Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 11.09.2017

Geschmackssache

Die Küche als Beruf(ung). Ein Ort, an dem Haubenkoch Christof Widakovich beruflich wie privat viel Zeit verbringt. Die STEIRERIN stattete dem Herdkünstler einen Besuch daheim ab und plauderte beim Kochen über unentbehrliche Küchengadgets, puristische Gerichte und warum sein Kühlschrank öfter mal leer ist.

Bild 1709_ST_WO_Widakovich_frei.jpg
Haubenkoch Christof Widakovich. © Thomas Luef

Hand aufs Herz – wenn man beruflich so viel Zeit in der Küche verbringt, findet man dann überhaupt noch die Motivation, daheim zu kochen? „Sicher. Ich koche sehr gerne daheim. Auch mit meiner Frau Herti und meinen Kindern gemeinsam“, verrät der dreifache Familienvater und Haubenkoch Christof Widakovich.

 

„Eine Küche muss auf jeden Fall praktisch sein.“

Christof Widakovich

 

Ein Credo dabei: Saisonale Lebensmittel verwenden. Wie in seinen Betrieben (Schlossberg Restaurant, el Gaucho, el Pescador) wird auch daheim im Hause Grossauer-Widakovich Regionalität und Saisonalität großgeschrieben. „Ich halte mich da gerne an ein Reitbauer-Zitat: ‚Alles zu seiner Zeit und nicht alles zu jeder Zeit.‘ Saisonal zu kochen fordert die Kreativität in der Küche und sorgt für eine ausgewogene Ernährung.“ So wird auch gerne mit den Kindern im Garten Obst und Gemüse geerntet und weiterverarbeitet. Die selbst eingekochte Marmelade schmeckt dann gleich noch einmal eine Spur besser.

Bild 1709_ST_WO_Widakovich_27.jpg
Widakovich kocht für uns auf. © Thomas Luef

Ab in die Küche!
Schnell also noch einen Abstecher zum Markt am Kaiser-Josef-Markt und dann kann es schon losgehen. Gespannt schauen wir uns um. Was sind denn nun eigentlich die Ansprüche eines Haubenkochs an die heimische Küchenausstattung? „Es muss vor allem praktisch sein. Bei den Geräten ist mir eine einfache Bedienung wichtig. Ehrlich gesagt, kenne ich nicht mal alle Extra-Funktionen der Geräte. Und natürlich darf ein Geschirrspüler nicht fehlen.“ Eines der Highlights in der Cookina-Küche ist der Weinkühlschrank. „Ein guter Wein gehört einfach zum Essen dazu.“
Aber nicht alles in der Küche ist modern. Ganz im Gegenteil. „Das älteste Stück in meiner Küche ist eine Serviergabel, die schon meinen Eltern gehört hat. Die liegt mir schon seit der Kindheit gut in der Hand.“

Must-have
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_15.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_9.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_14.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_6.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_21.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_20.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_1.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_11.jpg
Vom scharfen Messer bis zum Zerkleinerer reichen die praktischen Küchenhelfer. © Thomas Luef

Geschmack zählt.
Wir kochen ein Saiblingsfilet mit Bohnschoten-Dill-Gemüse, Jungzwiebel-Dill-Pesto und Kartoffelwürfeln. Klingt kompliziert. Ist es aber nicht und braucht auch nicht viele Zutaten. Eigentlich sind wir sogar überraschend schnell fertig. Und schmecken kann man es sich erst recht lassen.

„Daheim koche ich eher puristisch. Da zählt rein der Geschmack. Mir ist ein guter Tomatensalat oft lieber als ein kompliziertes Gericht. Am liebsten koche ich Gemüse mit einem guten Stück Fleisch oder Fisch.“ Ein absolutes No-go für den Koch ist dabei Lebensmittelverschwendung. „Oft kann man aus wenigen Komponenten ein wirklich tolles Essen kreieren. Einkaufen gehe ich immer erst, wenn der Kühlschrank wirklich leer ist.“

Bild 1709_ST_WO_Widakovich_24.jpg
Passende Weinbegleitung macht ein Menü erst perfekt. © Thomas Luef

Scharfe Sache
Ohne welche Gadgets kommt der Koch denn gar nicht aus? „Gute, scharfe Messer und ein großes Schneidebrett.“ Das gehört für Widakovich zu den absoluten Basics, die es in einer Küche geben muss. „Mixer, gut platzierte Steckdosen, Küchenreibe und eine Schneidmaschine – Käse und Wurst schneide ich immer frisch auf – dürfen auch nicht fehlen.“ Und da es eine Sache gibt, die der sympathische Koch in der Küche dann doch gar nicht mag, nämlich das Aufräumen, helfen wir ihm natürlich gerne dabei, wieder Ordnung in das Herzstück des Hauses zu bringen.

My kitchen is my castle
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_19.jpg
Haubenkoch Christof Widakovich zauberte mit wenigen Zutaten ein köstliches Gericht, dass sich sehen und schmecken lassen konnte (siehe weiter unten). © Thomas Luef
Bild 1709_ST_WO_Widakovich_2.jpg
Haubenkoch Christof Widakovich zauberte mit wenigen Zutaten ein köstliches Gericht, dass sich sehen und schmecken lassen konnte (siehe weiter unten). © Thomas Luef

Saiblingsfilet mit Bohnschoten-Dill-Gemüse, Jungzwiebel-Dill-Pesto und Kartoffelwürfeln

Bild 1709_ST_WO_Widakovich_23.jpg
Fisch-Rezept. © Thomas Luef

Zutaten:

  • Bohnschoten
  • Dill
  • Tomate
  • Kartoffeln
  • Jungzwiebel
  • Saiblingsfilet
  • Weinessig
  • Obers
  • Salz & Pfeffer
  • Limette
  • Pinienkerne
  • Parmesan

 

Zubereitung:

Bohnschoten in Salzwasser kochen. Bohnschoten mit kaltem Wasser abschrecken.

Bohnschoten, Zwiebel und Tomaten schneiden. Olivenöl erhitzen, Zwiebel anschwitzen und leicht mehlieren. Tomaten hinzufügen. Mit einem Schuss Weinessig ablöschen. Obers und etwas Wasser dazu. Bohnen hinzufügen. Mit Pfeffer, Salz, Dill und Limettenabrieb abschmecken.

Saiblingsfilet entgräten und auf der Hautseite mehlieren und salzen. Olivenöl in Pfanne erhitzen und den Fisch langsam auf der Hautseite anbraten. Zum Schluss ein Stück Butter für den Geschmack hinzufügen.

Kartoffel in Würfel schneiden und in kaltes Wasser einlegen. Danach trocken tupfen und in Öl frittieren.

 

Für das Pesto:

Jungzwiebel, Pinienkerne, Dill, Salz, Pfeffer, Parmesan und Olivenöl im Zerkleinerer vermengen.

Diskutiere mit uns und deinen Freundinnen diesen Beitrag:
powered by Disqus