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Lifestyle | 12.04.2019

Mit gutem Gewissen genießen

Ei ist nicht gleich Ei! Beim Einkauf von Eiern kann man einen wichtigen Beitrag zum Tierschutz leisten: durch den Kauf von (Bio-)Freilandeiern!

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© Shutterstock

Gerade zu Ostern steigt der heimische Ei-Konsum rasant an. Aber Achtung: Sobald es sich um gekochte und gefärbte Eier handelt, entfällt die Kennzeichnungspflicht auf dem Ei. Konsumenten können aber mit der Kaufentscheidung dazu beitragen, Tierleid zu verhindern. Schlagwort dabei: regionaler Kauf.

Genau schauen! Der Stempelaufdruck auf jedem Ei gibt Auskunft über die Haltungsform. Wichtig ist die erste Ziffer, denn sie informiert über die Haltungsbedingungen: „0“ steht für Eier aus ökologischer Landwirtschaft (sogenannte „Bio-Eier“), „1“ für Freilandhaltung, „2“ für Bodenhaltung und „3“ für Eier aus Käfighaltung. Aber die Kennzeichnungsregelung lässt folgende Ausnahme zu, die für Konsumenten jetzt vor Ostern Verwirrung stiften kann: Sobald es sich um gekochte und gefärbte Eier handelt, entfällt die Kennzeichnungspflicht auf dem Ei. Daher empfiehlt es sich beim Kauf von gefärbten Eiern nach der Kennzeichnung der Haltungsform auf der Verpackung zu suchen und bevorzugt Bio- oder Freilandeier zu kaufen. Ein weiterer Vorteil der gefärbten Bio-Eier: Sie unterliegen auch hinsichtlich der Färbestoffe einer viel strengeren Regelung!

Achtung auch bei „versteckten Eiern“! Als Schalenei wird das ganze Ei bezeichnet. Eier gibt es aber auch als Trockenei (Eipulver) oder als Flüssigei. Diese verarbeiteten Eier werden fast ausschließlich in der Gastronomie und in der Lebensmittelindustrie eingesetzt. In solchen Fällen ist die Haltungsform der Legehennen oft nicht bekannt. In Nahrungsmitteln wie Teigwaren, Mayonnaise oder Mehlspeisen können also auch Eier aus Käfighaltung enthalten sein, da deren Import weiterhin erlaubt ist und die Erzeuger zu keiner Kennzeichnung verpflichtet sind. Das heißt, dass z. B. auf Kuchenverpackungen nicht auf „Käfigeier“ hingewiesen werden muss. Aus diesem Grund ist es möglich, dass man – ohne es zu wissen – auch große Mengen an Käfigeiern konsumiert. Auch in dieser Hinsicht ist man mit Bio-Produkten immer auf der sicheren und tierfreundlicheren Seite.

Tierschutz­landesrat
Anton Lang:

Ostern rückt immer näher und damit auch der Genuss der beliebten, bunt gefärbten Ostereier. Aus tierschutzrelevanter Sicht ist es mir als zuständiger Landesrat ein wirklich großes Bedürfnis, das bewusste Kaufen von Eiern ins Bewusstsein der KonsumentInnen zu bringen, um viel Tierleid zu verhindern. In der Steiermark herrscht seit jeher großes Bemühen, tierfreundliche Bedingungen für unsere Hühner zu schaffen – so ist auch die Käfighaltung bereits seit einigen Jahren verboten. Allerdings: Bei gekochten Eiern sowie bei industriell verarbeiteten Produkten mit Eiern und Eierzeugnissen ist keine Kennzeichnung notwendig. Diese konsumieren wir aber in Backwaren, Nudeln etc. in großen Mengen! Es ist schwierig, Qualität im Tierschutz zu erreichen, wenn solche bundesgesetzlichen Lücken vorherrschen! Greifen Sie daher zu regionalen und freiwillig gekennzeichneten Produkten! 


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