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Lifestyle | 01.03.2016

Geht doch!

Neuer Frühling, neue Chance: Wer schlank und fit werden will, muss jetzt starten. Wir haben neue Trainingstrends für Sie recherchiert.

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Neuer Frühling, neue Chance! ©Shutterstock

1 FASZIEN-Training: macht schön geschmeidig

Erstaunlich, aber wahr. Es gibt immer noch Areale im Körper, deren Bedeutung quasi unentdeckt ist. Oder zumindest bislang war. Die Faszien sind so ein Beispiel. Faszien ist ein Wort, das vor wenigen Jahren nur eine Handvoll Menschen – und zwar jene, die sich mit Rolfing beschäftigten – in den Mund genommen haben. Alle anderen, einschließlich Orthopäden und Therapeuten, haben dieses den gesamten Körper konstituierende Netzwerk an der Schnittstelle zwischen Gelenken, Knochen und Nerven etwas oberflächlich Bindegewebe genannt. Heute sieht das anders aus. Wer up to date trainien will, trainiert seine Faszien. Faszien-Training boomt, auch in vielen Grazer Studios. Dabei ist Faszien-Training mehr, als sich, meist in der Gruppe und unter einigen Schmerzen – „Wohlweh“ nennt man das – über den Blackroll, dem bekanntesten Trainingsgerät, zu rollen. Die Übungen kombinieren federnde Bewegungen mit unterschiedlichen Dehnungen. Geschmeidige Faszien sorgen für Fitness, eine gute Haltung und eine knackige Figur. Und ja, laut Robert Schleip, dem Leiter des „Fascia Research Project“ der Universität Ulm, kann Faszien-Training sogar aktiv dem Altern entgegenwirken. In Untersuchungen hat man nachgewiesen, dass regelmäßiges Training zu einem jugendlicheren Re-Modeling des Bindegewebes führte. Auch bei der Anwendung der Faszien-Rollen wurde nachgewiesen, dass sie eine beschleunigte Kollagen-Erneuerung bewirken. Tipp: Anna Cavelius, Siegbert Tempelhof, Daniel Weiss. Faszientraining für Sport und Fitness. Gräfe und Unzer 2015.

2 Cross Fit: schönste Muskeln und Ausdauer

Dass man einen wirklich definierten Körper nicht allein durch Konditionstraining erreichen kann, weiß mittlerweile jeder. Deshalb lautet die Devise für Frauen, die ihre Muskeln ästhetisch formen wollen, Kraftausdauer. Für einen gut geformten Körper mit geradlinigen schönen Muskeln muss hart trainiert werden. Ein Sport, der wirkt: Cross Fit. Zum Training wird genutzt, was gerade herumliegt – von der professionellen Maschine bis zum einfachen Stuhl. Cross Fit ist ein Kraft- und Konditionstraining, das auf funktionellen Übungen basiert, die ständig variieren und mit hoher Intensität durchgeführt werden. Es eignet sich für Leute, die Spaß daran haben, ihr Potenzial so richtig und dennoch nicht todernst auszuschöpfen. Die Intensität fördert den Muskelaufbau, Variation ermöglicht das Trainieren von kleinen Muskelgruppen, die sonst nur schwer zu formen sind. Damit das Training maximal effektiv ist, wird die Intensität der Übungen an das persönliche Fitnesslevel angepasst. So können auch Newcomer einsteigen. Wichtig ist, sich in ein Cross Fit Gym hineinzuwagen. Es ist wie ein Spielplatz für Erwachsene aufgebaut: Seile zum Hochklettern, Lang- und Kurzhanteln, Kettlebells, Klimmzugstangen, Medizinbälle und Springschnüre erwarten Sie! Tipp: trainBlue von Armin Streibl. www.trainblue.at 

