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Lifestyle | 09.10.2020

Design daheim

Farben, Fronten, Futurismus … Küchen entwickeln sich immer mehr zum Herzstück des Hauses und setzen mit ihren Designs starke optische Statements. Was in puncto Küchen aktuell im Trend liegt, erklären die beiden Einrichtungsexperten Hannes Schlager und Anita Rasch.

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Weniger ist mehr

Eine klare, reduzierte Formensprache und die puristische Optik sind ebenso Merkmale der modernen Küche wie die zurückhaltende Farbgestaltung. Helle Küchen liegen dabei seit Jahren im Trend, werden aber zunehmend von Designs in Schwarz und Grau abgelöst. Und damit sind nicht nur die Fronten und Oberflächen gemeint, sondern auch Griffe, Zubehör, Armaturen oder Spülen werden in den dunklen Trendfarben eingesetzt. Die Klassiker aus Edelstahl werden immer weniger nachgefragt. Oft kommen in dunklen Küchen Elemente aus Holz zum Einsatz, um das Ganze etwas zu durchbrechen und aufzulockern. Auch Gold und Kupfer wirken in Kombination mit Schwarz sehr elegant.

Die Trendfarbe Schwarz ist auch gut in kleinen Räumen einsetzbar. Jedoch sollte man darauf achten, dass man die Oberschränke nicht bis zur Decke hinauf plant, da das eher drückend wirken würde. Eine tolle Alternative sind in so einem Fall schmale – offene oder geschlossene – Oberschränke im unteren Bereich der Wände. Zusätzlich kann man das Schwarz im Hintergrund mit einem hellen Holzton kombinieren.

Tipp vom Profi: Oberflächen-Dekore aus Schichtstoff überzeugen durch Unempfindlichkeit und gute Pflegeeigenschaften und haben in den letzten Jahren einen extremen Sprung in puncto Qualität und Haptik gemacht.

Matt, matt, matt

Lagen jahrzehntelang Küchen in Hochglanz absolut im Trend, werden diese nun mehr und mehr durch Küchen mit matten Oberflächen abgelöst – eine Entwicklung, die auch mit der anhaltend steigenden Beliebtheit des Industrial Designs zusammenhängt. Außerdem sind die matten Oberf­lächen zurückhaltend und dankbarer, denn nichts ist nerviger als die ständigen Fingerabdrücke auf den glatten und glänzenden Oberflächen. Gerade deshalb kommen neben den Fronten auch immer öfter matte Arbeitsplatten zum Einsatz. 


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Es werde Licht

Wohnküchen liegen voll im Trend, die Küche rückt also immer mehr ins Zen­trum des Wohnraums. Lampen und Lichter dienen daher nicht mehr einzig und allein der Beleuchtung des Raumes, sondern setzen die Einbauküche sowie Vitrinen auch gekonnt in Szene. Lichttechnisch geht der Trend hin zu LED-Leuchten, die aber nicht wie bisher meist als Spots punktuell eingesetzt werden, sondern als durchgehend gefräste Leiste, die ein gleichmäßiges Licht verströmt.


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Farbtupfer & Akzente

Die Hoch-Zeit der bunten Küchen ist vorbei. Bunte Glasrückwände, die einmal sehr beliebt waren, sind kaum mehr nachgefragt. Trotzdem lässt sich in den angesagten minimalistischen Küchen in Weiß, Grau und Schwarz leicht der eine oder andere Hingucker oder Akzent integrieren. Mit Zubehör und Deko zaubert man nämlich kostengünstig und schnell Farbtupfer in die Küche. Diese lassen sich dann auch einfach auswechseln, sollte man sich an der Farbe einmal sattgesehen haben.

Spieglein, Spieglein an der Wand … Spiegelrückwände vergrößern Räume optisch, sollten aber nicht im Arbeitsbereich eingesetzt werden, sonst wird man mit der Reinigung nicht mehr fertig. Aber auf einem höheren Niveau, als Hintergrund zu einer Fläche, die als Abstellfläche oder für Deko gedacht ist, sind sie perfekte Hingucker.

Tolle Akzente bringen strukturierte Oberflächen in Steinoptik in Küchen ein und sind ein beliebtes Stil­element in Industrial-Design-Küchen. Besonders gefragt sind Beton-Oberflächen, die als Dekor oder als Echtbeton in hauchdünner Schicht verspachtelt werden.

Die Griffe sind los

Weniger ist mehr heißt es auch in puncto Griffe. Die bisher üblichen Griffe werden mehr und mehr durch Tip-on-Elemente oder auch Griffleisten ersetzt. Diese unterstreichen den Trend hin zur minimalistischen Küchengestaltung, denn je weniger Griffe, desto schlichter ist das Küchen-Design.

Tipp vom Profi: Nicht überall sind grifflose Schränke und Laden sinnvoll. Deshalb empfehlen wir meist eine Kombination. Im Arbeitsbereich integrieren wir Griffe und in den oberen Bereichen der Küche oder an der Außenseite der Insel, die nicht so oft in Verwendung sind, verwenden wir grifflose Alternativen.


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Technische Helferlein

Die Zeit der klobigen und fettigen Dunstabzugshauben an der Wand ist vorbei, seitdem die Muldenlüfter Einzug in unsere Küchen gehalten haben. Dabei handelt es sich um spezielle Dunstabzüge, die im Kochfeld verbaut sind. Die Vorteile: effektiver Abzug, Kopffreiheit und Planungsfreiheit. Ein Trend, der dem Trend der Verschmelzung von Kochen, Essen und Wohnen Tribut zollt. Zum einen verbreiten sich die Küchendünste weniger stark vom Kochbereich in die anderen Bereiche. Zum anderen wirkt der gesamte Raum noch offener und großzügiger.

Hoch hinaus geht es hingegen für die restlichen Arbeitsgeräte. Der erhöhte Einbau von Backrohr, Geschirrspüler und Co. ist nicht nur praktisch für den Anwender, sondern schaut auch noch stylisch aus.

Tipp vom Profi: Besonders häufig nachgefragt werden aktuell Kombigeräte, also Geräte, die zum Beispiel einen vollwertigen Backofen und einen vollwertigen Dampfgarer in einem Gerät kombinieren.


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Aufs Land hinaus

Modern und Landhaus-Stil sind kein Widerspruch. Ganz im Gegenteil: Die romantisch-verspielten Küchen feiern ein großes Revival. Mit dem verstaubten Image von früher haben die aktuellen Designs aber nichts zu tun. Spätestens seitdem der Trend des Skandinavischen Designs auch in unseren Breiten Einzug gehalten hat, erfreuen sich Küchen in Weiß beziehungsweise in gebrochenem Weiß mit modernen Knöpfen, Kassettenfronten und glatten Oberflächen immer größerer Beliebtheit – auch beim jungen Publikum. Gerade die Mischung von urbanen Oberflächen mit traditionellen Elementen macht die Landhausküche so spannend.



© Schlager Küche

Anita Rasch und Hannes Schlager von Schlager Küche – Bad – Möbel in Feldkirchen bei Graz

www.schlagerkueche.at