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Lifestyle | 09.10.2019

Herbstzeit ist Thermenzeit

Hoch lebe die Entspannung!

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Kleinkinder sollen für maximal 15 Minuten im Thermalwasser bleiben! © Pixabay.com/947051 (CC0 Creative Commons)

Im Herbst ticken die Uhren anders: Wenn die Nächte länger als der Tag sind, hat dies auf unseren Körper erhebliche Auswirkungen. Der natürliche Vitamin-D-Spiegel sinkt, während das Schlafhormon Melatonin ansteigt. Auch die weiteren Hormone steuern geradewegs in Richtung Winterschlaf zu. Unangenehme Folgen wie Tagesmüdigkeit, schlechte Laune oder eine größere Infektanfälligkeit sind vorprogrammiert. Doch glücklicherweise gibt es einfache, effektive Methoden, um dem Sommer eine „Fristverlängerung“ zu gewähren. Thermenbesuche geben dem Körper einen Immunsystem- und Hormonpush. Thermen sind ein gesundheitsfördernder Ort, der besonders in der dunklen Jahreszeit dazu einlädt, die Seele baumeln zu lassen. Hoch lebe die Entspannung!

Was ist eine Therme und was unterscheidet sie von normalen Schwimmbädern?

Heilendes Wasser und Wärme bilden die beiden wichtigsten Elemente einer Therme. Seit jeher wissen die Menschen um die positive Wirkung auf Geist und Körper. Im Unterschied zu gewöhnlichen Schwimmbädern entstammt das Wasser der Thermalbäder tief gelegenen, mindestens 20° Celsius warmen Quellen. Als ideale Wassertemperatur gelten in einer Therme 34 bis 36° Celsius. Dies entspricht in etwa der menschlichen Körpertemperatur, sodass kein temperierender Ausgleich  erforderlich ist. Auch wenn der Mensch längere Zeit im Thermalwasser badet, friert er deshalb nicht.

Schon die alten Griechen und Römer nutzten öffentliche Bäder als kommunikative, heilende und erholsame Orte. Den Begriff „Therme“ prägten die Römer am Ende des ersten Jahrhunderts, obwohl die ersten Thermalbäder schon etwa 400 v. Chr. entstanden. Heute, in dynamischen Zeiten erhöhter mentaler und körperlicher Anforderungen, erfüllen Thermen überwiegend die Funktion von therapeutischen oder gesundheitsfördernden Bädern. Neben der Behandlung von körperlichen und seelischen Erkrankungen gelten Thermalbäder als umfassende Orte der Entspannung – oft verbunden mit vielseitigen Wellness-Anwendungen.

Für wen ein Thermenbesuch geeignet ist

Ein Thermenbesuch kommt für Menschen aller Altersgruppen infrage, solange keine akute Erkrankung oder ein schlechtes gesundheitliches Befinden vorliegt. Da das warme Heilbad Herz und Kreislauf fordert, sollten sich Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen lediglich kurz im Thermalwasser aufhalten.

Entspannung pur in Thermenhotels mit Wellness-Angeboten

Ein Besuch im Thermalbad möchte gut und sorgfältig geplant sein. Schließlich bringt jeder unterschiedliche Bedürfnisse und Ansprüche an einen Thermenbesuch mit. Hierbei kann die Wahl einer geeigneten Therme inklusive Unterkunft zum entspannten Start in den Wellness-Urlaub beitragen.

Ein echter Platz zum Wohlfühlen ist bei einem Urlaub mit Thermenbesuch ein Muss. Unterkünfte wie das Sonnenreich Thermenhotel Loipersdorf bieten eine angenehme Balance aus Aktivität und Entspannung. Die Angebote schenken nicht nur wertvolle Zeit im heißen Heilbad, sondern auch ein Stück Lebensfreude. Beim ausgiebigen Wellness-Programm ist ein Wechsel vom Innen- zum Außenbecken ebenso möglich wie ein entspanntes Abschalten in der Sonnensauna. Solch ein Verwöhnprogramm lässt sich durchaus mit gesundheitsfördernden Prozessen verbinden. Etwa dem Heil- oder Basenfasten als äußerst wirkungsvolle, aber schonende Methode zur natürlichen Entgiftung des Körpers.

Verschnaufpause im Herbst – wie die unterschiedlichen Thermalbäder wirken

Der Besuch eines Thermalbades ist durchaus mit einem Kurzurlaub gleichzusetzen. Während der herzallerliebsten Herbst-Zeit ermöglicht das heiße Baden, für einen Moment dem Alltag zu entfliehen und neue Kraft zu tanken. Klassische und traditionelle Massagen gehören mancherorts ebenso zum thermalen Angebot wie Dampfbäder, Saunen oder Bewegungstherapien. Je nach Art der Quellen und Zusätze bringen die jeweiligen Bäderarten unterschiedliche Wirkungsweisen mit.

