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Lifestyle | 30.11.2017

Viel mehr als ein Beruf

Jedes Kinderlachen, jeder satte Magen und jede Zukunft, die mehr Chancen hat: All das sind Teile, die die Steirerin Sabine Ebner mit ihrer Arbeit in Myanmar für Sonne-International für eine bessere Welt beiträgt. Die STEIRERIN hat die engagierte NGO-Mitarbeiterin vor ihrer Abreise zu einem Gespräch getroffen.

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Verhelfe auch du den Kindern zu einer besseren Zukunft. © beigestellt

Der bekannte Tropfen auf dem heißen Stein? Wo viele glauben, dass man als Einzelner nichts bewirken kann, beweist Sabine Ebner, dass mit der richtigen Hands-on-Mentalität viel erreicht werden kann. Bei ihrem Heimatbesuch in Graz erzählt die 26-Jährige beim Gespräch mit der STEIRERIN im Café Tribeka voller Begeisterung von ihrer Arbeit für Sonne-International in Myanmar, wo sie seit Anfang des Jahres tätig ist. „In ein paar Tagen fliege ich wieder hin und ich freue mich schon sehr darauf. Wir haben in den vergangenen Monaten in unsere Straßenkinderzentren viel erreicht, aber mehr gibt es noch zu tun.“

Die Aufgabenliste war und ist lang: der Bau von Küchen, Hygieneschulungen, Verteilung von Schulmaterial, Malprojekte und das Organisieren von Geburtsurkunden gehören da unter anderem dazu. Ja richtig, Geburtsurkunden. Vielen Kindern fehlt sie, aber ohne dieses Dokument können Kinder in Myanmar nicht zur Schule gehen. Eine Hürde, die es zu überwinden gilt auf dem Weg in eine bessere Zukunft. Denn zahlreiche Kinder und Jugendliche fristen in Myanmar ihr Leben auf der Straße und haben keinen Zugang zu öffentlichen Bildungs- und Ausbildungseinrichtungen. Vorrangiges Ziel ist es daher, Bildung zu ermöglichen und Kindern die Möglichkeit zu geben, aus der Armutsspirale auszubrechen.

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Helfen Straßenkindern in Myanmar: Sabine Ebner (r.) und Martina Barwitzki von Sonne-International. © Thomas Luef

Für ein Kinderlächeln. Dass sie eines Tages diesen Weg einschlagen würde, war für die NGO-Mitarbeiterin früh klar. Nach ihrem Studium der Internationalen Entwicklung hat die engagierte Steirerin erste Erfahrungen als Freiwillige im Ausland gesammelt. „Auf der Freiwilligenmesse habe ich dann die Arbeit von Sonne Internationale kennengelernt und war sofort begeistert.“ Nach drei Jahren Mitarbeit im österreichischen Team arbeitet sie nun seit einigen Monaten im lokalen Team in Myanmar. In dem Land in Südostasien musste sie sich erst einmal an ihr neues Leben gewöhnen: Hitze, Sprachbarrieren, Moskitos und Stromausfälle. Aber alles kein Problem, wenn am Ende des Tages ein Kinderlächeln der Lohn ist.

Die Menschen seien sowieso das Beste an ihrer Arbeit, schwärmt Sabine. „So herzliche und freundliche Menschen wie in Myanmar habe ich noch nirgends getroffen.“ Überschattet wird das Land aber von der aktuellen Krise im nordwestlichen Rhakine State, in dem die systematische Vertreibung der muslimischen Minderheit der Rohingyas eine humanitäre Katastrophe darstellt. „Die negative Presse hält viele Touristen davon ab, nach Myanmar zu reisen. Ich persönlich kann nur sagen, dass die Unruhen auf diese Region beschränkt sind. Ich würde es sehr schade finden, wenn der Tourismus, der für das Land so wichtig ist, dadurch einen Rückschlag erleben würde.“

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Redakteurin Lissi Stoimaier (l.) im Gespräch mit Sabine Ebner (r.) und Martina Barwitzki von Sonne-International. © Thomas Luef

Jeder kann helfen. Die Arbeit ist für Sabine Ebner viel mehr als ein Beruf. Er ist ihre Leidenschaft. „Die größte Motivation, einfach das Schönste, ist zu sehen, wie sich das Leben der Kinder durch unser Tun verbessert.“ Dass dadurch nicht jedes Kind gerettet werden kann, ist der Steirerin klar. Dafür gibt es leider viel zu viele Straßenkinder in Myanmar. „Verzweiflung über Elend und Ungleichheit in unserer Welt dürfen uns nicht in die Resignation treiben. Und auch wenn durch meinen Beitrag ,nur‘ das Leben eines einzelnen Menschen verbessert wird, wird dadurch die Welt ein klein wenig besser - für diesen Menschen, für seine Kinder, für deren Zukunft. Eine kleine Tat kann oft mehr auslösen als man glaubt.“ Aber nicht jeder, der einen Beitrag leisten will, muss dies im Ausland tun. Mit Patenschaften oder Spenden kann viel bewirkt werden. Und so kühlen viele Tropfen vielleicht bald den heißen Stein.

 

„Wir geben Kindern die Möglichkeit,
aus der Armutsspirale auszubrechen.“

Sabine Ebner

 

 

Hilf mit!

Derzeit sammelt SONNE-International für den Bau eines großen Straßen­kinderzentrums in Yangon. Jeder Beitrag zählt um dieses Projekt zu realisieren.
,,Straßenkinderkampagne“
IBAN: AT79 6000 0005 1006 1977

Mehr Infos unter www.sonne-international.org