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Fashion | 27.06.2019

minimal Tastisch

Not macht erfinderisch. Und der Alltag mit Kiddies sowieso. Deshalb hat Mom­preneur Kathi Goldscheider die minibag erfunden – die Crossbody-Wallet, ideal für Mütter und Globetrotterinnen.

Fotos Anna Tomczak, Patricia Weisskirchner, Agnieszka Gantz, beigestellt

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Klein, praktisch, multifunktional: die minibag.

Klein, multifunktional, praktisch. Dazu gesellen sich hochwertiges Leder, verschiedene Farben und nachhaltiges Gedankengut. Doch eine Tatsache trumpft: Der Komfort – ideal für Mütter, die viel mit dem Nachwuchs unterwegs sind. Aber auch sonst profitieren aktive Frauen von der praktischen Crossbody-Wallet: Geld, Karten und Schlüssel verstauen, umhängen und so immer mit dabei haben. Fertig. Die Rede ist von der minibag. Eine kleine Umhänge-Geldbörse, die Platz für das Allerwichtigste bietet. Eben für all jene Dinge, die frau nicht unbeaufsichtigt im Kinderwagen liegen lassen möchte, während sie ihren Kindern am Spielplatz hinterherjagt. Darüber sind sich wohl alle Mütter einig. So ging es auch der Grazerin und heute dreifachen Mama, Kathi Goldscheider. Und die muss es ja wissen. Mit den damals noch zwei kleinen Kindern hatte sie zwischen Baby im Kinderwagen und dem Zweijährigen auf der Schaukel oder Rutsche immer dasselbe Problem: Wohin mit den wichtigsten Utensilien, die man nicht einfach so unbeaufsichtigt herumliegen lassen möchte? „Ich überlegte mir daraufhin, wie eine perfekte Tasche aussehen könnte, und bat eine Freundin, meine Idee umzusetzen und mir einen Prototypen zu nähen. Diese erste minibag wurde mein täglicher Begleiter“, erinnert sich Kathi Goldscheider, die damit nicht bloß eine Tasche kreiert hatte, sondern nach und nach sogar zur „Mompreneur“ wurde. Denn trotz der drei Kinder, die sie heute hat, und eines beruflich erfolgreichen Mannes wollte sie finanziell unabhängig bleiben und sich beruflich selbst verwirklichen. Karriere und Mutterschaft passen eben doch zusammen.

 

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Taschen-Designerin Kathi Goldscheider.
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Ob als Crossbody-Wallet, Shoulder-Bag oder Clutch – die minibag gibt sich wandelbar.

Multifunktionales Accessoire. Die minibag, die in der Schweiz produziert wird, kann noch mehr: Das Innenteil – als Geldbörse zu verwenden – bleibt, einzig die Außentasche lässt sich in 24 unterschiedliche Farben tauschen. Für die modische Abwechslung. Und dann? Dann kann die Tragevariante nach Belieben geswitcht werden: Sie wird als Umhängetasche, als kurze Shoulderbag oder, indem man den Riemen fünf Mal um den Taschenteil wickelt, als trendige Clutch getragen. „Frauen können übrigens auch zwei minibags zusammenhängen und den Look sowie die Praktikabilität erweitern.“ Die multifunktionale Idee kam mit der Zeit, in der Praxis, während üblicher Alltagsprobleme. Als Mutter möchte man die wichtigsten Dinge schnell griffbereit haben, als Reisende ebenso und abends, wenn frau ausgeht, soll sich das modische Lieblingsaccessoire dem Look anpassen und gleichermaßen schick wie praktisch sein. Mission erfüllt. „Es ist sogar noch Platz für das Handy und einen Lippenstift“, ergänzt die Grazerin, die der Liebe wegen mittlerweile seit elf Jahren in der Schweiz lebt, ihre Design-Intention. Und dort sei es sogar viel schwieriger, Kinder und Job unter einen Hut zu bringen, als in Österreich, da die Betreuungskosten sehr hoch und die Betreuungszeiten nach der Schule etwas job-unfreundlich ausfallen. „Da kommt mir die Selbstständigkeit mit der freien Zeiteinteilung recht, gerade mit drei Kindern.“ Auf dem Spielplatz, zwischen Kindertoben und alltäglichem -minibag-Gebrauch, kommen Kathi Goldscheider ständig neue Ideen für ihr Taschenbusiness. Etwa die Special Editions, die it Fellen versehen oder mit Stickereien von Jordanischen Flüchtlingsfrauen verziert werden, die Möglichkeit der Personalisierung oder lustige Add-ons wie Schlüsselanhänger, extra Etuis für Brillen und mehr. „Jetzt, wo Qualität und Praktikabilität perfekt passen, kommen Modetrends hinzu“, so die Designerin. „Kollaborationen mit Künstlern stehen auch noch an.“

Der Weg dorthin? „War nicht immer leicht: Man zahlt Lehrgeld, Pläne gehen manchmal nicht auf und oftmals hat man das Gefühl, zu stocken“, so die Unternehmerin und Mutter. „Mit der Zeit merkt man aber: Alles, was du machst, macht Sinn als Unternehmerin.“ Dann nämlich, wenn auf Umwegen sich wieder neue Wege erschließen. Alles entwickelt sich eben weiter – das Produkt und mit ihm auch die Frau und Mutter, die dahinter steht. So funktioniert dann wohl Mompreneur.

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