Solebäder

Solebäder werden mit Kochsalzlösungen mit Salzgehalten zwischen eineinhalb und sechs Prozent angereichert. Damit die Sole ihre volle Wirkung entfaltet, muss das Wasser mindestens 37 Grad Celsius warm sein. Solebäder therapieren eine breite Palette klassischer Zivilisationskrankheiten. Sie erweisen sich bei Erkältungen und Verdauungsbeschwerden als genauso wirkungsvoll wie bei Schlaf- und Stoffwechselstörungen oder Konzentrationsschwächen.

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Türkische Heilbäder tragen zu einem geschmeidigeren und reineren Hautbild bei. © Pixabay.com/mermyhh (CC0 Creative Commons)

Basisches Bad

Bei der Behandlung mit basischen Bädern verbringen die Gäste zwischen 30 und 60 Minuten im mit ungebleichtem Meersalz eingelassenen Wasser. Der Fokus der Behandlung richtet sich auf das Entgiften und Entschlacken der Haut. Am Ende ermöglicht das basische Bad, überschüssige Säure zu neutralisieren und aus dem Körper zu leiten.

Medizinisches Bad

Medizinische Bäder fördern abhängig von den jeweiligen Badezusätzen, den Heilungs- und Genesungsprozess. Sie gelten als wichtige, ergänzende Therapie bei Haut- und Gelenkerkrankungen sowie Stoffwechselstörungen. Voraussetzung für ein wirkungsvolles medizinisches Heilbad sind zwischen 19 und 22° Celsius heiße Räume mit 35 bis 38° Celsius warmen Wassertemperaturen. Durch diese Gegebenheiten wirkt das in etwa auf Körpertemperatur befindliche Wasser entspannend und wohltuend zur Haut. Nach dem Baden ist es üblich, die Vitalfunktionen mit einer kalten Wasserdusche anzuregen.

Römisches Bad

Bei dem Besuch eines römischen Bades durchlaufen die Gäste mehrere Räume. Zunächst halten sie sich im 39°C warmen Tepidarium, anschließend im 40°C warmen Caldarium auf. Danach erfolgt eine entspannende und wohltuende Massage. Im dritten Raum, dem 50 bis 60°C heißen Lanconium, klingt der Besuch aus. Das Ziel der römischen Bäder besteht in der sanften, aber langsamen Erwärmung des Körpers. Diese Vorgehensweise kuriert beispielsweise leichte Infekte oder lockert verspannte Muskulatur auf.

Türkisches Bad

Mit der islamischen Badekultur ist der türkische Hamam untrennbar verbunden. Das Dampfbad findet traditionellerweise in einem marmorierten Raum statt. Während der heilenden Anwendung übergießen sich die Gäste in regelmäßigen Abständen mit Wasser. In der Zeit des Dampfbades öffnen sich die Hautporen, wodurch der Körper innerlich und äußerlich entgiftet.  Unmittelbar nach der Anwendung erhalten die Besucher eine tiefenreinigende Massage. Hier regen die aufgetragenen Peelings den Stoffwechsel sowie die Durchblutung an. Am Ende des türkischen Bades gibt es eine Entspannungs- und Ruhephase, in der sich der Körper vollends erholt.

Kleinkinder sollen für maximal 15 Minuten im Thermalwasser bleiben!

Wie der Thermalbesuch den größtmöglichen gesundheitlichen Effekt erzielt

Um vom Thermalwasser als schöne Seite des Herbstes gesundheitlich zu profitieren, sind regelmäßige Besuche vonnöten. Wer nur bei einer nahenden Erkältungswelle das Thermalbad aufsucht, kann das Immunsystem nicht rechtzeitig stärken. Normalerweise stärkt schon ein wöchentlicher, kurzer Thermengang das Immunsystem nachhaltig. Um ein ausreichendes Maß an Entspannung und Erholung zu erreichen, sind mehrstündige Thermalbesuche angebracht.

Wir empfehlen außerdem, den Körper auf das Heilbad vorzubereiten. Spaziergänge im flotten Tempo oder Gymnastikübungen helfen, den Kreislauf vorab in Schwung zu bringen. Reduzieren sollte sich dagegen der Aufenthalt im warmen Wasser. Maximal 20 Minuten am Stück sind optimal, ehe die nächste Ruhepause ansteht. Da die Blutgefäße durch die höheren Druckverhältnisse im Wasser erweitert werden, sollten regelmäßige Ruhepausen eingelegt werden.