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Lifestyle | 12.08.2019

Hoch über wilden Wassern

Abenteuer mit Aussicht: Unternehmer Hermann Berger, Autoexperte und Profi in der Industrielackierung, wagt sich auf Neuland und lässt stylische Cubes über die Stromschnellen des Gebirgsflusses Salza setzen.

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© Steiermark Tourismus/bigshot.at

Die Salza bahnt sich ihren smaragdgrünen Weg durch ein tief eingeschnittenes Tal. Als einer der naturbelassensten Wildflüsse der Ostalpen beindruckt sie mit einem Setting, wie es Naturliebhaber und Wassersportler gleichermaßen lieben: Steile Schluchten, imposante Felsformationen, wildes Wasser. Hier ist Hermann Berger zuhause. Er wollte einem Wiener Investor, der Grundstücke direkt an der Salza kaufen wollte, nicht das Feld überlassen – und erwarb sie kurzerhand selbst.

Eigentlich kommt Hermann Berger aus der Autobranche und ist in der Industrielackierung tätig. Aber er ist auch Abenteurer, zählt Bergsteigen und Klettern zu seinen Leidenschaften und tankt Kraft am liebsten vor der Haustüre. Als er also an einem der Lieblingsfleckchen Erde, eingebettet zwischen dem Nationalpark Gesäuse und dem Nationalpark Kalkalpen, saß und in die rund 50 Meter tiefe Schlucht auf die Salza blickte, entstand die Idee zu einem ganz speziellen Bauprojekt. Er setzte nicht nur ein Chalet in die landschaftliche Bilderbuchkulisse – derzeit werden noch zwei weitere Cubes fertiggestellt, die in waghalsiger Architektur direkt über der Salza schweben.

„Ich habe geologische Gutachten erstellen lassen, ob das Projekt überhaupt so umsetzbar ist. Aber ich hatte auch von Anfang an viel Unterstützung von allen Seiten, alle waren davon überzeugt, dass es eine coole Geschichte wird“, erzählt Berger über sein Ferienhausabenteuer.  

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© Joel Kernasenko

Vier Elemente. Haus eins liegt mitten im Wald, unweit des Wassers, das Getöse der Salza bleibt als Naturmusik ständig im Ohr. Ein Naturpool sowie eine kleine Parkanlage, Whirlpool, Wintergarten und Yogaplatz sollen zusätzlich einen Mikrokosmos für die Gäste erschaffen. Großflächige Verglasungen schaffen hier und auch in den anderen beiden Domizilen eine direkte Verbindung von Innen- und Außenraum, die Natur bietet zu jeder Jahreszeit ein prächtiges Schauspiel dafür. Auf den 120 Quadratmetern beziehungsweise 135 Quadratmetern zeichnet die Schwester des Bauherrn, Gabriele Berger, für das Innendesign verantwortlich. Während im Haus eins das Wasser als dominantes Gestaltungselement zelebriert wird, sind es in den Häusern zwei und drei, die bis September finalisiert werden, künftig die Elemente Feuer und Luft. Nicht umsonst hat Hermann Berger sein Projekt „Four Elements – Living by Berger“ genannt. „Wir wollten die Umgebung stark miteinbeziehen und haben daher vor allem Naturmaterialien verwendet“, erzählt Gabriele Berger. Das bedeutet: Zum Einsatz kam Holz aus der Region, hauptsächlich Fichte, sowie Naturstein, aus dem Waschbecken geschlagen wurden, Hainbuchenäste, die als Dekoration dienen sowie Leinen für eine gute Portion Behaglichkeit.

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© FourElements

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© FourElements

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© FourElements

Luftige Lage. Damit das Konzept bis ins Detail stimmig bleibt, kommen die Kosmetikprodukte in den Häusern von einem jungen heimischen Hautpflege-Label: „Be my Friend“ hat Petra Schröckeneder als rein pflanzliche Hautpflege in Salzburg auf den Markt gebracht. Die Farbgebung im Interior Design richtet sich ebenfalls nach dem Elementekonzept: Pinke und bordeauxfarbene Akzente sind es in dem Feuer gewidmeten Cube, wohingegen Grautöne, Nuancen von Grün und Weiß für gelöste Urlaubsstimmung im zweiten Haus sorgen sollen, das sich ebenfalls in luftiger Lage direkt über der Salza befindet. Auf Barrierefreiheit wurde geachtet: Die zwei Etagen der Cubes sind auch durch einen Lift miteinander verbunden. Oben befinden sich die Wohnräume, unten der Spa-Bereich.

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© FourElements

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© FourElements

Waghalsigkeit. „Das Bauen liegt mir im Blut“, sagt Hermann Berger, „bereits mein Vater realisierte immer schon kleinere und größere Projekte und auch ich habe als Bub schon meine eigene Hütte im Wald gebaut.“ Mit der Waghalsigkeit, die die Architektur auszeichnet, ist es auch nicht weiter her: Hermann Berger ist ehemaliger Rallyepilot und noch immer begeisterter Endurofahrer.  Und Genussmensch. Das Frühstück wird nämlich per Holzbox direkt in die Ferienhäuser geliefert – beziehungsweise vor die Haustüre, damit Gäste keinesfalls gestört werden. Auch das Abendessen kann entweder bestellt werden oder wird frisch vom privaten Koch im Chalet oder künftig auch in den Cubes zubereitet – beispielsweise von Ulrich Matlschweiger, dem Wirt in der „Hoamat“ in Großreifling.

 

Richtig geil zuhause Urlaub machen können.
Das war mein Plan für die Ferienhäuser an der Salza.

Hermann Berger

 

Wandern, Mountainbiken, Rafting, Kanu-, Kajak- und Canyoning-Touren in den Stromschnellen, Trailrunning – die Natur rundum bietet Möglichkeiten für viele Aktivitäten. Die Ideen zur „Welt von Berger“ holt sich auch Hermann Berger am Berg oder im Wasser. Das Feilen an der Umsetzung erfolgt bei so manchem Sauna-Aufguss. Die vier Elemente sind dabei immer im Bewusstsein: das Wasser,  das übrigens nur wenige Kilometer entfernt für die Wiener Hochquellwasserleitung gesammelt wird, die sauerstoffreiche Luft aufgrund der üppigen Vegetation, das wildromantische Lagerfeuer am Salza-Ufer und die Erde am Talboden in der Klamm, durch die sich die Salza über Jahrtausende in die Tiefe geschnitten hat.


Im Gesäuse

Mit dem Konzept „Four Elements – Living by Berger“ hat Hermann Berger, ein extravagantes Ferienhausprojekt realisiert. Die Idee dazu entstand 2016, zwei Jahre später wurde das erste Chalet fertiggestellt. Die beiden Cubes, die direkt über der Salza schweben, werden bis zum September finalisiert.