Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 25.04.2018

Happy Food

Ab sofort gilt gute Laune statt Diätfrust! Das „Happy Kitchen“-Prinzip macht nämlich glücklich – und schlank.

Bild 1804_ST_GE_HappyFood_A.jpg
© Shutterstock

Da ist frau schon gestresst genug, wenn sich die Arbeit am Tisch stapelt oder der letzte Parkplatz, der uns vor der Nase weggeschnappt wird, eine Heulattacke freisetzt. Und es kommt sogar noch schlimmer: Der sonst so aufmunternde Schokoriegel liegt schon seit Tagen jenseits des Diätplans außer Reichweite. Horrorszenarien während einer Fastenkur. Statt jetzt frustriert die letzte Osterschokolade in den Mund zu schieben (auch wenn diese wissenschaftlich bewiesen Glücksgefühle freisetzt), hilft eine Ernährungsumstellung nach dem „Happy Kitchen“-Prinzip.

Gerichte also, die die britische Journalistin und Kochbuch-Autorin von „The Happy Kitchen“, Rachel Kelly, zusammengestellt hat und die schlank sowie glücklich machen sollen. Bereits nach wenigen Wochen wirkt sich das „Happy Food“ auf unsere Gemütslage aus und sorgt für weniger Stress, dafür für erhöhte Konzentration und mehr Freude im Alltag. Um den positiven Effekt von speziellen Lebensmitteln weiß auch die Ernährungswissenschaftlerin Sandra Holasek von der Meduni Graz: „Die Ernährung ist für unser tägliches Wohlbefinden verantwortlich. Wer zu den richtigen Snacks greift, fühlt sich auch nicht überlastet.“ Ein Zustand, der sich im schnelllebigen Alltag, wo man sich ständig durch den beruflichen Tag snackt, bereits eingebürgert hat. „Schon der erste Bissen von bestimmten Lebensmitteln verursacht ein Wohlgefühl – zuerst im Mundraum, dann im Gehirn. Direkt im Belohnungszentrum.“ Glücklich macht laut Ernährungswissenschaftlerin zunächst der Faktor „Textur“ – alles, was im Mund knuspert, schmilzt und knackt, löst gleichzeitig gute Gefühle aus. Schlecht: fettige Chips, geröstete Nüsse oder Salzgebäck. Happy hingegen machen naturbelassene Nüsse, Samen und knackige Gemüsesticks. Reine Evolutionssache, wenn man bedenkt, dass der Mensch einst Sammler von Beeren und Samen war. Seither sehnen sich Geist und Körper nach knackiger Frische.

Bild 1804_ST_GE_HappyFood-2.jpg
© Shutterstock

Versteckte Glücklichmacher. Wer jetzt glaubt, dass es sich hierbei wieder einmal um eine aufwendige Diätkur handelt, der irrt gewaltig. Dabei geht es vielmehr um Ernährungsumstellung als um Verzicht. „Glücklichmacher findet man in unterschiedlichen Lebensmitteln“, weiß Holasek, „vorrangig in Speisen, die Tryptophan enthalten.“ Jene hochwertigen Eiweiße, die Serotonin (ein Glückshormon) im Gehirn freisetzen. „Fleisch, Milchprodukte oder Nüsse etwa halten tagsüber den Energielevel hoch und wir kommen besser mit Stress klar.“ Das sorgt doch schon für gute Laune – und dauerhaft für eine schlanke Figur. Denn wer zu naturbelassenen, hochwertigen Eiweißen greift, tut automatisch seiner Linie etwas Gutes. Ob Brot dabei wirklich ein Dickmacher sei, fragen wir nach: „Nein! Nur Kohlenhydrate, die mit Fett kombiniert werden, sind schlecht für die Figur. Gekochte Kartoffeln, Reis und Vollkornnudeln gehören immerhin zur Lebensmittelpyramide“ – die Basis für eine ausgewogene Ernährung. Gluten sei dabei zu Unrecht der „Miesepeter“, schließlich haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass diese nützliche Darmbakterien erzeugen. „Wer zu Roggenbrot greift, der tut sich und seiner Laune sehr viel Gutes“, rät die Ernährungswissenschaftlerin. „Hochwertiges Sauerteigbrot unterstützt Diäten sogar langfristig, da es länger satt macht.“ Welche Produkte noch glücklich machen? Ei, winterliche Gewürze, Proteine und vor allem Fisch. Vor allem heimische Fischarten. Verhindern diese doch, dass Meere ausgefischt werden – und das macht nebenbei auch noch ein gutes Gewissen. Rundum glücklich eben!


So isst du dich glücklich

Ausreichend Flüssigkeit

Trinken Sie sechs Gläser über den Tag verteilt. Das reguliert bereits die Sättigung, die aus den Fugen geraten ist.

Perfekte Snacks

Knackiges Gemüse mit Joghurt- oder Topfendip, naturbelassene Nüsse und Samen, Roggenbrot

Glückliche Gerichte

Wer sich kulinarisch belohnen möchte, der kann das mit Käseüberbackenen Gerichten tun. Kartoffelaufläufe oder Vollkornnudeln mit Parmesan bestreut etwa, mit Ei, mit Kartoffeln oder knackigen Salaten, dazu gegrilltes Hühnerfleisch oder hochwertiges Roggenbrot.

Schokoladeersatz

Die Banane sendet ob ihres Mundgefühls und ihrer Aromen  Glücksgefühle direkt ans Belohnungszentrum des Gehirns. Greifen Sie jedoch zur halbreifen Banane, da diese weniger Fruchtzucker enthält. Der perfekte Ersatz für Schokolade!