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Lifestyle | 04.04.2015

Mehr Würze im Leben

Sie machen erst den Reiz aus: Kräuter und Gewürze sind die Aromakraftwerke unserer Küche, außerdem fördern sie Verdauung und Energie. Getrocknet oder jetzt im Frühling frisch geerntet.

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Wie lange halten Gewürze?
Sobald eine Gewürzpackung geöffnet wird, beginnen die ätherischen Öle nach außen zu strömen. Die Gewürze duften weiterhin, aber rauchen aus. Bei gemahlenen Gewürzen zerfallen die freigesetzten ätherischen Öle zum Teil schon in der geschlossenen Verpackung, sie sollten innerhalb eines Jahres verbraucht werden. Ungemahlene Gewürze – zum Beispiel Pfeffer­körner, Zimtstangen oder Muskatnüsse – halten deutlich länger, sie lassen sich bis zu drei Jahre lagern. Bereits geöffnete Gewürze – ob ganz oder gemahlen – sollten innerhalb von sechs Monaten verbraucht werden.


Welche Mengen sollte man kaufen?
Immer kleinere Mengen. Sonderangebote in der Großpackung sind zwar verlockend, meistens kann man sie aber nicht schnell genug verbrauchen. Bei einem Haltbarkeits­check im Küchenkasten würde man sich wundern, wie viele Gewürze bereits überlagert sind.


Muss ich die Packungsaufschrift lesen?
Auf jeden Fall, werden Sie zum Gewürzdetektiv. Oft sind in den Päckchen Geschmacksverstärker, Zusatzstoffe oder Rieselhilfen enthalten. Mit Vorsicht sollte man die Gewürzmischungen vor allem auf Märkten betrachten, meistens bekommt man die Gewürze in Säckchen ohne Inhaltsbeschreibungen. Hier können Sie sich nur auf Ihr Gefühl verlassen.


Wann würzt man?
Gewürze brauchen gefühlvolle Behandlung. Gewürze, die zu lange kochen, verlieren wertvolle Inhaltsstoffe und die ätherischen Öle verflüchtigen sich. Manche Gewürze entwickeln sogar Bitterstoffe, wenn sie zu lange erwärmt werden. Am besten zerstößt man die Gewürze kurz vor ihrer Verwendung oder mahlt sie in einer Gewürzmühle. Frische Kräuter hackt man ebenfalls erst kurz vor Gebrauch. Gewürze, die ihr Aroma langsam abgeben, kommen eine halbe bis Viertelstunde vor dem Fertigwerden in das Gericht, zum Beispiel Lorbeer, Piment und Pfefferkörner in einem Wildgericht, oder getrockneter Rosmarin und Oregano in einer Pastasauce. Bei Knoblauch, Ingwer, Zitronenschalen oder frischen Kräutern wie Thymian, Majoran und Salbei reicht es völlig, wenn man sie ein paar Minuten vor Ende der Garzeit hineingibt.


Sind frische Gewürze wirksamer als getrocknete?
Nein. Bester Beweis sind luftgetrockneter Prosciutto oder Trockenfrüchte. Auch bei manchen Gewürzen ist die Trocknung nötig, Muskatnuss oder Gewürznelken etwa haben frisch vom Baum ein nichtssagendes Aroma. Erst bei der Trocknung entwickeln die sekundären Pflanzenstoffe neue Wirkstoffe. Auch bei Tomaten konzentrieren sich die Aromen, genauso bei Chili oder Thymian. Andere Kräuter wie Petersilie oder Basilikum dagegen verlieren an Kraft, wenn man sie trocknet. Der Großteil der Kräuter aber ist vielseitig. Frisch sind sie genauso reizvoll wie getrocknet, denken Sie an Rosmarin, Oregano oder Ingwer.

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