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Lifestyle | 10.10.2017

Start me up

Taxifahren bedeutet im Idealfall: hinten sitzen und sich chauffieren lassen. Anders am Red Bull Ring: Da geht es mit 215 Sachen über die Strecke. Im bissigen KTM x-bow.

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STEIRERIN Chefredakteurin Daniela Müller und Rennfahrer Patrick Friesacher.

Text: Daniela Müller, Fotos: Thomas Luef

Ich auf der Rennstrecke. Das ist schon ein Witz für sich. Es ist nämlich so, dass ich mit großem Respekt allen physikalischen Dingen gegenüberstehe, die ich nicht beeinflussen kann – sehr hohe Geschwindigkeiten, mit dem Fallschirm aus einem Flugzeug springen oder bergab das Fahrrad sausen lassen. Nun stehe ich also am Red Bull Ring und werde vom Rennfahrer Patrick Friesacher in einem KTM x-bow – dem Taxi – gefahren. Während am Vortag beim Konzert der Rolling Stones hier am Gelände die Post abging, tut’s das nun bei mir.

Los geht's!
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Anzug sitzt, jetzt gibt es kein Zurück mehr.
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Anzug sitzt, jetzt gibt es kein Zurück mehr.
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Anzug sitzt, jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Aber Patrick macht das schon. Das Fahrzeug ist in wenigen Worten erklärt: keine Servolenkung, kein Bremskraftverstärker, 850 Kilo Leichtbauweise, dafür 300 PS und während ich mich frage, ob ich überhaupt so viel wissen will, steigt über uns der Jet der Stones in die Lüfte. Das Flugzeug zeigt mir das Markenzeichen der Band, die bekannte Zunge, und ich wünsche mich an die Seite von Mick Jagger, der mir leise sein Angie vorsingt. Aber ich stehe mit meinem schicken Rennanzug noch immer vor dem Rennwagen, hier lautet das Motto: Start me up, und das recht laut.

Ich steige ein, behelmt, werde festgeschnallt, Patrick gibt Gas. Der x-bow ist wohl das krasseste Gegenteil einer ledergepolsterten Mercedes-Limousine. Er ist ein bissiges, schnelles Gokart, Fahrgefühl pur, würde der Werbefachmann sagen. Patrick legt los und, so schnell kann ich nicht atmen, werde ich schon über den Ring gejagt. Die Kurven kommen rasend schnell auf mich zu, ich schiele auf den Tacho und schließe die Augen. 195 km/h, die nächste steile Kurve in gefühlten fünf Metern. Über die schrubben wir mit noch immer 75 kmh. Wir düsen mit Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h über die Rennstrecke, das „Cabrio“, Bodennähe und Windgeräusche machen alles viel dramatischer, 200 fühlen sich wie 400 km/h in einem Pkw an – wenn ich die auch noch nie gefahren bin.

Nach zwei Runden mit je 1:50 Minuten fahren wir zurück in die Box. Die Knie schlottern, auch 30 Minuten nach dem Aussteigen. Patrick lacht, für gewöhnlich hat er mutigere Kandidaten an seiner Seite. Heute gibt’s keinen Kaffee mehr, ich werde den Rest des Nachmittags erst mal das Adrenalin abbauen. Musikalisch wird’s wohl eher Angie werden. Aber: Start me up, das hat schon etwas.

Adrenalin pur
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Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h
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Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h
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Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h

Projekt Spielberg

Veranstaltungstipp:
Ladies Race am 19. Oktober 2017 am Red Bull Ring

Die teilnehmenden Damen durchlaufen sechs verschiedene Stationen, vom KTM X-Bow Race Taxi über ein Lead & Follow mit aktuellen Porsche-Modellen auf der Rennstrecke bis hin zu einem Hair & Make-Up Styling mit anschließendem Fotoshooting – begleitet von sechs Instruktorinnen, die allesamt Motorsport erprobt sind. Für das richtige Fahren mit 200 km/h und mehr stehen die Rennfahrerinnen Cyndie Allemann (Schweiz), Mikaela Ahlin-Kottulinsky (Schweden), Christina Surer (Deutschland) und Corinna Kamper (Österreich) mit Rat und Tat zur Seite.

Details zu allen Veranstaltungen unter www.projekt-spielberg.com

 

KTM X-Bow Race Taxi am Red Bull Ring, drei Runden kosten 140 Euro.

Gewinne mit der STEIRERIN eine „Taxifahrt“.

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