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Lifestyle | 16.11.2015

Let’s talk about Sex

Wie wichtig ist Sexualität in einer Beziehung? Was tun, wenn im Bett Flaute herrscht? Und wie spreche ich Probleme am besten an? …

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(© fotolia)

Wenn die schönste Nebensache der Welt plötzlich zum Beziehungskiller Nummer 1 wird. In vielen Partnerschaften schleicht sich nach und nach die Routine und der Alltag ein. Der Frust wird mehr, der Sex wird weniger. Aber ist zu wenig Sexualität wirklich der Grund warum viele Beziehungen schlussendlich in die Brüche gehen? Und wie viel Sex ist eigentlich normal? Sexualmedizinerin Elia Bragagna, ärztliche Leiterin der Sexualmedizinischen Praxis Graz, gibt Antworten rund um die häufigsten Fragen zum Thema Liebe, Sex und Partnerschaft sowie Tipps, wie man eine Beziehung frisch hält. 

Wie wichtig ist Sexualität in einer Beziehung?

Elia Bragagna: Die Sexualität in einer Beziehung hat nicht so hohen Stellenwert, wie man vielleicht glauben mag. Untersuchungen zeigen, dass Werte wie innige Verbundenheit, Verlässlichkeit, gemeinsames Lachen können oder persönlich und im Beruf erfüllt sein im Stellenwert vor dem Thema Sexualität kommen. 

Trotzdem wird mangelnde Sexualität oft als Beziehungskiller Nummer 1 bezeichnet. Warum?

In vielen Beziehungen äußern sich andere Probleme im Laufe der Zeit in mangelnder Sexualität. Oft stört einfach der Alltag den Beziehungskontakt, was sich dann in weniger körperlicher Zuneigung zueinander äußert. 

Das heißt, weniger Sex ist oft nur ein Indikator für andere Probleme?

Der Alltag, Beruf, Kinder und Co., fordern uns oft extrem. Wer da den Kontakt zu sich selbst verliert, kann nicht erwarten, dass der Kontakt zum Partner, auch sexuell, bestehen bleibt. Gespräche sind dann meist nur mehr über Organisatorisches und eher sachlich. Die Emotion fehlt. 

Wie bringe ich wieder mehr Emotion rein?

Einfach wieder einmal zu zweit wohin gehen und reden, wie mit einem Fremden. Fragen, was der andere für Wünsche und Träume hat. In anderen Worten: ein im ersten Augenblick vielleicht sinnlos anmutendes Gespräch führen. 

Studien geben vor, wie oft der Österreicher im Durchschnitt Sex hat. Setzt das manche vielleicht unter Druck?

Solche Statistiken sollte man gar nicht beachten. Jeder muss für sich sein Maß für Wohlgefühl finden. Wenn ein Paar einmal im Monat Sex hat und damit zufrieden ist, kann das auch wunderbar passen. 

 

Das gesamte Interview findest du in der November-Ausgabe der STEIRERIN.

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Elia Bragagna (© Ricardo Hergott)

Elia Bragagna

  • Ärztin für Allgemeinmedizin und Psychosomatik 
  • Psychotherapeutin (Gesprächstherapie)
  • Sexualtherapeutin 
  • Leiterin der Akademie für Sexuelle Gesundheit 

Kompetente AnsprechpartnerInnen bei sexuellen Problemen finden Sie unter Österreichs erster sexualmedizinischer Hotline:

Tel.: 0900/88 80 80 (Selbstkostenpreis 1,80/Min.)
Nähere Information unter 
www.sexmed.at

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