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Lifestyle | 08.02.2020

Food Fashion

Vier Ernährungstrends, die 2020 Gusto machen – und wo man sie in der Steiermark ausprobieren, erleben und genießen kann.

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Adieu, traditionelle Küche! Spezielle Ernährungsformen sind auf dem Vormarsch. Bereits jeder Fünfte ernährt sich anders als „normal“, so eine aktuelle Ernährungstypen-Studie von nu3. Clean Eating, Ayurveda, Basisch – wir achten bewusster darauf, was wir zu uns nehmen, und leben unsere Individualität in der Küche aus. Immerhin: Du bist, was du isst. Hier sind vier absolute Trends, von denen wir auch 2020 nicht genug bekommen können.

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Pflanzenkost

Der Trend zur veganen Küche geht weiter – an dieser Ernährungsweise führt mittlerweile sowieso kein Weg mehr vorbei. Nie war es so einfach, sich pflanzenbasiert zu ernähren. Spätestens seit 2019 der legendäre Beyond Meat Burger in unseren Supermarktregalen Einkehr gemacht hat, springen auch „reguläre Fleisch-esser“ hin und wieder auf den Veggie-Zug auf. Bei dem Ernährungsstil wird vollständig auf jegliche Lebensmittel mit tierischem Ursprung verzichtet. So kommen neben Fleisch auch keine Milchprodukte oder gelatinehaltige Gummibärchen auf den Tisch. In größeren Städten wie Graz findet man mittlerweile in fast jedem Restaurant vegane Alternativen – der Trend ist längst salonfähig geworden.

Naturhaus Lehnwieser

Wer bei Lehnwieser zu Gast ist, den erwartet vegetarische und vegane Vollwertkost in Bioqualität. Neben der guten Küche sind auch die Zimmer baubiologisch eingerichtet, ein Bioladen ergänzt das Konzept. Mit Streichelzoo, Ponyreiten und Kräutergarten bietet der Urlaub am Veggie-Hof seit 15 Jahren ein Erlebnis für Jung und Alt. www.naturhaus-lehnwieser.at

 

Vegan Blatt

Das steirische Online Magazin ist die ideale Anlaufstelle für alle, die sich für den veganen Lebensstil interessieren. Quer durch das Gemüsebeet findet man alles zum Veganismus: Von Aufklärung über Gesundheitsthemen, Tipps für die Umstellung und vielen bunten Rezept-Ideen bis zu veganen Events in der Region wird man bestens informiert. www.veganblatt.com


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Zuckerfreiheit

Was wäre eine Welt ohne Schokolade, Kuchen und Co.? Der Verzicht auf Süßigkeiten ist wohl der beliebteste Neujahrsvorsatz. Immer mehr Menschen verzichten aber auch nach der Fastenzeit völlig auf industriellen Zucker und tun ihrem Körper damit etwas Gutes. Sämtliche Produkte, die (Rohr-)Zucker enthalten, werden vom Essensplan verbannt. Ersetzt wird mit natürlicher Süße durch Reissirup, Kokosblütenzucker, Honig, Agavendicksaft und Datteln, gelegentlich auch mit natürlichen Zuckeraustauschstoffen wie Erythrit. Der Verzicht auf industriellen Zucker resultiert in besserem Schlaf, man ist ausgeglichener, hat schönere Haut, eine bessere Darmgesundheit und nimmt fast nebenbei ab. Moderne Süße, die Sinn macht – und genauso gut schmeckt.

 

Vollkornbäckerei Waldherr

Seit 25 Jahren legt die Bäckerei Wert auf Vollkorn und Bio. Eine große Vielfalt des Sortiments eignet sich für Menschen mit Allergien, Unverträglichkeiten und alternativen Ernährungsstilen. Die vielen traditionell hergestellten Mehlspeisen werden nur mit Honig oder Agavendicksaft „natürlich gesüßt“. Eine Filiale findet sich an der Oper in Graz.

