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Fashion | 30.03.2018

Marina Hoermanseder – #TeamMH

Von der Berliner Fashion Week zur Fashion Week Fürstenfeld. Mit im Gepäck: Modetrends 2018 und Erfolgstipps für Jungdesigner. Wir trafen die österreichische Stardesignerin Marina Hoermanseder zum Fashion Talk.

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Star-Designerin Marina Hoermanseder. Ihre neue Kollektion von der Berliner Fashion Week können Modeinteressierte auf Instagram mit #TeamMH verfolgen. © Christoph Schlossnickel

Ein Hauch internationale Fashionatmosphäre kam schon auf, als die in Wien geborene Modedesignerin Marina Hoermanseder frisch von ihrer erfolgreich absolvierten Modenschau auf der Berliner Fashion Week zur Fashion Week Fürstenfeld anreiste. Um sie herum: eine modische Armada von Bloggern und Models der kürzlich abgedrehten TV-Staffel „Austria’s Next Topmodel“. Jeder will ein Stück der neuen Kollektion, die Hoermanseder bei Kastner&Öhler mit einem Pop-up-Store präsentierte und die selbst von Stars wie Model Gigi Hadid oder Sängerin Rihanna getragen wird, abhaben. Freundschaftlich nimmt sie, als ehemaliges Jurymitglied der TV-Show, noch immer ihre Model-Schützlinge in ihre Obhut. Platziert fünf davon gleich neben unseren Tisch in der Fürstenfelder Genussgreißlerei und kommt zum ersten Mal nach voller Terminagenda an. Kurzes Rasten, gefolgt von raschem Schmusen mit ihrem Hund Peanut, der immer mit dabei ist, dann ist sie bereit – für uns und für eine Woche Themenurlaub in der steirischen Region.


Sie kommen auf direktem Wege von der Berliner Fashion Week zu uns in die Steiermark. Welche Modetrends haben Sie für 2018 mitgebracht?

Das neue Jahr ist modisch gesehen ein Jahr der Superlative. Das Motto lautet nicht „weniger ist mehr“, sondern „mehr ist mehr“. Gerade im Styling kann man mit Farbe, Schmuck und Accessoires noch eines drauflegen. Meine aktuelle Kollektion zeigt wieder die auffällige Gürtelschnalle an Ohrringen, Röcken, coole Fangschals und leuchtende Farben. Strick wird mit Leder und Lackstoffen kombiniert; man spielt mit Materialien und Haptik. Must-have: Color Blocking und natürlich mein Big Buckle Hoodie mit gesprinteter Schnalle vorne drauf (lacht).

 

Immer mit dabei: Hund Peanut.


Was bedeutet Ihnen persönlich Mode und wie definieren Sie guten Style?

Mode bedeutet mir alles, weil es mein Beruf ist. Guter Style ist das Wissen, was zum Körper passt und welcher Stil der eigene ist. Man kann und soll nicht alles tragen. Frau sollte einfach wissen, was ihr passt. Und wer das nicht weiß, der kann sich auch Hilfe beim Modeprofi holen.


Und mit welchem Kleidungsstück gelingt Style?

Zuerst muss man sich selbst kennenlernen und die Vorzüge in Szene setzen – auch ohne Modelmaße. Ein Taillengürtel betont die schlanke Mitte, ein A-Linien-Rock wiederum die schönen Beine. Absolutes No-Go: Bauchfrei-Looks!


Wie schafft man als aufstrebende Modedesignerin den Spagat zwischen Geheimtipp und Erfolg?

Mein Geheimrezept ist, dass ich mit meinem Stil und Handwerk ein Geheimtipp bin, aber auch kommerzielle Produkte anbiete, die in der Masse funktionieren, leistbar sind und Freude machen. Ich brauche die Schnalle und die Kunst, um den handelsüblichen Pullover an die Masse zu verkaufen.

 

Must-have 2018:
der Strap Skirt im Colour-Blocking-Stil aus der neuen Marina-Hoermanseder-Kollektion.


Inwieweit spiegelt sich Ihr Ich in den Designs wider?

Viele, die mich kennen, denken automatisch an die Schnalle. Diese ist modisch gesehen mein Wiedererkennungszeichen und nicht mehr wegzudenken. Zudem designe ich nur das, was ich auch selbst tragen würde.


Nach der Fashionshow ist vor der Fashionshow. Woher nehmen Sie die Inspiration für die nächste Kollektion?

Ich werde für meine nächste Kollektion nach Stockholm reisen. Der Streetstyle soll dort inspirierend sein.

 

Sie sind „Austria’s next Topmodel“-Jurymitglied und Mentorin. Welchen Rat geben Sie Nachwuchstalenten, die in der Modebranche Fuß fassen möchten, mit?

Einen Tipp gebe ich immer, unabhängig von der Branche: die Ökonomie der Aufmerksamkeit! Anständig sein, Bitte und Danke sagen! Egal was man macht, man muss dankbar und freundlich bleiben. Und networken! Wer Scheu davor hat, eine Rampensau zu sein, wird nicht weiterkommen.


Welches Modeerlebnis ist für Sie unvergesslich?

Als das Model Gigi Hadid meine Hose getragen hat. Die Hose war an einem Tag ausverkauft. Oder wenn Rihanna etwas von dir trägt, wenn du eine Mail von der Stylistin von Lady Gaga bekommst oder wenn dich Christian Louboutin unterstützt … und ich war auch einmal das „Picture of the week“ in der New York Times.


Ihre Zukunftsvisionen?

Wir arbeiten nun verstärkt mit amerikanischen Agenturen zusammen und haben jemanden, der sich um Celebrity Endorsements in Amerika kümmert.