Loading…
Du befindest dich hier: Home | Lifestyle

Lifestyle | 13.11.2017

Auszeit in Portorož

Die kleinen Momente des Glücks liegen so nah. Man muss sie nur finden. Manchmal sind sie unter einer Schlammschicht vergraben oder sie stecken in indischem Massageöl. Ein Tipp: Versucht es mit der slowenischen Adria.

Bild 1711_ST_FK_Portoroz_1.jpg
Portorož an der slowenischen Adria. © Marija Kanizaj

Manchmal braucht es die Freiheit, zu sagen: Ich bin dann mal weg. Mama verlässt für ein Wochenende ihr gleichnamiges Hotel und sucht woanders eine Bleibe mit Rundumversorgung. Im Idealfall: am Sehnsuchtsort Meer, dort, wo die Wellen den hektischen Alltag einbremsen und das bloße Dasitzen und Aufs-Meer-Schauen Eventcharakter haben. Das Kind ist versorgt, kurz vor der Abfahrt von daheim noch schnell den Geschirrspüler eingeräumt, was den Anflug an schlechtem Gewissen ob der spontanen Flucht wegwäscht. Ab ins Auto, im Normalfall bedeutet das: Nach drei Stunden Fahrt der ersehnte Anblick, wenn sich im italienischen Opicina vor einem das herrliche Triest breitmacht. Oder an der slowenischen Adria, wenn sich nach der letzten Biegung das beschauliche Piran zeigt. Das sind sie, Mamas kleine Glücksmomente. Diesmal findet die Glücksuche gleich nebenan statt, in Portorož.

Bild 1711_ST_FK_Portoroz.jpg
Auszeit in Portorož. © Marija Kanizaj

Der bekannteste Hafenort Sloweniens arbeitet gerade gründlich daran, das Monaco der oberen Adria zu werden: Die Hotels sind fein herausgeputzt, die Marina wurde neu gestaltet, die Pieranlagen sind sauber gepflegt und immer mehr betuchte Gäste kommen, um die Wellness- und Gesundheitsangebote des Ortes zu nutzen. Ursprünglich war der Rosenhafen, wie Portorož oder auf Italienisch Portorose übersetzt heißt, für sein Salz bekannt. Wenn sich auch historisch alles um den eigentlichen Hauptort Piran dreht, von dem Portorož nur ein Stadtteil ist, hat es eine lange Geschichte als Kurort. Hier haben schon ab dem 13. Jahrhundert die Benediktiner ihre Patienten mit Meerwasser gegen Rheumatismus, Wassersucht, Lymphknotentuberkulose und Übergewicht behandelt. Neuen Aufschwung als Kurort brachte Ende des 19. Jahrhunderts ein Arzt aus Piran, der zur Behandlung vieler Krankheiten Salzschlamm, Salzbäder und Salzwasser-Trinkkuren einsetzte. Ab 1885 kamen Gäste und Patienten nach Portorož, neue Villen und Pensionen wurden gebaut. Das Hotel Palace galt zur Eröffnung im Jahr 1910 als eines der schönsten Hotels an der Adriaküste.

Bild 1711_ST_FK_Portoroz_9.jpg
Traumhafte Sicht aufs Meer. © Marija Kanizaj

Es prägt noch heute die Kulisse des Ortes. Gleich nebenan stehen wie aufgefädelt die sechs miteinander verbundenen Hotels der LifeClass-Kette mit dem Fünfstern-Flaggschiff Hotel Slovenia, die Wellnesstrends und Behandlungsmethoden aus der ganzen Welt unter ihrem großen Dach anbieten. Die traditionellste ist die Thalassotherapie und nach der Ankunft auch der erste Selbstversuch, eine Gesichtsbehandlung mit Fango. Zum Gaudium der Anwesenden wird mir der schwarze Heilschlamm, der die Haut weich macht und sonst die Eigenschaft hat, die Selbstheilungskräfte zu aktivieren, ins Gesicht gestrichen. Während die Maske einwirkt, erklärt die Ärztin das Prinzip der Thalassotherapie à la LifeClass: Behandlungen mit mineralhaltigem Thermalwasser, Heilschlamm, also Fango, die gesunde Meeresluft und mediterrane Küche. Da soll einem nichts Schlimmeres passieren.

Wellness-Oasen und Beauty-Behandlungen
Bild 1711_ST_FK_Portoroz_4.jpg
© Marija Kanizaj
Bild 1711_ST_FK_Portoroz_16.jpg
© Marija Kanizaj
Bild 1711_ST_FK_Portoroz_14.jpg
© Marija Kanizaj

Von den heilenden Kräften des Mittelmeeres geht es etwas später zur nächsten Behandlung in das Ayurveda Center der Hotelgruppe. Dort massieren und diagnostizieren zwei Ärzte und acht Therapeuten aus dem indischen Kerala streng nach den klassischen Behandlungsmethoden. Ann-Marie schiebt und knetet mit ihrer sanften Massage die letzte Angespanntheit aus meinem Körper. Die Musik versetzt mich in Halbschlaf, Geschirrspüler und Co. sind längst aus meinem Relax-Universum verschwunden.

m nächsten Tag steht Yoga auf dem Programm. In einer Einzelstunde auf der Pier erklärt der indische Arzt nach einem prüfenden Blick auf meinen verspannten Körper, wie ich selbst dafür sorgen kann, die Bretter zu lösen, sprich die Muskeln zu lockern, was nach dem Sport leider oft zu kurz kommt. Ich folge seinen Übungen, lasse die Meeresbrise auf mich wirken und fühle, wie gut es tut, die Gedanken auszuschalten und einfach nur im Hier und Jetzt zu sein.

Bild 1711_ST_FK_Portoroz_17.jpg
Yoga am Meer. © Marija Kanizaj

Ein entspannter Tag neigt sich dem Ende zu. Noch ein letztes Mal am Meer spazieren, die herbstliche Brise riechen, in den Sternenhimmel schauen. Der Geschirrspüler kann kommen, ich bin für die Herausforderungen des Alltags gewappnet. Zur Not weiß ich ja, wo ein feines Stück Auszeit auf mich wartet.

Bild 1711_ST_FK_Portoroz_8.jpg
Die schönsten Suiten in Hotels. © Marija Kanizaj

Mini Thalassotherapie

DZ mit HP im Hotel Slovenija *****, ­Eintritt ins Casino, 1x Thalasso Relax-Massage, Therapeutische Schlammpackung Detox, Eintritt Saunapark, 2 Nächte/3 Tage ab 149 Euro.

www.lifeclass.net

Bild 1711_ST_FK_Portoroz_2.jpg (1)
Hotel Slovenija ***** © Marija Kanizaj
Diskutiere mit uns und deinen Freundinnen diesen Beitrag:
powered by Disqus