerdings muss dieser Anschluss mit Blick auf rasante neue Entwicklungen auch nachhaltig verfolgt werden. Hinzu kommt die vergleichsweise geringe Internetnutzung der älteren Generation; hier liegt Österreich im EU-Vergleich deutlich zurück. Cloud-Dienste werden nur wenig genutzt. Zwar setzen immer mehr Betriebe auf Automatisierung, ERP-Software und andere digitale Wege, allerdings gilt im Land keinesfalls die Prämisse „online first“.
  • Den Wettbewerbsanschluss finden in der Informations- und Kommunikationstechnik. Der Wertschöpfungsanteil im Bereich der Produktion lag im Jahr 2016 bei 5,8 Prozent, was Österreich den vorletzten Platz im EU-Vergleich bescherte. Auf Platz 22 landete des Landes mit einem Beschäftigungsanteil von 4,1 Prozent in diesem Bereich. Genutzt wird IKT hingegen kontinuierlich häufiger, wobei die Beschäftigungs- und Wertschöpfungsanteile auch hier zwischen 10 und 15 Prozent liegen.