 

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Schoko-Bliss-Balls

Rezept von der Grazer Foodbloggerin Sarah Helmanseder

www.oatsandcrumbs.com

Zutaten für 12 Stück:

 150 g getrocknete, entsteinte Datteln
 100 g gemahlene Mandeln
 100 g gemahlene Haselnüsse
 80 g Kakaopulver
 1/4 TL Zimt
 1/2 TL Salz
 50 ml warmes Wasser
• Kokosraspel und Himbeerpulver zum Wälzen

Zubereitung:

Die Datteln grob hacken und mit den restlichen Zutaten im Mixer verarbeiten. Die Masse mit den Händen durchkneten. Bällchen formen und in Kokosraspeln und Himbeerpulver wälzen. Die Bliss-Balls halten sich im Kühlschrank zwei Wochen.


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Steinzeitdiät

Der Hype um Paleo ist noch nicht vorbei. Die Idee dahinter ist es, sich wieder unserer ursprünglichen Ernährungsweise von vor 10.000 Jahren anzunähern. Genetisch modifizierte und industriell produzierte Lebensmittel und Junk Food werden vermieden, um Zivilisationskrankheiten wie Allergien, Diabetes und Übergewicht vorzubeugen. Am Speiseplan stehen Fleisch aus Weidehaltung, Fisch, Eier, Blattgemüse, Steinobst und Nüsse. Nicht auf den Teller kommen hingegen Zutaten der Neuzeit wie die meisten Getreidesorten, Zucker, Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Milchprodukte. Im Allgemeinen verzichtet die Paleo--Diät weitestgehend auf herkömmliche Kohlehydrate. 2020 boomen darüber hinaus mehlfreie Alternativen, Low-Carb--Gerichte und vergessene Gemüsesorten.

 

Von Walden

Die Coaches Markus und Nicola zeigen, wie simpel es ist, auch in moderner Umgebung ein natürlicher Mensch zu sein, und wie man sich mental und auch körperlich zum Ursprung und zur Natur rückbesinnt. Das ganzheitliche Konzept bietet Orientierung in der Ernährung durch Informationen und Kochworkshops und eigenen Onlineshop mit Produkten nach dem Paleo-Konzept. www.vanwalden.com

 

Die Steinzeitköchin

Aus gesundheitlichen Gründen ist die Grazerin Elke Eisner vor Jahren die Paleo-Reise angetreten, so konnte sie Unverträglichkeiten und ihre Autoimmunkrankheit in den Griff bekommen. Auf ihrer Website teilt sie ihre Erfahrungen und ihr gesammeltes Wissen rund um die Steinzeit-Ernährung sowie viele kreative Rezepte. www.diesteinzeitkoechin.at

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Elke Eisner in ihrem Element © Beigestellt

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Müllfreiheit

Zero Waste ist ein ganzheitlicher Lebensstil, bei dem versucht wird, keinen Müll zu produzieren. Dabei verzichtet man auf Verpackungen und Plastik, vermeidet Essensreste wegzuwerfen und recycelt Produkte, so gut es geht. Ein durchschnittlicher Österreicher produziert täglich 1,5 kg Müll. Indem man versucht, ihn zu vermeiden, kann man dieser Entwicklung entgegenwirken. Besonders im Bereich der Ernährung lässt sich auch auf privater Ebene bereits einiges machen: mit Obst und Gemüse vom Bauernmarkt zum Beispiel, mit einem eigenen Komposthaufen im Garten und Glasbehältern und Bienenwachstüchern anstatt Einwegverpackungen und Alufolie für das Jausenbrot. Mit wenigen Umstellungen kann viel unnötiger Müll vermieden werden.

 

Too Good To Go

Mit dieser App spart man Lebensmittel! Bäckereien, Cafés und Restaurants bieten überschüssiges Essen zu vergünstigten Preisen für Selbstabholer an. Über die App reserviert man Brötchen, Tagesmenüs und Co. und holt die Bestellung zur angegebenen Zeit selbst ab. So werden Abfälle vermieden, CO2-Emissionen reduziert und die Brieftasche geschont. www.toogoodtogo.at

 

das gramm

Die gemütliche verpackungsfreie Greißlerei in Graz ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Hochwertige Produkte werden selbst abgewogen und in mitgebrachte oder auf Pfand erhältliche Behälter abgefüllt. So kauft man nur, was man wirklich benötigt, und spart Verpackungsmüll. Im Gramm befindet sich außerdem das erste Zero-Waste-Café der Steiermark, das Anna Café. www.dasgramm.at

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Weist den Weg zur Müllfreiheit: Das gramm. © Beigestellt