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Lifestyle | 25.04.2019

GRÜNZEUGs

Minimalismus und Konsum

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© Shutterstock

Wem geht es noch so? Die zunehmend helleren und längeren Tage der Frühlingszeit motivieren zum Frühjahrsputz sowie zu einem „ordentlichen Ausmisten“. Weniger ist mehr, Minimalismus, der mittlerweile gar nicht mehr so neue Trend. Im Laufe der Jahre häuft sich viel zu viel an, das wir gar nicht mehr benützen und benötigen, im schlimmsten Fall gar nie benützt haben. Nun ist eine gute Zeit, sich davon zu verabschieden und die Dinge, in denen so viele Rohstoffe und Energie stecken und die zu schade sind, um im Keller und in Regalen zu verstauben, wieder sinnvoll in den Umlauf zu bringen. Andere Menschen freuen sich in Secondhand-Läden, in Verschenkläden oder auf Flohmärkten über genau diese Gegenstände und müssen sie nicht neu erwerben. Ressourcenschonung par excellence – absolut notwendig, da wir derzeit global gesehen mit unseren Rohstoffen so verschwenderisch umgehen, als hätten wir über zwei Erden vorrätig. Der Welterschöpfungstag, also jener Tag, an dem wir die Ressourcen, die uns die Erde für ein ganzes Jahr zur Verfügung stellt, aufgebraucht haben, lag im Jahr 2018 schon am 1. August. Von da an lebten wir bis Jahresende quasi auf Pump künftiger Generationen.

Daher ist es ein wichtiger Schritt, die Produktion neuer Waren nicht durch sinnlosen Konsum anzufeuern und sich vor jeder Kaufentscheidung, die über den Lebensmitteleinkauf hinausgeht, zu fragen: „Brauche ich das wirklich?“ Ein „Werbung, nein danke“-Sticker (samt Eintrag in die Robinson-Liste der WKO), ein Einkaufszettel, gute Stimmung und ein voller Magen beim Einkaufen sind dabei hilfreich, nicht so viel Sinnloses, kein Plastikzeug, keine Fast Fashion oder keinen weiteren Elektronikmüll zu wollen und zu kaufen. Die Verlockungen sind groß … wir könnten es uns ja leisten und sind wir doch ehrlich: Haben wir diese Belohnung nicht verdient? Mit einem bewussten und nachhaltigen Konsum gewinnen wir aber mehr Zeit und Lebensqualität, sparen uns viel Geld und vor allem: Wir leben enkeltauglich.


Beatrix Altendorfer hat die Plattform „Nachhaltig in Graz“ (www.nachhaltig-in-graz.at) gegründet. Sie motiviert uns ab sofort regelmäßig zu einem umweltfreundlicheren, ressourcenschonenderen Leben.