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Lifestyle | 12.02.2018

Kulinarische Genüsse

Direkt aus der Steiermark

Die typisch steierische Küche ist geprägt von regionalen Lebensmitteln. Das sogenannte „grüne Gold“ des österreichischen Bezirks, das Kürbiskernöl, ist weit über die Grenzen hinaus bekannt. Der nussige Geschmack empfiehlt das Kürbiskernöl für vielerlei Speisen. Klassischerweise werden Vorspeisen und Salate mit dem Öl verfeinert. Aber auch Hauptspeisen verleiht das Öl das geschmackliche i-Tüpfelchen. Ein weiterer Klassiker des Landes befindet sich in der geschmacklichen Nachbarschaft: Das Kürbiskernweckerl zur Brettljause ist eine beliebte Kombination. Auch abends kann der kulinarisch verwöhnte Gaumen nicht auf den Kürbis verzichten. Dann gibt es Kürbisspalten aus dem Ofen. Fern ab vom Kürbis gehören diese Gerichte auf eine typisch steirische Speisekarte: Schwammerlgröstl, Erdäpfelgröstl, Forelle oder Karpfen, Blutwurst oder Schilcherrahmsuppe.

Neben den Kürbis reihen sich Kren und Käferbohnen

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Den Kürbis gibt es in den unterschiedlichen Varianten. Im Bild wurde er verarbeitet zu Kürbiskernspalten. Serviert wurde er zur Forelle, die ebenso typisch für die Steiermark ist Foto: pixabay.com © RitaE (CC0 Public Domain)

Zugegeben, beim Gedanken an die Steiermark fällt der erste Gedanke ganz unweigerlich auf den Kürbis. Das Öl. Die Weckerl. Die Suppe. Das Beautygeheimnis. Doch die Steiermark hat noch weitere Produkte zu bieten, die ganz typisch für das Land sind: Kren und Käferbohnen. Der Kren ist ein Wurzelgemüse, das würzig bis scharf ist und bei vielen besser bekannt ist als Meerrettich. Zur Jause mit Schinken ist der frisch geriebene Kren die perfekte Ergänzung. Die Käferbohne, häufig bezeichnet als Feuerbohne, ist eine Hülsenfrucht, die einen nussigen Geschmack und eine cremige Konsistenz hat. Häufig wird die Käferbohne zu Püree verarbeitet.

Getränke mit regionalen Geschmacksnuancen

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Die Südsteiermark ist eine von drei Weinanbaugebieten des Landes. Angebaut werden hier Trauben für den Sauvignon Blanc, den Chardonnay, den Weißburgunder, den Müller-Thurgau, den Zweigelt und den Welschriesling Foto: pixabay.com © Biedermann (CC0 Public Domain)

Wer einen guten Tropfen Wein zum Essen schätzt, der findet in der Steiermark das passende Tröpfchen. Drei Hauptweinbaugebiete hat das Land zu bieten, die ihren eigenen Boden- und Klimacharakter auch dem edlen Tropfen einhauchen, der in den Früchten auf ihrem Land reift.

  • 1. Vulkanland. Die Klöcher Weinstraße, das Thermenland Weinstraße, die Südoststeirische Hügelland Weinstraße sowie die Oststeirische Römerweinstraße sind die Weinstraßen dieser Region. Zwischen dem Hartberger Land und Bad Radkersburg erstrecken sich 1400 Hektar Rebfläche an Weinland. Die bekanntesten Weinsorten dieser Region sind der Welschriesling, der Weißburgunder, der Chardonnay, der Zweigelt und der Müller-Thurgau.
  • 2. Südsteiermark. Die Südsteirische Weinstraße und die Sausaler Weinstraße sind die Anbaustrecken des Weines in der Südsteiermark. Klarer, fast schon kühler Wein wird hier auf einer Rebfläche von 2200 Hektar angebaut. Neu ist der Sauvignon Blanc. Welschriesling, Chardonnay, Weißburgunder, Zweigelt und Müller-Thurgau gibt es auch in dieser Region.
  • 3. Weststeimark. Die Weststeiermark hält mit der Schilcherweinstraße das kleinste Weingebiet des Landes vor. Auf 500 Hektar Rebfläche gedeihen Chardonnay und Weißburgunder sowie der Blaue Wildbacher.

Der Wein der Steiermark gedeiht auf dem typischen Boden eben dort. Fans findet er hingegen weit über die Grenzen der Steiermark hinaus. Auch das Getränkeportfolio der Firma Spitz ist landesweit bekannt. Kein Wunder, hat die Firma doch eine Tradition, die bis ins Jahr 1857 zurückgeht. Zugegeben, streng genommen stammen die Getränke aus Linz und nicht aus der Steiermark. Serviert werden sie ebendort dennoch gern. Als Pendant zu den alkoholhaltigen Weinen aus der Steiermark gibt es im Spitz-Portfolio zahlreiche alkoholfreie Getränke. Sirup aus der Holunderblüte, aus Brombeere und Acerola, aus Orange und Mandarine, aus Himbeeren und Zitronen, aus Johannisbeeren oder Weichseln zeigen, dass das breite Sortiment in diesem Bereich vor allem fruchtige Noten vertritt. Ähnlich wie bei der Bestellung beim Haus- und Hof-Winzer ist hier eine Bestellung direkt beim Hersteller möglich.

Vor Ort gefunden: Ein Platz für regionale (Steirer) Spezialitäten

Das Konzept von „‘s Fachl“ gibt es mittlerweile an sieben Standorten in Österreich. Die Idee hinter dem pfiffigen Vermarktungskonzept ist, regionale Produkte vor Ort anzubieten – und zwar von ganz unterschiedlichen Erzeugern. In der Landeshauptstadt der Steiermark, in Graz, befindet sich das ‘s Fachl direkt in der Innenstadt. Hier kommen regionale Schmankerljäger auf ihre Kosten. Neben allerlei kreativen Stücken gibt es Chili und VulkanPOPKorn aus dem Fachl. Stutenmilch, Zirbenschnaps, Bier, GoodNightDrinks, Eingemachtes und Produkte aus der Hobbyimkerei ergänzen das regionale Portfolio.

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Regionale Produkte sind gefragter denn je. Ob in Einzelhandelskonzepten wie dem ‘s Fachl oder auf dem regionalen Markt im Ort Foto: pixabay.com © Fotoworkshop4You (CC0 Public Domain)

Dass das ‘s Fachl als Ort Schule des regionalen Vermarktens machen könnte, ist keine Utopie, sondern trifft den Nerv der Zeit. Es zeigt sich eine Trendwende hin zur Regionalität. Gekauft wird immer häufiger auf dem Markt, wo regionale Produkte angeboten werden. Auch wenn diese tendenziell etwas teurer sind als die Supermarkt-Kost, zeigen Zahlen, dass Konsumenten die Herkunft wichtiger ist als der Preis. Beim ORF heißt es mit Verweis auf die Landwirtschaftskammer Steiermark: „Das bedeutet auch eine Trendwende, was die Ausgaben für Lebensmittel betrifft – denn während die Konsumenten heute weniger als 13 Prozent ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben, waren es vor wenigen Jahrzehnten noch 30 Prozent. In Zukunft soll der Anteil am Einkommen, den Konsumenten bewusst in wertvolle, regionale Lebensmittel investieren, wieder steigen.“

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