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Lifestyle | 11.05.2019

Schön & Stark

Diese Frauen stellen dem Krebs ein Lächeln entegen und zeigen dank „Face it with a Smile“, einer Initiative der Österreichischen Krebshilfe, ihre Schönheit.

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In der Steiermark zeigten diese Frauen dank der freundlichen Unterstützung der Theaterholding Graz auf der Orpheum-Bühne, dass sie trotz Erkrankung wunderschön und stark sind. © Marija Kanizaj

Da wäre die Angst um die eigene Gesundheit, das Leben, die Existenz, um Kinder und die Familie, mit der Krebspatientinnen ständig emotional kämpfen. Und dann kommt im Rahmen der Therapie auch noch das „veränderte Aussehen“ hinzu, das die Krankheit somit nach außen zeigt. Das stellt für Patientinnen eine große Belastung dar, die sich im Verlust des Selbstwertgefühls manifestiert und dadurch zu Isolation, Einsamkeit bis hin zu Jobverlust führen kann. Grund genug für die Österreichische Krebshilfe, die neue Initiative „Face it with a Smile“ ins Leben zu rufen, die Patientinnen helfen soll, ihr Selbstwertgefühl  zu stärken, und vor Augen führen soll, wie schön, stark und einzigartig sie trotz der Erkrankung sind.


Keine Frau muss sich verstecken.

Die österreichweite Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt der Österreichischen Krebshilfe, Estée Lauder Cosmetics und der renommierten Fotografin Sabine Hauswirth. In kostenlosen Workshops lernten Patientinnen erst kürzlich in Graz, wie man die Spuren der Erkrankung und der Therapien kaschieren kann. Bei allen Bundesländerterminen stehen auch Krebshilfe-Beraterinnen für alle Fragen zur Verfügung und am Ende des Workshops erhalten die Teilnehmerinnen ein professionelles Porträtfoto.


Gemeinsam schön und stark.

Auf einfühlsame Weise zeigen Expertinnen im Rahmen der österreichweiten Workshops, wie man mit wenigen Pinselstrichen Wimpern- und Augenbrauenverlust kaschieren, Frische ins Gesicht zaubern und ein Wohlbefinden für die Haut erreichen kann. Eine kleine Auszeit vom Krankheitsalltag, um das Selbstbewusstsein zu stärken. Selbstbewusst stellen diese Frauen, die bereits in Graz von Fotografin Marija Kanizaj porträtiert wurden, dem Krebs ein Lächeln entgegen. Weil sie stille Heldinnen sind und den Krebs täglich überstrahlen.

www.krebshilfe.net

 

Starke Frauen!
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Stefanie Simetsberger
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Sabina Steiner-Sachan
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Ildiko
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Carmen Trafojer
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Julia Rois
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Cornelia Jungwirth-Weingerl

STEIRERIN: Während der Krebstherapie verlieren Patientinnen Haare. Warum ist dieser Prozess besonders schwer für Frauen?

Nina Bernhard, Psychologin: Haarverlust verändert das Aussehen. Damit wird die Erkrankung plötzlich sichtbar gemacht. Vor allem ist der Verlust der Wimpern für Frauen nur schwer zu akzeptieren, da dieses Fehlen den Gesichtsausdruck stark verändert. Und da sich Patientinnen nicht über die Krankeit definieren, zehrt die sichtbare Veränderung stark am Selbstwertgefühl. Gerade in einer Zeit, die körperlich und seelisch extrem strapaziös ist, möchte frau diesen Kampf nicht auch noch nach außen sichtbar machen müssen.

Wie weit beeinflusst die Krebserkrankung das Selbstwertgefühl noch?

Neben der äußerlichen Veränderung spielt auch noch die Bestätigung von außen eine große Rolle. Wir stärken unseren Selbstwert stark über Anerkennung im Job oder in der Familie. Wenn plötzlich nur noch das Leid im Vordergrund steht, wenig positives Feedback anfällt und selten gesehen wird, was Patientinnen in der Therapiephase leisten, schlägt das verständlicherweise auf das Selbstwertgefühl.

Was können Patientinnen tun, damit ihr Selbstwert wieder gestärkt wird?

Sich selbst gut behandeln! Das heißt, eigene Bedürfnisse voranstellen. Generell tun sich da Frauen sehr schwer, daher ist es für Patientinnen umso wichtiger, sich Bedürfnisse zuzugestehen und zu würdigen, was man in der Therapie leistet. Die gesunden Anteile sollten hervorgehoben werden und betroffene Frauen sollten versuchen, sich einfach nur wohlzufühlen. Das funktioniert bei jeder Frau individuell anders. Daher: Nehmen Sie sich ab und an eine Auszeit von der Erkrankung – um sich wieder etwas Gutes zu tun, vielleicht sogar um ein neues Styling auszuprobieren und Ihr Selbstwertgefühl damit wieder zu kräftigen.

 

 

Impressionen
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Nina Bernhard, Psychologin der Krebshilfe
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Fotografin Marija Kanizaj (l.) mit Stefanie Simetsberger.