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Lifestyle | 18.10.2017

Die STEIRERIN Sex-Kolumne #7

Wissen, was man will! Lies unsere neue, exklusive Sex-Kolumne inklusive Comic.

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© La Razzia

Wissen, was man will

Historisch gesehen wurde von der Frau stets erwartet, dass sie Sex nur als Ausdruck der Liebe sieht. Liebt sie einen Mann, gibt sie sich ihm hin und hat wie im Hollywoodfilm eine erfüllende Sexualität. Die heutigen Vorgaben, verstärkt durch Vorbilder à la „Sex and the City“ und der Softpornoindustrie, erwarten von der Frau, immer sexbereit zu sein, immer wollen zu müssen, und egal, ob sie den Mann lieben oder nicht, er dient als Lustobjekt. Vorbilder, wie weibliche Sexualität sein könnte, gibt es kaum. Ein Großteil der Frauen geht mit der Illusion in eine sexuelle Begegnung, dass, wenn es der „richtige“ Mann ist, sie sexuell durch ihn befriedigende Sexualität erleben wird. Wenn nicht, wird an der Qualität des Partners gezweifelt – und ein neuer gesucht.

Wie kann aber ein Mann überhaupt eine Frau befriedigen, wenn SIE nicht weiß, was sie sexuell braucht, erregt, stimuliert, weil sie ihren Körper nicht kennt? Das kann auch ein guter Liebhaber nicht wissen! Nach der Verliebtheitsphase ändert sich die Sexualität von einer Kick-Sexualität zu einer Gewohnheitssexualität und da zeigt sich, welche sexuelle Basiskompetenz eine Frau und ihr Partner haben. Viele haben auch nach vielen Jahren eine sinnliche, geile, befriedigende Sexualität, weil sie sich mit ihren sich verändernden Bedürfnissen kennen und dem Partner mitteilen. Andere verfallen in eine Art sexuellen Tiefschlaf und erwarten von den Männern, dass er sie sexuell aktiviert, stimuliert, befriedigt, ohne selbst zu wissen, was sie aus dem sexuellen Tiefschlaf erwecken könnte.

Wer also vor allem in längeren Beziehungen sexuell meist unbefriedigt bleibt, sollte sich eventuell mit professioneller Hilfe seine sexuellen Kompetenzen anschauen, wo die Stärken und Schwächen liegen, und einfach beginnen seine Kompetenzen zu erweitern. Glauben Sie mir: Es ist ein spannendes Unterfangen, sich selbst körperlich neu zu entdecken und mit dem Partner zu teilen.

 

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© Ricardo Herrgott

Elia Bragagna ist Sexualmedizinerin und -therapeutin, Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik; Psychotherapeutin. In der interdisziplinären sexualmedizinischen Praxis „Sexmed“ in Graz bietet das Team seriöse sexualmedizinische Abklärung und  Behandlung bei sexuellen Störungen. Terminvereinbarung: 0316/722 100 100
www.sexmed.at
Österreichweite entgeltliche telefonische Beratung: sexmedHOTLINE: 0900/88 80 80.

 

Doris Schamp (La Razzia):
www.laguggurazzia.at
www.dorisschamp.at