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Lifestyle | 16.05.2019

Breathe!

Tief durchatmen ist gesund - doch wie atmet man eigentlich richtig? Und warum machen wir es unbewusst falsch?

Schluss mit dicker Luft!

Dass insbesondere Städter angesichts schädlicher Abgase und unangenehmer Gerüche manchmal am liebsten die Luft anhalten würden, ist verständlich. Das oberste Credo lautet daher: Dicker Luft sollte man so oft es geht entfliehen und sich eine "Atempause" in der Natur gönnen: Im Wald und auf Wiesen duftet es einfach herrlich, und Berg- oder Meeresluft befreien spürbar die Atemwege. In geschlossenen Räumen können Luftwäscher und -reiniger Hausstaub, Feinstaub, Pollen und Gerüche beseitigen - eine Wohltat, insbesondere wenn es sich um ein hochwertiges, geräuscharmes Gerät handelt, das weder Unterhaltungen noch die Nachtruhe stört. Selbst die reinste Luft nützt jedoch nichts, wenn man sich eine falsche Atemtechnik angewöhnt hat - und das ist leider bei den meisten Menschen der Fall. Doch keine Bange: Richtig atmen lässt sich wieder erlernen!

Darum atmen wir häufig falsch

Ein Neugeborenes atmet intuitiv richtig - tief in den Bauch hinein. Auch bei Babys und Kindern kann man meistens noch gut beobachten, wie sich der Bauch beim Einatmen nach außen wölbt. Im Laufe des Lebens gewöhnen sich viele Menschen das gesunde Atmen leider ab. Das liegt unter anderem daran, dass wir als Erwachsene häufig unter Stress stehen - auf diesen reagiert der Körper mit der schnellen, flachen Brustatmung. "Atmung und körperliche bzw. psychische Befindlichkeit hängen eng zusammen", erklärt das Grazer Institut für Psychosomatik und Verhaltenstherapie in dieser Veröffentlichung (PDF). Das funktioniert zum Glück auch umgekehrt: Wer schon einmal versucht hat, Stress bewusst "wegzuatmen", weiß, dass sich Körper und Geist durch tiefe, ruhige Atmung augenblicklich entspannen. Ein weiterer Grund für falsche Atmung: Ein aufgeblähter Bauch entspricht schlichtweg nicht dem Schönheitsideal, und so spannen wir häufig unsere Bauchmuskeln an und atmen nur in die Brust hinein. Flache Atmung für einen flachen Bauch - vielen Menschen ist dies so in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie die Brustatmung völlig unbewusst ausführen. Die gesunde Bauchatmung erscheint ihnen dagegen unnatürlich. Zu enge Kleidung und eine schlechte (Sitz-)Haltung tragen ihren Teil dazu bei, dass wir unsere Lungenkapazität nicht ausschöpfen. Der daraus resultierende Stress kann unangenehme und gefährliche Langzeitfolgen haben: von einer mangelnden Konzentrationsfähigkeit und der Schwächung des Immunsystems bis hin zu Bluthochdruck und Herzkrankheiten.

So geht richtig atmen!

Es gibt zahllose Atemübungen. Eingesetzt werden sie unter anderem bei der Stressbewältigung durch Achtsamkeit (auch unter dem englischen Akronym MBSR bekannt), aber auch beim Yoga und bei der Meditation. Die speziell für diese Praktiken entwickelten Atemübungen erlernt man am besten mithilfe eines ausgebildeten Trainers. Wie man die natürliche Bauch- oder Zwerchfellatmung systematisch wieder erlernt, erfährt man beim Informationsportal "Mehr Luft". Um die Atmung in stressigen Alltagssituationen schnell zu vertiefen und zu beruhigen, genügen jedoch meist diese einfachen Schritte:

  • Ruhig hinsetzen oder -legen. Wer möchte, schließt die Augen.
  • Tief durch die Nase einatmen.
  • Bewusst wahrnehmen, wie sich die Lungen füllen und sich der Bauch ausdehnt. Dabei am besten die Hand auf die Bauchdecke legen, um die Wölbung zu spüren.
  • Durch Mund oder Nase ausatmen.

Dies setzt man so lange fort, bis Körper und Geist mit dem Atem zur Ruhe kommen - und fühlt sich danach mit großer Wahrscheinlichkeit entspannter, gelassener und fokussierter.

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