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Lifestyle | 16.09.2019

Ewige Liebe

Auch nach 30 Jahren überrascht die italienische Hauptstadt Rom Ursula Prügger immer noch mit neuen Facetten und Ecken. Ihr Tipp für Besucher: unbedingt abseits der gängigen Touristen-Pfade die ewige Stadt entdecken.

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© Shuttertstock

Grande amore – schon als Kind hatte die Grazerin Ursula Prügger eine große Italien-Affinität. So musste sie nicht lange überlegen, als sich nach abgeschlossenem Jus- und Italienisch-Studium Ende der 1980er die Gelegenheit bot, für eine österreichische Firma als Juristin nach Rom zu ziehen. Das ist mittlerweile 30 Jahre her, die Liebe zu Italien und vor allem zu Rom ist aber ungebrochen.

Aller Anfang war aber auch in der ewigen Stadt schwer. „Von Graz in eine Millionenstadt zu ziehen, dort zu leben und vor allem sich einzuleben, war doch eine große Umstellung. Man muss wirklich etwas lockerer sein und viele Dinge akzeptieren, die nicht so funktionieren, wie man es gerne hätte“, erinnert sich Prügger zurück. Aber die Schönheit der Stadt und die Herzlichkeit der Menschen ließen die Juristin diese Mankos schnell vergessen. „Das Nebeneinander von Geschichte und Heute und dieser immense Kulturschatz – das bietet sonst keine Stadt.“ Architektonische Monumente und weltberühmte Kunstwerke wie das Kolloseum, die Spanische Treppe, Fontana di Trevi, der Petersdom im Vatikan und viele mehr prägen das Stadtbild. „Aber auch heute noch, nach so vielen Jahren, entdecke ich fast täglich noch neue Facetten und Ecken der Stadt. Das ist faszinierend.“

 

 

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© Shutterstock

Like a local. Diese Faszination und Liebe zur italienischen Hauptstadt vermittelt Ursula Prügger mittlerweile auch beruflich. Gemeinsam mit der Schweizerin Monika Schwalm bringt sie Besuchern mit „Localike Roma“ die Stadt näher – und das abseits der bekannten Touristen-Pfade. „In Rom gibt es viel mehr zu entdecken. Im Schatten der Jahrhunderte, wo versteckte Gäss-chen in eine lauschige Piazza münden, wird die Italianità zelebriert. Dort ist das wahrhaftige Rom.“ Das Customized Travel Service stellt individuelle Angebote für Besucher zusammen und zeigt echte Geheimtipps auf.

Heimatbesuch. Ein paar Mal im Jahr zieht es die Grazerin aber dann doch zurück in die alte Heimat, um Familie und Freunde zu besuchen. „Beide Städte fühlen sich für mich wie ein Zuhause an. Graz, zwar viel kleiner, erinnert mich aber oft dennoch an Rom, weil sich auch dort einzelne Bezirke wie eigene Dörfer anfühlen.“
Wäre eine Rückkehr in die grüne Mark denkbar? „Ich bin ja der Meinung, dass man immer flexibel bleiben muss. Aber Italien ist einfach meine große Liebe. Woanders zu leben, kann ich mir im Moment nicht vorstellen.

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Der Petersdom im Vatikan. © Shutterstock

Meine Tipps

1. Reisen in der Nebensaison sind besonders für einen Erstbesuch in Rom zu empfehlen, da die Must-sees andernfalls überlaufen sind.

2. Für Kolosseum und Vatikanische Museen mit Sixtinischer Kapelle immer online auf den offiziellen Internetseiten die Eintrittskarten möglichst lange vor der Reise erwerben. Keinesfalls bei den sogenannten Skip the line (illegal) die Karten kaufen.

3. Ein besonderes Erlebnis ist das Grab des Hl. Petrus – Nekropole – unter dem Petersdom: Für den Besuch sind die Karten beim Ufficio Scavi so früh wie möglich vor dem Reisetermin per Mail zu besorgen.

4. Unterkunft im historischen Zentrum mit den wichtigsten Monumenten in Gehdistanz buchen. Achtung! „Zentrale Lage“ bedeutet oft nicht Altstadtzentrum.

5. In den öffentlichen Verkehrsmitteln sofort bei Betreten die Fahrkarte entwerten. Es werden sehr häufig Kontrollen vorgenommen.

6. Leider nicht mehr überall gibt es gutes Essen, insbesondere Lokale in der Nähe von Must-sees sind zu vermeiden. In einer authentischen Trattoria (wie z. B. Trattora L’avvolgibile) oder einem tollen Restaurant (Bistrot 64) mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, sind auch Einheimische zu finden.

7. Mein Pizza-Tipp: der Ende Juli zum besten -Pizzabäcker 2019 gekürte Pier Daniele Seu, am Rande von Trastevere. Seine vegane Pizza zählt zu den besten des Landes. Abends geöffnet.
Reservieren ist unablässig!

8. Der Markt Campo de Fiori ist leider extrem touristisch geworden und die Produkte sind in den allermeisten Fällen nicht gut. Ich empfehle am Samstag und Sonntag vormittags (8 bis 15 Uhr) den Bauernmarkt Mercato di Campagna Amica.

9. Localike Roma, der von Monika Schwalm und mir betriebene Rom-Reiseservice, erstellt auf Basis eines detaillierten Reiseprofils ein auf den Kunden zugeschnittenes Programm mit den aktuellsten Tipps, Reservierung von Restaurants und zusätzlich auf Wunsch Organisation von privaten, individuellen Führungen. www.localike-roma.com

10. Unser Localike Roma Blog informiert mehrmals im Monat über Neues in der Ewigen Stadt und wie wir als Locals Rom leben und erleben.

 

 

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Ponte Settimia Spizzichino ist der einzigen überlebenden Frau gewidmet, die aus dem römischen Ghetto deportiert wurde. © Shutterstock

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Maxxi, ein Projekt der Architektin Zaha Hadid. © Shutterstock

Fakten

Die Hauptstadt Italiens liegt in der Region Latium an den Ufern des Flusses Tiber.

Mit rund 3 Millionen Einwohnern (Stadtgebiet) ist sie die größte Stadt Italiens.

Innerhalb der Stadt bildet der unabhängige Staat der Vatikanstadt eine Enklave. Der Vatikan ist der Sitz des Papstes, dem Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.

Die Altstadt von Rom, der Petersdom und die Vatikanstadt wurden von der UNESCO im Jahr 1980 zum Weltkulturerbe erklärt.