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Events | 12.05.2019

3, 2, 1, Go!

Von der passionierten ­Nichtläuferin zur Teilnehmerin an einem Lauf-Event: ein Selbstversuch in mehreren Schritten.

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© Shutterstock

Ich hasse Laufen. Ich habe es mehrmals probiert. Viel weiter als eine Runde um ein paar Häuserblocks bin ich nicht gekommen. Minuten kamen mir wie Stunden vor. Langweilig und anstrengend, das war meine ernüchternde Conclusio. Bis zu dem Tag, an dem im Büro bei uns die Idee aufgepoppt ist, beim nächsten Business Lauf doch mit einem STEIRERIN-­Team zu starten. Nach anfänglicher überzeugter Ablehnung dachte ich mir, es käme vielleicht doch einfach einmal auf einen Versuch an. Zum Sinneswandel animiert haben mich, ich gebe es auch gerne und ehrlich zu, gehäufte Erzählungen aus dem Freundeskreis, wonach vielen mit verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden Ausdauersport wärmstens ans Herz gelegt wurde. Ich halte mich zwar für recht fit, meine Achtjährige und mein Vierjähriger tragen wesentlich dazu bei, wirklich sportlich bin ich aber nicht. Von ersten zaghaften Überlegungen, es mit dem Laufen zu probieren, habe ich meiner supersportlichen Freundin und Nachbarin Petra Castellani erzählt. Die frühere Staatsmeisterin im Wasserspringen zeigte sich sofort motiviert – weitaus mehr als ich. Laufcoach? Check! Mit dem Kauf von Laufschuhen war ein weiterer, wenn auch vergleichsweise einfacher Schritt getan.  


Tag X.

Und dann kam der Tag X.  Petra nahm mich mit auf eine Runde. Die Erkenntnis war höchst erstaunlich: Mit ein paar kurzen Gehpausen dazwischen und versorgt mit wertvollen Tipps meines Laufcoaches konnte ich anstandslos mehrere Kilometer laufen. Funktioniert hat das nur, so bin ich überzeugt, weil ich vor lauter Tratschen dermaßen von der Anstrengung abgelenkt war. Hurra, ich bin doch sportlich! Zumindest anfallsweise.


Die folgenden drei Tage haben sich meine Beine zwar doch ein bisschen anders angefühlt, um es mal vorsichtig auszudrücken, aber die Motivation blieb. Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich ein geordnetes Trainingsprogramm absolviere, obwohl ich natürlich weiß, dass das sinnvoll wäre. Aber seitdem war ich wieder mit Petra, aber auch alleine unterwegs. Und es hat  funktioniert. Zustände von Euphorie  und großem Glück verspüre ich zwar beim Laufen bis jetzt noch nicht, aber ich kann auch nicht behaupten, dass es mir keinen Spaß macht. Business Lauf, ich komme!


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Sportwissenschafter Georg Stübinger-Nöbauer gibt Fitness-Tipps © beigestellt

Training im Alltag


Wie motiviert man sich dazu, an der Fitness zu arbeiten?

Wenn man nach den ersten Trainings bald einmal merkt, dass es einen spürbaren Effekt gibt, dass man sich einfach besser fühlt, wirkt sich das auch positiv auf die Motivation aus. Alles, was über eine Stunde Aufwand bedeutet, lässt sich nicht so leicht in den Alltag integrieren, daher sollte man entsprechend gut planen.


Und wenn einen das Motivationstief doch überrumpelt?

Man sollte sich ernsthaft vor Augen führen, dass der körperliche Einsatz der eigenen Gesundheit dient. Sport hat einen nachweislich positiven Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System und den Stoffwechsel und wirkt Lebensstilerkrankungen entgegen. Um sich bei  Laune zu halten, sollte man sein Programm alle sechs bis acht Wochen verändern.

 

Wie kann man sich in den eigenen Wänden gut fit halten?

Ich habe unter dem Namen „Hometraining.online“ ein Online-Programm für zu Hause entwickelt. Man braucht dafür kein Fitnesszubehör und bedient sich nur des eigenen Körpergewichts und verschiedener Alltagsgegenstände. Das funktioniert auch auf der Geschäftsreise oder im Urlaub.


Wenn man sich für die Teilnahme an einem Laufbewerb entschieden hat, was sollte man bedenken?

Bei einem Event ist es wichtig, sich selbst nicht zu überschätzen und das Training im Voraus professionell zu planen.

 

LAUF-TIPP

Ladies-Run

Ladies Run Graz – der größte Frauenlauf in Südösterreich geht in die 6. Runde. Nach einem neuen Teilnehmerrekord von 2.100 Läuferinnen im Vorjahr befindet sich die Grazer Innenstadt am 18. Mai 2019 wieder in fester Frauenhand. Egal ob Laufeinsteigerin, Hobbyläuferin oder aktive Sportlerin – jeder zeigt hier seine persönliche Bestleistung. Und weil es sich gemeinsam gleich leichter läuft, gibt es neben den Klassenwertungen auch Freundinnen- und Mutter-Tochter-­Wertungen.

Tipp: Im BRG Kepler (Keplerstraße 1, 8020 Graz) sind Dusch- und Umkleidemöglichkeiten vorhanden. Der Eintritt ist mit der Startnummer von 16 bis 20.30 Uhr möglich.

www.ladiesrun.at