Die Waage lügt (leider) nicht… ©Fotolia

3 Training: GANZ PERSÖNLICH nehmen 

Einen persönlichen Fitnesstrainer, den hatte früher nur Madonna. Jetzt etabliert sich der Personal-Fitness-Trainer langsam auch abseits von Models und Stars. Dafür gibt es zwei Gründe:
Erstens ist die Motivation eine ganz andere, wenn man von einem Trainer angefeuert, korrigiert und unterstützt wird. Zweitens hat es mit dem wachsenden Angebot und dem gestiegenen Bewusstsein, dass man beim Sport auch viel falsch machen kann, zu tun. Der persönliche Trainer schneidert das Training auf seinen Kunden und dessen ganz persönliche Voraussetzungen zu. Gerade ältere Menschen setzen auf den PFT, der maßgeschneiderte Trainingspläne für sie entwickelt und mit ihnen umsetzt. Tipp: Gesundheitsorientiertes Fitness-Training, www.die-trainerin.at 

4 Body Weight Training: Selbst ist die Frau 

Minimale Ausrüstung, kaum Equipment, der eigene Körper als Widerstand – das Training mit dem eigenen Körpergewicht steht wieder hoch im Kurs. Die bekanntesten Übungen in diesem Zusammenhang sind der Liegestütz und die Kniebeuge. „Body Weight Training“ ist eine einfache und günstige Trainingsform, für die man nichts als eine Matte und etwas Antrieb braucht. Und es ist effektiv, reicht aus, um „Muckis“ zu generieren, den Körperfettanteil zu senken und das Immunsystem zu stärken. Ein Tipp (mit Dank an Dr. Renate Knoblauch): Sollte in Ihrem Leben nur eine einzige Übung Platz haben, dann machen Sie täglich das Brett. Das Brett sieht einfach aus, ist aber eine sehr effektive Stabilitäts- und Stützübung für die gesamte Rumpfmuskulatur, für den Bauch und die Haltung. Und sie ist nicht nur gut für die Figur, sondern beugt auch Rückenschmerzen vor. 

5 POLE DANCE: akrobatisch, tänzerisch, Kräftigend 

Das Training rund um die Stange ist in den englischsprachigen Ländern seit Jahren populär, derzeit begeistert es auch Frauen zwischen Graz, Feldbach und Deutschlandsberg. Pole Dance ist eine Mischung aus Tanz, Akrobatik und Krafttraining, das den Körper nachhaltig formt. Die Trainings sind spaßvoll und abwechslungsreich, man kann sich steigern und neue Tricks und Spins, also Figuren- und Klettertechniken, ausprobieren. Neben den tänzerischen Elementen zur Musik stellt Pole Dance ein sehr effektives Work-out dar. Noch fast unbekannt ist das barre concept®, ein Workout an der Ballettstange mit Elementen aus dem Ballett, Pilates, Yoga und Gewichttraining. www.dancearts-austria.at

6 Lady Boxing: Schlagkraft gegen Kalorien 

Wir assoziieren damit sofort Stressabbau und ein gutes Körpergefühl. Und so ist es auch: Lady Boxing, ein Work-out mit Boxsack oder Fokuspads, kräftigt und formt den Körper, stärkt das Selbstvertrauen und „killt“ en masse Kalorien. Bis zu 800 sind es pro Trainingseinheit. www.die-koerperwerkstatt.at

7 Functional Fitness: alles für den Alltag

Stark im Kommen ist das gesundheitsorientierte, funktionale Training, wie es u. a. bei VIBES Fitness in Graz (ab März neu auch in der Leechgasse) angeboten wird. Es zielt darauf ab, den Körper fit für alle Anforderungen des Alltags zu machen. www.vibes-fitness.at

8 Mitzählen: trainieren mit tragbaren Technologien

Fitness-Tracker, GPS-Geräte, Pulsmesser, Schrittzähler und Smartwatches waren noch nie so beliebt wie heute. Viele wollen wissen und daher messen, was in ihrem Körper Sache ist. Neue Technologien zählen Schritte, zurückgelegte Distanzen, Kalorienverbrauch und Fettverbrennung. Auch (teilweise kostenlose) Apps wie „Mein Diät-Trainer“ erinnern u. a. ans Trinken (Wasser und Kräutertees) und helfen so beim Abnehmen. Eine Kollegin hat bereits zwei Kilogramm weniger …

und noch 2 Tipps…
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Detox Smoothie. in den Alltag integrieren (z. B. mit Chia-Samen)
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Eigengewicht-Training. Das Brett: die beste Übung für Bauch und Rumpf (auch PLANKING genannt …).

Fotos: Shutterstock, Fotolia, beigestellt

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